Kaschmir-KonfliktIndien bestellt Pakistans Botschafter wegen Grenzgefechts ein

Pakistanische Soldaten sollen im Kaschmir zwei indische Grenzsoldaten erschossen haben. Pakistan dementiert den Vorfall, Indien droht mit einer "angemessenen Reaktion".

Der Streit zwischen Indien und Pakistan wegen Verletzungen des Waffenstillstands im Kaschmir verschärft sich. Nach dem Tod zweier indischer Soldaten bei einem Gefecht an der Grenze mit Pakistan hat Indien den pakistanischen Botschafter einbestellt, teilte das indische Außenministerium mit.

Die beiden indischen Soldaten waren am Dienstag nach Angaben der indischen Armee bei einem Gefecht an der zwischen Pakistan und Indien umstrittenen Grenze der Region Kaschmir getötet worden. Indien hatte mit einer "angemessenen Reaktion" gedroht, zugleich aber versucht, die Gespräche aufrecht zu erhalten. Den indischen Armeeangaben zufolge ereignete sich der Zwischenfall eindeutig auf indischem Gebiet.

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Indiens Verteidigungsminister A.K. Antony hatte es als unmenschlich bezeichnet wie die indischen Soldaten von der pakistanischen Armee behandelt worden seien. Medienberichten zufolge wurde einem der Männer die Kehle durchgeschnitten, der andere wurde enthauptet.

Pakistan dementiert Angriff

Die pakistanische Armee dementierte, dass es überhaupt ein Gefecht gegeben habe und indische Soldaten getötet worden seien. Die indischen Behörden seien darüber informiert worden, dass für diese Vorwürfe keinerlei Anhaltspunkte gefunden worden seien, sagte ein Verantwortlicher der Streitkräfte. Der Einsatzchef der pakistanischen Streitkräfte habe sich darüber auch mit seinem indischen Kollegen ausgetauscht.

Pakistan hatte Indien hingegen am Sonntag vorgeworfen, indische Truppen seien über die Demarkationslinie in den pakistanischen Teil Kaschmirs vorgedrungen und hätten dort einen Posten angegriffen. Dabei seien zwei Soldaten schwer verwundet worden, von denen einer später gestorben sei. Indien wies das später zurück und warf Pakistan vor, unprovoziert das Feuer eröffnet zu haben.

Pakistanische Armee bezeichnet Vorwürfe als Propaganda

Pakistan bezeichnet die neuen Vorwürfe Indiens daher als Propaganda. "Das sieht nach indischer Propaganda aus, um von dem Angriff auf einen pakistanischen Posten am Sonntag durch indische Truppen abzulenken, bei dem ein Soldat getötet wurde", sagte ein pakistanischer Armeesprecher.

Die mehrheitlich von Muslimen bewohnte Himalaya-Region Kaschmir wird sowohl von Pakistan als auch von Indien vollständig beansprucht. Seit ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 führten die beiden Nachbarstaaten bereits drei Kriege um das Gebiet. Im November 2003 schlossen Pakistan und Indien einen Waffenstillstand für die Kaschmir-Region. Er wurde weitgehend eingehalten, von beiden Seiten gab es aber hin und wieder Verstöße.

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Leserkommentare
  1. schon die gründung zweier staaten,indien und pakistan,hevorgehend aus dem ehemaligen kolonialreich britisch indien determinierte die unlösbarkeit des konfliktes um kaschmir.fast schon seherisch kämpfte mahatma ghandi gegen die teilung.indien wird niemals die un- resolution einer volksabstimmung in kaschmir zulassen,weil das ergebnis bei einer klaren mehrheit der muslimischen bevölkerung schon jetzt feststeht.der grund ist die furcht der hinduistischen mehrheit in indien,dass die indische minderheit der muslime von fast dreihundert millionen menschen,mehr als in pakistan die bevölkerung ausmacht,nach einer volksabstimmund in kaschmir mehr rechte einfordern wird,bis hin zur teilweisen sezession.keine regierung in indien würde einen solchen kurswechsel überleben.ebenso die sicht der pakistani,die nur den anschluss kaschmirs wollen.selbst eine internationalisierung kaschmirs würde eine pakistanische regierung nicht überleben.dass beide länder atomwaffen einsatzfähig vorhalten,kennzeichnet die aussichtslosigkeit einer friedlichen lösung und die feststellung des gefährlichsten krisenherdes dieser welt.

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    In Indien leben keine 300 million Muslime, sie sind sogar weniger als in Pakistan. Laut der UN Resolution von 1948 muss erst Pakistan sein Armee aus Kashmir zurückziehen bevor eine Volksabstimmung stattfinden kann.

  2. In Indien leben keine 300 million Muslime, sie sind sogar weniger als in Pakistan. Laut der UN Resolution von 1948 muss erst Pakistan sein Armee aus Kashmir zurückziehen bevor eine Volksabstimmung stattfinden kann.

    Antwort auf "unlösbarer konflikt"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, nf
  • Schlagworte Indien | Pakistan | Behörde | Propaganda | Region | Soldat
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