RaumflugIran hat nach eigenen Angaben Affen ins All geschickt

Es ist nicht der erste Affe, der ins Weltall flog. Doch es soll der erste sein, den der Iran in den Orbit schickte. Ein erster Schritt zur bemannten iranischen Raumfahrt?

Der Iran hat nach eigenen Angaben eine Rakete mit einem Affen an Bord ins Weltall geschossen. Die Rakete vom Typ Kawoschgar habe eine Höhe von mehr als 120 Kilometern erreicht und anschließend "ihre Ladung intakt zurückgebracht", meldete die amtliche Nachrichtenagentur Irna. Der staatlich kontrollierte, englischsprachige Fernsehsender Press TV berichtete, der Affe sei lebendig angekommen.

Es handele sich um eine Vorstufe für bemannte Weltraummissionen, sagten staatliche Vertreter dem Sender. Dieser soll nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bis spätestens 2020 stattfinden.

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Ein genauer Zeitpunkt für den Flug des Affen wurde nicht genannt. Den Angaben des Irans zufolge erfolgte der Start in den Tagen rund um den Geburtstag des Propheten Mohammed in der vergangenen Woche. Eine unabhängige Bestätigung für den Weltraumflug gibt es nicht. Die USA hatten bereits Anfang der sechziger Jahre mehrere Affen ins All geschossen.

Erstmals hatte der Iran im Februar 2009 einen Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Ein Jahr später wurden an Bord einer Rakete erfolgreich eine Maus, eine Schildkröte und Würmer ins All befördert. 2011 wurde der Beobachtungssatellit Rassad-1 in den Orbit geschossen. Er sei vollständig von iranischen Experten entwickelt und gebaut worden, hieß es damals.

Der Westen verdächtigt den Iran allerdings, die Raumfahrttechnik heimlich für militärische Zwecke zu nutzen. Befürchtet wird, dass die Islamische Republik Langstreckenraketen, mit denen sie Satelliten ins All bringt, zur Beförderung von Atomsprengköpfen verwenden könnte. Der Iran bestreitet das und erklärt, sein Atomprogramm diene rein zivilen Zwecken.
 

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Leserkommentare
  1. War Ahmadinejad darunter?

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    ""Affen ins All . War Ahmadinejad darunter?""

    Als promovierter Bauingenieur ist Dr. Ahamdinejad wohl 'ueberqualifiziert' fuer diesen Job :-)

    „Affen ins All - War Ahmadinejad darunter?“

    Ich versuche gerade, mir vorzustellen, wie lange dieser Kommentar überlebt hätte, enthielte er stattdessen den Namen eines israelischen Politikers. Das wäre schließlich eindeutig Antisemitismus! (Von Antiiranismus hat man dagegen noch nie etwas gehört, kann also getrost ignoriert werden.)

  2. Dann kann man ja den iranischen Wissenschaftlern zu diesem erstaunlichen Erfolg nur herzlich gratulieren .

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  3. Eine Klasse Leistung der Iraner.
    Es zeigt sich wieder einmal , dass die von Hillary Rodham hochgepriesenen 'crippling' Sanktionen doch nicht sehr viel gebracht haben.
    Alles Gute den Iranern bei ihrem Ziel dem Westen die 'Stirn' zu bieten.

    Gekürzt. Bitte verfassen Sie differenzierte Beiträge. Danke, die Redaktion/ds

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    • IAmNeda
    • 28. Januar 2013 18:43 Uhr

    die dem "Westen die Stirn bieten" möchten? Ich bin es nicht, meine Eltern sind es nicht und die meisten Menschen, die dort leben sind es ebensowenig.

    Den Iranern, denen Sie offenbar gratulieren, sind die Mullahs, deren Apparatschiks, Schergen und Lakaien im Regierungsapparat. Die Mullahs sind übrigens in den Augen der Iraner keine "Iraner", ebensowenig wie die Kadscharen. Eben weil Ihnen das wohlergehen des Volkes nicht am Herzen liegt und sie offensichtlich das Land nicht lieben. Sie lieben sich selbst, ihre vorläufige "Macht" und ihre Geldbeutel.

    Die Achämenidenkönige, Babak Khorramdin, Reza Shah Pahlavi oder auch Mossadegh waren Iraner. Also unterstehen Sie sich bitte pauschal von "den Iranern" zu sprechen, wenn sie von einer Minderheit sprechen, welche zur Zeit an der Macht ist.

    • docaffi
    • 28. Januar 2013 19:07 Uhr

    dass Press-TV ein Tröten-Sender der Mullahs ist, bestreitet mittlerweile kaum jemand:

    "Press TV gilt als Auslandssprachrohr der iranischen Mullahs, das üble Propaganda verbreitet. "

    http://www.spiegel.de/kul...

    "Ich fuer meine Person bin von diesem iranischen Nachrichtensender tief beeindruckt"

    Die Hand, die einen füttert, beisst man ja auch nicht. Wir kennen uns schon seit drei Jahren. Das ist Ihr zigstes Profil unter dem Sie hier Ihren "Einheitsbrei" verbreiten. Ihr Einsatz für die iranische Diktatur ist bewundernswert. Aber wie reitet es sich auf einem sterbenden Pferd? Schon Zukunftspläne für die Zeit "danach"?

    Grüße aus einem freien Land mit freien Medien und freier Rede.

  4. Ich habe mal gehört, dass die in Deutschland lebenden Exil-Iraner meistens zu Familien gehören, die zu Zeiten Pahlevis für dessen menschenverachtendes Regime gearbeitet haben (oder eben sonstwie Nutzniesser des Regimes waren), und die im Zuge des erfolgreichen Aufstands der iranische Bevölkerung gegen das unterdrückerische Regime sicherheitshalber das Weite gesucht haben.

    Und dass in Deutschland lebende Exil-Iraner genau deshalb fast immer unisono und lautstark gegen die iranische Regierung wettern.

    Stimmt das?

    5 Leserempfehlungen
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    • docaffi
    • 28. Januar 2013 19:17 Uhr

    "die im Zuge des erfolgreichen Aufstands der iranische Bevölkerung gegen das unterdrückerische Regime sicherheitshalber das Weite gesucht haben.

    Im Zuge des Mullah-Aufstandes hat die komplette Elite des Landes das Weite gesucht. Das kulturlose und fraueneindliche Regime der Mullahs ist ja kaum für Intelektuelle aus zuhalten.

    • IAmNeda
    • 28. Januar 2013 19:48 Uhr

    bin ich hier zur Welt gekommen und deswegen zu jung, um mit irgendwelchen Pahlavis in Verbindung zu stehen. Meine Eltern sind seit über 50 Jahren hier, wollten lediglich hier studieren und dann wieder zurück. Hatten auch nie was mit den Pahlavis zu tun. Dann ist wider erwarten Ihre so euphemistisch titulierte "Befreiungsaktion" gestartet und er hat die Situation mit mir als kleinem Knirps sondiert. Hat dann gesehen, daß da nicht zu leben ist, alles drunter und drüber geht und es in einem Affenkäfig (hallo Äffchen im All!) gesitteter und zivilisierter zugeht.

    Zweitens, was hat "Pahlvai" denn für Sie für einen negativen Beigeschmack? Mohammad Reza Shah Pahlavi, der Sohn von Reza Shah Pahlavi hat in der Tat eine Menge Mist und menschenverachtendes im Iran angestellt. Nicht so sein Vater. Befassen Sie sich bitte mit den Fakten und der Geschichte, nicht mit Propaganda, ob aus dem Iran oder aus anderen Ländern.

    Es ist am vorteilhaftesten meiner Erfahrung nach, sich selbst ein eigenens Bild zu machen und die Hintergründe zu erfahren, anstatt wie von der Tarantel gestochen alles zu kategorisieren, wie Sie es tun mit Ihrem Schubladendenken a là "Hmmm, der hat was gegen die Mullahs und etwas positives über diesen Pahlavi geschrieben, dann ist die Sache ja klar."

    Wünschen Sie dem Volk stattdessen lieber, daß es endlich wieder in Freiheit und Demokratie leben kann. Daß es sein eigener Herr ist und Bestimmer der eigenen Zukunft.

  5. Sie meinten wohl diese affenverachtende Regierung.

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    Antwort auf "Traurige Augen"
    • IAmNeda
    • 28. Januar 2013 18:43 Uhr

    die dem "Westen die Stirn bieten" möchten? Ich bin es nicht, meine Eltern sind es nicht und die meisten Menschen, die dort leben sind es ebensowenig.

    Den Iranern, denen Sie offenbar gratulieren, sind die Mullahs, deren Apparatschiks, Schergen und Lakaien im Regierungsapparat. Die Mullahs sind übrigens in den Augen der Iraner keine "Iraner", ebensowenig wie die Kadscharen. Eben weil Ihnen das wohlergehen des Volkes nicht am Herzen liegt und sie offensichtlich das Land nicht lieben. Sie lieben sich selbst, ihre vorläufige "Macht" und ihre Geldbeutel.

    Die Achämenidenkönige, Babak Khorramdin, Reza Shah Pahlavi oder auch Mossadegh waren Iraner. Also unterstehen Sie sich bitte pauschal von "den Iranern" zu sprechen, wenn sie von einer Minderheit sprechen, welche zur Zeit an der Macht ist.

    2 Leserempfehlungen
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    Ich habe mal gehört, dass die in Deutschland lebenden Exil-Iraner meistens zu Familien gehören, die zu Zeiten Pahlevis für dessen menschenverachtendes Regime gearbeitet haben (oder eben sonstwie Nutzniesser des Regimes waren), und die im Zuge des erfolgreichen Aufstands der iranische Bevölkerung gegen das unterdrückerische Regime sicherheitshalber das Weite gesucht haben.

    Und dass in Deutschland lebende Exil-Iraner genau deshalb fast immer unisono und lautstark gegen die iranische Regierung wettern.

    Stimmt das?

    • F.R.
    • 28. Januar 2013 19:23 Uhr

    schreien Sie noch lauter nach Demokratieeinführung ala Afghanistan, Syrien, Lybien... und falls Sie erhört werden, werden Sie mit Flüchtlingscamps wie solche für Afghanen in Pakistan existieren beschert... Ich kann Ihre Kurzsichtigkeit sogar Blindheit nicht verstehen und ich muss mich sogar deshalb übergeben. Ich hoffe für solchen wie sie, nach dem der Westen die Demokratisierungsphase abgeschlossen hat und alles im Schutt und Asche liegt, dass Sie noch Mut haben um den zukünftigen Waisen mit so einer vorlauten Art zu begegnen. Ich persönlich bin ein absoluter Gegner jeder religionsgebundener Regierung, jedoch bin nicht so Blind um dies zum gegebnen Zeitpunkt nach all den Kriegen in der Art wie sie das tun zur Schau zur Schau zu stellen. Die Schaden, die durch einen Krieg für das iranische Volk entstehen können, ist um das unendliche fache größer als die durch die heutige Regierung.

    ""Wer sind diese, Ihre ominösen "die Iraner",die dem "Westen die Stirn bieten" möchten?""

    Laut Umfragen mehr als 85 % der Buerger der islamischen Republik Iran

    http://www.theatlantic.co...

    ""In fact, a 2010 Rand Survey found that a whopping 87% of Iranians surveyed strongly favored the "development of nuclear energy for civilian use" and 97% believed nuclear energy to be a national right.....

    Im Uebrigen , egal wer in Iran an der Macht waere , ob Royalisten , Kommunisten , Faschisten , Sozialisten etc. , wuerde es politisch ueberleben das zivile iranische Nuklaerprogramm oder das Raumfahrtsprogramm in Frage zu stellen.

  6. ...dann wüssten Sie, dass der Affe lebendig zurückgekehrt ist.

    Ganz im Gegensatz übrigens zu "Gordo" - dem ersten Affen, den die Amerikaner in's All geschossen haben.

    Aber obwohl Sie das traurige Schicksal von Gordo jetzt vermutlich wochenlang verfolgen wird, es Sie nicht mehr überrascht, dass das amerikanische Regime Tiere quält und in den Tod schickt: Bitte fordern Sie jetzt trotzdem nicht lautstark einen Angriff auf die menschenverachtende Regierung der USA fordern.

    Das bringt doch nix. Der Affe ist schon 50 Jahre tot und wird auch nicht mehr lebendig werden. Also kümmern Sie sich lieber um ein aktuelleres Problem - z.B. um die desaströse Lage der Menschen in Palästina (Ihnen vermutlich als "Judäa und Samaria" bekannt).

    Merke: Hasbara kann auch schnell lächerlich werden, wenn man blind drauf los schreibt ohne den Artikel überhaupt gelesen zu haben.

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    Antwort auf "Traurige Augen"
  7. ""Wer sind diese, Ihre ominösen "die Iraner",die dem "Westen die Stirn bieten" möchten?""

    Laut Umfragen mehr als 85 % der Buerger der islamischen Republik Iran

    http://www.theatlantic.co...

    ""In fact, a 2010 Rand Survey found that a whopping 87% of Iranians surveyed strongly favored the "development of nuclear energy for civilian use" and 97% believed nuclear energy to be a national right.....

    Im Uebrigen , egal wer in Iran an der Macht waere , ob Royalisten , Kommunisten , Faschisten , Sozialisten etc. , wuerde es politisch ueberleben das zivile iranische Nuklaerprogramm oder das Raumfahrtsprogramm in Frage zu stellen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, AFP, tis
  • Schlagworte Iran | Mahmud Ahmadinedschad | Affe | Atomprogramm | Mohammed | Nachrichtenagentur
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