Naher OstenIsrael fliegt Luftangriff auf Konvoi in Syrien

Die israelische Armee soll einen Konvoi mit Luftabwehrraketen an der syrisch-libanesischen Grenze angegriffen haben. Offiziell bestätigt wird das nicht.

Ein israelisches Kampfflugzeug vom Typ F-15

Ein israelisches Kampfflugzeug vom Typ F-15  |  © Jack Guez/AFP/Getty Images

Die israelischen Streitkräfte haben Medienberichten zufolge an der Grenze zwischen Syrien und dem Libanon eine Fahrzeugkolonne angegriffen. Der Luftangriff habe Lastwagen mit Luftabwehrraketen russischer Bauart gegolten, meldete die israelische Zeitung Haaretz. Aus Sicherheitskreisen wurde lediglich ein Luftangriff auf syrischem Gebiet bestätigt. Nach Angaben aus der libanesischen Armee hatten allein am Dienstag 16 israelische Kampfjets den ganzen Tag über das libanesische Staatsgebiet überflogen.

Offiziell wies der Libanon die Berichte jedoch zurück. "Die Meldungen über einen israelischen Angriff an der syrisch-libanesischen Grenze entbehren jeder Grundlage", meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, solche Berichte würden grundsätzlich nicht kommentiert.

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Wegen des Bürgerkrieges in Syrien befürchtet die israelische Regierung, dass der Führung in Damaskus die Kontrolle über ihre Chemiewaffen entgleiten könnte. Am Sonntag hatte Israel erklärt, sollte es für einen solchen Kontrollverlust Anzeichen geben, sei ein Einsatz nicht auszuschließen. Auch die konventionellen Waffen Syriens werden als Bedrohung gesehen, weil sie in die Hände von islamistischen Rebellen oder Guerilla-Kämpfern der libanesischen Hisbollah geraten könnten.


Die Nachrichtenagentur AP berichtete, es habe sich bei den Luftabwehrraketen um russische Waffen vom Typ SA-17 gehandelt. Diese könnten nach Angaben aus Sicherheitskreisen in den Händen der Hisbollah die Kräfteverhältnisse entscheidend verändern.

In Syrien kämpft Präsident Baschar al-Assad seit knapp zwei Jahren gegen die Opposition. In dem Bürgerkrieg sind nach UN-Schätzungen mehr als 60.000 Menschen ums Leben gekommen. Auf Seite der Rebellen kämpfen auch Islamisten, die das Existenzrecht Israels infrage stellen. Die syrische Hauptstadt Damaskus ist nur 50 Kilometer von den Golanhöhen entfernt, die Israel besetzt hat.
 

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Leserkommentare
  1. können Sie sich in diesem fall .... na Sie wissen schon.

    aber darum geht es nicht. sondern darum, dass Israel mal wieder die falsche politik macht.
    statt sich endlich als teil des NO zu begreifen, haut man ihn in klump.

    bleibt nur zu hoffen, dass die welt mit den flüchtlingen aus Israel gnädiger umgehen wird als Israel mit den flüchtlingen, die dort gern schutz suchen würden.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Klare Antwort"
  2. Zuerst kommt die Ablenkung: Militärkonvoi an der syr.-liban. Grenze. Dann kurz darauf, wird eine klitzekleine Meldung im News-Teil versteckt:
    http://www.zeit.de/news/2...
    Dabei hat Debka Files schon gegen 20.30 Uhr diesen ausführlichen Artikel gebracht:

    "Syria: Israeli jets strike Jamaraya arms depot near Damascus leaving casualties"
    http://www.debka.com/arti...

    unten heisst es weiter:
    "...By publishing the Israeli air raid, Bashar Assad seems to be treating it with all the seriousness of an act of war. His next step may well be to fight back..."

    Gute Nacht Weltfrieden.

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    • Wombel
    • 31. Januar 2013 6:42 Uhr

    Hat Israel nun dem Libanon den Krieg erklärt oder Sysien und der Libanon hat Israel Überflugrechte eingeräumt?

    Oder ist wieder so eine Aktion nach Art der USA nach belieben Grenzen und Völkerrechte zu Ignorieren und einfach mal drauflos zu Bomben wie man gerade will?

    2 Leserempfehlungen
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    See "self-defense against an imminent or actual attack" !

  3. @Senckbley

    "Für UN-Resolutionen gegen Israel finden sich immer schnell Mehrheiten auf Druck islamischer Staaten, ..."

    Das ist der Punkt! Während UNIFIL trotz robustem(!) Mandat (sic!) nicht in der Lage ist, Hezbollah zu entwaffnen/Nachschub für die Terroristen auszuschließen, die UN als Mandatgeber in diesem Fall (Israel) jedoch nichts als unhaltbare Kritik am "Siedlungsbau" zustande bekommt, ist der ganze Laden UN/UNSC schlicht überflüssig. Sollte man einfach abschaffen! ;-)

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    Antwort auf "UNIFIL"
  4. See "self-defense against an imminent or actual attack" !

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    • Wombel
    • 31. Januar 2013 21:04 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Vergleiche. Danke, die Redaktion/ls

    • Wombel
    • 01. Februar 2013 12:10 Uhr

    -Selbsverteidigung vor einem drohenden oder tatsächlichen bewaffneten Angriff durch nichtstaatliche Akteure - heist ja nicht anderes als das jedes Land das Recht haben soll wenn es sich bedroht fühlt Militärische Angriffe in anderen Ländern durchzuführen ohne Kriegserklärung.

  5. [..]
    Und an die Friedensfreunde noch mal die Erinnerung:

    Syrien und Libanon befinden sich im Krieg mit Israel. Der Zustand dauert schon ein paar Jahrzehnte an. Und raten Sie mal, wer da wem den Krieg erklärt hat.

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

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    Antwort auf
    • Wombel
    • 31. Januar 2013 21:04 Uhr
    31. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Vergleiche. Danke, die Redaktion/ls

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

  6. 32. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "[...]"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, AFP, tis
  • Schlagworte Hisbollah | AP | Bürgerkrieg | Hauptstadt | Israel | Nachrichtenagentur
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