Frankreichs Militärintervention: Das Mali-Abenteuer
Frankreich hat sich den Islamisten in Mali in den Weg gestellt. Werden die Kämpfe wirklich nur wenige Wochen dauern, wie es der Präsident verspricht? Von Carsten Luther
© Romaric Ollo Hien/AFP/GettyImages

Kämpfer der Islamistengruppe Mujao im malischen Gao
In den Konflikt zwischen Regierungstruppen und Islamisten in Mali hat sich seit Freitag Frankreich mit Kampfflugzeugen und mehreren Hundert Soldaten eingeschaltet. Nach malischen Angaben wurden die Aufständischen aus Gao, Kidal und Timbuktu vertrieben. Andererseits haben die Rebellen in einigen Gebieten auch an Boden gewonnen.
Warum hat Frankreich gerade jetzt militärisch eingegriffen?
Den Norden Malis kontrollieren seit Monaten mehrere, teils islamistische Rebellengruppen. Die Angst, das Land könne außerhalb staatlicher Kontrolle zu einem neuen Rückzugsgebiet für Terroristen werden, verschaffte dem Konflikt in Mali von Beginn an internationale Aufmerksamkeit. Doch vor einer militärischen Intervention, zumal geführt von einem nicht-afrikanischen Land, schreckten westliche Länder lange zurück. Frankreich und auch die USA hatten sich zwar offen dafür gezeigt, die Initiative sollte in ihren Augen aber unbedingt afrikanische Staaten ergreifen, am besten Mali selbst.
Der westafrikanische Ecowas-Block fuhr in dieser Lage zweigleisig: Beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen warb er für eine Militärmission, die zwar beschlossen wurde, deren Realisierung sich aber noch Monate hätte hinziehen können. Experten zweifelten an den Fähigkeiten der Afrikaner, ungeklärt war auch, wer den Einsatz finanzieren sollte. Gleichzeitig sprachen Unterhändler mit Teilen der Aufständischen, bis zuletzt aber ohne Erfolg.
Als islamistische Kämpfer nun weiter auf den Süden vorrückten, sah sich Frankreich gezwungen, schnell zu handeln – auch auf Bitten der malischen Übergangsregierung und weil im Süden des Landes rund 6.000 Franzosen leben. Mit den Angriffen auf die Islamisten riskiert die französische Regierung auch das Wohlergehen von Geiseln, die Al-Kaida-nahe Gruppen in mehreren afrikanischen Ländern gefangen halten; einen Zusammenhang zu einer missglückten Befreiungsaktion in Somalia weist Frankreich jedoch zurück.
© ZEIT ONLINE

Bewaffnete islamistische Gruppen kontrollieren den Norden Malis und kämpfen gegen Regierungstruppen. Aus Angst vor einem neuen Rückzugsgebiet für Terroristen hat Frankreich nun in den Konflikt eingegriffen.
Wie sind die Rebellengruppen ausgestattet?
Die verschiedenen Gruppen sollen zusammen rund 3.000 Kämpfer haben, die bestens ausgestattet und erfahren im Wüstenkrieg sind. Sie kennen die Gegend gut und dürften über ausreichend geländegängige Fahrzeuge verfügen, auf deren Ladeflächen teils schwere Waffen montiert sind. Auf die größten finanziellen Mittel kann sich der Al-Kaida-Ableger Aqmi stützen, dessen Mitglieder in der Region seit Langem ihr Geld mit Drogenschmuggel, Menschenhandel und Entführungen verdienen. Experten sprechen von Millioneneinnahmen, die jetzt auch dazu dienen könnten, ausländische Dschihadisten als Söldner zu bezahlen.





Dieser Krieg wir mit Sicherheit keine 2 oder 3 Wochen dauern!
Es wird ein länger Krieg werden mit hohen zivilen Opfer!
Frankreich sollte seine eigene Sicherheit nicht aufs Spiel setzen nur um post koloniale Traumvorstellung wieder zum Leben zu erwecken.
Mein Beileid an die Bevölkerung Malis. Und mein Beileid an die Völker Afrikas die an die post-kolonialen Mächte Europas immer noch zu leiden haben!!
Es ist unverständlich wie viele Menschen immer noch an die alten Propagandatricks Frankreichs glauben. Mali wird rekolonialisiert, begründet mit Al Quaida, viele Menschen in Mali sterben durch französische und britische Angriffe. Mali zahlt diese Intervention mit ihren Naturressourcen. Das Land wird ausgebeutet und geht Pleite. Mit Hilfe des Westens hat damit absolut nicht zu tun. Moralisch lässt sich diese Unterstützung nicht begründen? Der Eingriff ins innere Angelegenheit fremde Länder müssen durch die UNO legitimiert werden. Bis heute könnte ich keine Legitimation der UNO feststellen. Es geht hier nur um die Interessen Europa. Afrika wird nie zur Ruhe kommen. Es geht nach den Stärkeren und nicht wer Recht hat.
ob Frankreich Samthandschuhe anzieht. Das Gebiet, um das es geht, ist Wüste, ideales Gelände für Luftwaffe. Es gibt keine Möglichkeit, sich zu verstecken, nicht am Tag bei wolkenlosem Himmel und nicht bei Nacht vor Nachtsicht- und Wärmebildgeräten. Flak, die der französischen Luftwaffe gefährlich werden könnte, ist bisher auch nicht aufgetaucht. Also geht es wie in Libyen. Die Rebellen werden, wenn sie die ersten Luftangriffe abbekommen haben, sehr schnell nach dem einzigen Schutzschild greifen, den sie haben: Zivilisten. Je mehr die Franzosen auf die Zivilisten Rücksicht zu nehmen versuchen, desto länger dauert es. Das war schon in Libyen so. Mit Flächenbombardements wäre die Sache in einer Woche erledigt, aber das will glücklicherweise keiner. Die "erfahrenen Wüstenkämpfer" sind vielleicht ein Problem für die desolate malische Armee, aber sicher nicht für die Fremdenlegion.
Dann wird die liebe gute Fremdenlegion moeglicherweise recht alt aussehen. Und der Krieg koennte nicht nur 2 oder 3 Wochen dauern, sondern 20 oder 30 Jahre.
Die Bundeswehr koennte unter Umstaenden Frankreich nicht nur mit ein paar Ausbildern und 2 Transall auhelfen muessen, sondern mit mehreren Divisionen.
Wieviel zusaetzliche Soldaten aus Deutschland braucht Frankreich, um flaechendeckend Kindergaerten, Schulen, Einkaufszentren, U-bahnstationen, Dorffeste, Strassen, Banken und Verwaltungszentren zu schuetzen, falls die Islamisten massiv zurueckschlagen, und zwar in Frankreich, wie sie selbst bereits angekuendigt haben? Waeren 100,000 Mann genug, oder duerfen es auch ein paar mehr sein, um zusaetzlich auch noch Kirchen, Synagogen und Moscheen zu sichern, Maerkte, Altersheime, Krankenhaeuser und andere Orte, an denen sich schutzlose Menschen aufhalten?
Monsieur Hollande hat den Feldzug gegen die Islamisten geausogut vorbereitet wie Napoleon den seinigen gegen Russland. Am Ende war das l'Empire vernichtet.
Assymetrische Kriegsfuehrung ist dabei das Stichwort. Franzoesische Hubschrauber und die Genfer Konvention auf der einen Seite, bewaffnete Zivilisten und religioeser Fanatismus auf der anderen Seite: die Chancen fuer Frankreich, aus dem Schlamassel noch heil herauszukommen, stehen schlecht.
Schon im Algerienkrieg vor 50 Jahren, militaerisch eigentlich fast gewonnen, wurde Frankreich an der Heimatfront besiegt, durch Terror.
Dann wird die liebe gute Fremdenlegion moeglicherweise recht alt aussehen. Und der Krieg koennte nicht nur 2 oder 3 Wochen dauern, sondern 20 oder 30 Jahre.
Die Bundeswehr koennte unter Umstaenden Frankreich nicht nur mit ein paar Ausbildern und 2 Transall auhelfen muessen, sondern mit mehreren Divisionen.
Wieviel zusaetzliche Soldaten aus Deutschland braucht Frankreich, um flaechendeckend Kindergaerten, Schulen, Einkaufszentren, U-bahnstationen, Dorffeste, Strassen, Banken und Verwaltungszentren zu schuetzen, falls die Islamisten massiv zurueckschlagen, und zwar in Frankreich, wie sie selbst bereits angekuendigt haben? Waeren 100,000 Mann genug, oder duerfen es auch ein paar mehr sein, um zusaetzlich auch noch Kirchen, Synagogen und Moscheen zu sichern, Maerkte, Altersheime, Krankenhaeuser und andere Orte, an denen sich schutzlose Menschen aufhalten?
Monsieur Hollande hat den Feldzug gegen die Islamisten geausogut vorbereitet wie Napoleon den seinigen gegen Russland. Am Ende war das l'Empire vernichtet.
Assymetrische Kriegsfuehrung ist dabei das Stichwort. Franzoesische Hubschrauber und die Genfer Konvention auf der einen Seite, bewaffnete Zivilisten und religioeser Fanatismus auf der anderen Seite: die Chancen fuer Frankreich, aus dem Schlamassel noch heil herauszukommen, stehen schlecht.
Schon im Algerienkrieg vor 50 Jahren, militaerisch eigentlich fast gewonnen, wurde Frankreich an der Heimatfront besiegt, durch Terror.
Dann wird die liebe gute Fremdenlegion moeglicherweise recht alt aussehen. Und der Krieg koennte nicht nur 2 oder 3 Wochen dauern, sondern 20 oder 30 Jahre.
Die Bundeswehr koennte unter Umstaenden Frankreich nicht nur mit ein paar Ausbildern und 2 Transall auhelfen muessen, sondern mit mehreren Divisionen.
Wieviel zusaetzliche Soldaten aus Deutschland braucht Frankreich, um flaechendeckend Kindergaerten, Schulen, Einkaufszentren, U-bahnstationen, Dorffeste, Strassen, Banken und Verwaltungszentren zu schuetzen, falls die Islamisten massiv zurueckschlagen, und zwar in Frankreich, wie sie selbst bereits angekuendigt haben? Waeren 100,000 Mann genug, oder duerfen es auch ein paar mehr sein, um zusaetzlich auch noch Kirchen, Synagogen und Moscheen zu sichern, Maerkte, Altersheime, Krankenhaeuser und andere Orte, an denen sich schutzlose Menschen aufhalten?
Monsieur Hollande hat den Feldzug gegen die Islamisten geausogut vorbereitet wie Napoleon den seinigen gegen Russland. Am Ende war das l'Empire vernichtet.
Assymetrische Kriegsfuehrung ist dabei das Stichwort. Franzoesische Hubschrauber und die Genfer Konvention auf der einen Seite, bewaffnete Zivilisten und religioeser Fanatismus auf der anderen Seite: die Chancen fuer Frankreich, aus dem Schlamassel noch heil herauszukommen, stehen schlecht.
Schon im Algerienkrieg vor 50 Jahren, militaerisch eigentlich fast gewonnen, wurde Frankreich an der Heimatfront besiegt, durch Terror.
Juristisch ist niemand überfallen worden! Die rechtmäßige Regierung Malis hat Frankreich und die beteiligten Nachbarstaaten schriftlich um Hilfe gebeten. Das sind SOUVERÄNE Akte der Staaten und verletzen nicht das Völkerrecht. Damit muss die UNO in diesem Fall nicht beteiligt werden!
Lesen Sie einfach die Studie „Militärische Intervention als Problem des Völkerrechts“. Sie wurde herausgegeben von der österreichischen Landesverteidigungsakademie Wien/Büro für Sicherheitspolitik. Unter Punkt 2.3 wird das bewaffnete Eingreifen auf Ersuchen diskutiert.
http://www.bmlv.gv.at/pdf...
Aber die UNO wurde bereits beteiligt und hat sich in der Resolution 2085 für eine Befreiung Nordmalis ausgesprochen.
http://www.ag-friedensfor...
Der UNO-Sonderbeauftragte für die Sahelzone, Romano Prodi, verteidigte das militärische Engagement Frankreichs in Mali. "Frankreich hat auf Basis einer breiten Übereinstimmung eingegriffen", sagte Prodi am Sonntag (http://derstandard.at/135...).
Obwohl die UNO nicht erforderlich ist, wird sie auch weiterhin beteiligt bleiben. Sie können also beruhigt sein, dass alle Maßnahmen rechtlich korrekt verlaufen. Die Franzosen sind doch nicht dumm!
(Wenn Russland, China, die AU oder sonst ein Staat der Welt nicht protestieren, dann müssen wir es in diesem Forum auch nicht tun!)
' Die rechtmäßige Regierung Malis...'
Meinen Sie damit die Putschisten?
Mali hat genausoviel eine stabile, funktionierende Regierung und Militaerfuehrung wie Somalia und Legoland eine haben.
Aber auch Franzosen sind der Aufgabe nicht gewachsen.
Frankreich hat schon am ersten Tag seiner Offensive 2 Hubschrauber verloren, und die Initiative. Auch wenn jetzt immerhin starke Panzerkolonnen und Eliteverbaende der Franzosen zur Verstaerkung eilen, gaube ich, dass dieser Krieg nicht auf dem offenen Schlachtfeld entschieden wird.
Minen, Selbtsmordattentaeter und die Wueste selbst werden Frankreichs Gegnern genuegend Raum zum Atmen verschaffen, um in der Bevoelkerung Schutz zu finden, oder ins benachbarte Ausland zu entkommen, so wie wir es schon in Afghanistan gesehen haben. Dort hat eine Streitmacht, die ueber wesentlich bessere Ressourcen verfuegt als Francois Hollandes zusammengewuerfelte Truppe, bislang tausende von Soldaten im Kampf verloren, meist im Hinterhalt oder durch Strassenbomben.
Monsieur Hollande wird sich solche Verluste nicht leisten koennen.
' Die rechtmäßige Regierung Malis...'
Meinen Sie damit die Putschisten?
Mali hat genausoviel eine stabile, funktionierende Regierung und Militaerfuehrung wie Somalia und Legoland eine haben.
Aber auch Franzosen sind der Aufgabe nicht gewachsen.
Frankreich hat schon am ersten Tag seiner Offensive 2 Hubschrauber verloren, und die Initiative. Auch wenn jetzt immerhin starke Panzerkolonnen und Eliteverbaende der Franzosen zur Verstaerkung eilen, gaube ich, dass dieser Krieg nicht auf dem offenen Schlachtfeld entschieden wird.
Minen, Selbtsmordattentaeter und die Wueste selbst werden Frankreichs Gegnern genuegend Raum zum Atmen verschaffen, um in der Bevoelkerung Schutz zu finden, oder ins benachbarte Ausland zu entkommen, so wie wir es schon in Afghanistan gesehen haben. Dort hat eine Streitmacht, die ueber wesentlich bessere Ressourcen verfuegt als Francois Hollandes zusammengewuerfelte Truppe, bislang tausende von Soldaten im Kampf verloren, meist im Hinterhalt oder durch Strassenbomben.
Monsieur Hollande wird sich solche Verluste nicht leisten koennen.
Al Quaida in Maghreb
So benutzen es auch die Franzosen von France 24 in der englischsprachigen Grafik zur detaillierten Gefechtslage:
http://www.france24.com/e...
Wegen Achim --> AKIM --> AQIM findet sich sogar eine Eselsbrücke. :-)
Also eigentlich kann man ja beides benutzen.
Der Schwachpunkt des Konfliktes sind die offenen Grenzen zu Mauretanien, Algerien und Niger. Wenn diese Regierungen sich nicht der UN-Mission anschließen, können die islamistischen Kämpfer über diese Grenzen ausweichen. Damit verlagert sich das Problem in einen Zustand der vorher schon existierte. Die „Rebellen“ werden wieder Kriminelle. Aber es können politische Lösungen in Mali aufgenommen werden.
Die Bewaffnung der Islamisten ist nicht besser als von Gaddafi, weil sie keine Luftwaffe oder hochwertige Luftabwehr haben. Die Bodentruppen werden also entscheiden.
Die Islamisten haben 3.000 Kämpfer. Die Franzosen verlagern gerade 2.500 Mann mit Panzern und Transportern nach Mali (http://derstandard.at/135...). Die ECOWAS soll 3.300 Mann stellen. Und hinzu kommen die Tuareg im Norden Malis, oh Wunder! Sie wollen die „Arbeit am Boden“ machen, wie sie ankündigten (http://derstandard.at/135...).
60%-70% der Bevölkerung waren schon geflohen, weitere 30.000 sind auf der Flucht nach Süden. Das wird also ganz überschaubar.
BRD und EU sollten sich darauf einstellen, dass sie in ein paar Wochen die Demokratisierung Malis forcieren müssen, weil dort einiges im Argen liegt! Nicht dass Westerwelle wieder in Grübeln kommt!
http://www.boell.de/downl... 17 Seiten empfohlen
http://library.fes.de/pdf..., 26 Seiten ???
Unterschiede zwischen Libyen und Mali gibt es zuhauf:
1. Bei der Operation Ellamy konnten sich die Westmaechte auf die Schlagkraft Amerikas stuetzen. Dagegen fehlt diese in Mali.
2. Die franzoesischen Streitkraefte in Libyen waren See- und Luftgestuetzt. Dank guter Vorarbeit durch amerikanische Cruise missiles fuer Gadhafis Militaer unerreichbar. Die Franzosen werden ihre kleinen Helikopter und Panzerfahrzeuge direkt in die Falle gutbewaffneter Freischaerler hineinfahren.
3. Die Gegner der Franzosen sind wuestenerfahren, zum Teil hervorragend ausgebildet, und ideologische Fanatiker. Die Streitkraefte Gadhafis bestanden aus Soeldnern und Wehrpflichtigen.
4. Die ECOWAS koennte zum Klotz am Bein werden, mit all den verschiedenen Uniformen afrikanischer Militaers. Vor allem wenn die Islamisten deren Uniformen anziehen, und dann auf die Franzosen schiessen.
5. Zu erwarten ist auch, dass die Touareg sich vielleicht mit den Franzosen arrangieren koennten, aber nicht mit den Suedmaliern, und anderen Truppen der ECOWAS. Dann schiessen auf einmal die Alliierten aufeinander, und die Islamisten schiessen auf alle.
...zum Thmea Mail!
Wenn man sich dann mal etwas damit beschäftigt, dann stellt man schnell fest, dass das Land einfach riesig groß ist.
Mirage müssen für hin- und zurück zu den "Hochburgen" der Islamisten "im Norden" ein bis zweimal aufgetankt werden, gemeint ist dann eher der Osten.
Die "Stadt Aghabo" bei Kidal dürfte ein Lehmhüttendorf mit deutlich unter 4000 Einwohnern sein, irgendwelche Rückszugsbiete im wirklichen Norden sind weder mit Kampfflugzeugen noch mit Radfahrzeugen zu erreichen, bei Google-Earth kann man sich leicht einen Eindruck verschaffen, der Feind müsste dort in den ungeheuren Weiten auch zunächst mal gefunden werden.
Nein, militärisch dürfte dieser Krieg in Mali nicht zu gewinnen sein, vielleicht wird er in Europa, in Frankreich entschieden, vielleicht zermürben sich die Völker Afrikas aber auch gegenseitig in nicht enden wollenden Konflikten, wie sie in vorkolonialer Zeit verbreitet waren (Quelle: Fischer Weltgeschichte, Bd.32, Afrika)
Geschlossene Grenzen sind nur für eine reguläre Armee ein Hindernis, für Terroristen, Islamisten und Freischärler nicht. Schwere Waffen werden über die wenigen immer vorhandenen freien Wege geliefert. Ölgeld ist genug vorhanden.
Der Nachteil ist, Mali ist ein Binnenland. Nachschub für Frankreich kann nur durch die Luft erfolgen.
Inwieweit die ECOWAS Staaten mit Frankreich und Alliierten
zusammen arbeiten ist mir unbekannt.
Wenn der Krieg länger dauert werden auch Flugabwehrraketen auftauchen.
Der Transport im Flugzeug dauert maximal 3 Tage.
Die Anzahl der Kämpfer könnte so sein, kann sich aber schnell verändern.
Vor allem werden kleinere Terrortruppen verteilte Angriffe auf größere Orte starten.
Wie groß der Zulauf aus der benachteiligten Bevölkerung ist, ist offen.
Die Zentralregierung bzw. der Staat hat keine Ideologie (Nation, Religion, Weltanschauung) mit der sie ihre Bevölkerung motivieren könnte.
Die Tuareg sollten einen eigenen Staat bekommen, für alles andere ist es jetzt zu spät.
Mit Demokratisierung sind wir schon oft gescheitert. Es muss eine stabile, freie, akzeptierte Regierung geschaffen werden. Das ist eigentlich der schwierigste Teil und dauert lange.
Denn inzwischen wissen wir, man kämpft nicht nur mit Waffen.
In Anbetracht der Realitäten ist mein Wunsch ein reformierter, friedlicher, säkularisierter Islam er könnte ein Stabilitätsfaktor sein. Leider hat die Türkei meine Hoffnungen diesbezüglich enttäuscht.
Unterschiede zwischen Libyen und Mali gibt es zuhauf:
1. Bei der Operation Ellamy konnten sich die Westmaechte auf die Schlagkraft Amerikas stuetzen. Dagegen fehlt diese in Mali.
2. Die franzoesischen Streitkraefte in Libyen waren See- und Luftgestuetzt. Dank guter Vorarbeit durch amerikanische Cruise missiles fuer Gadhafis Militaer unerreichbar. Die Franzosen werden ihre kleinen Helikopter und Panzerfahrzeuge direkt in die Falle gutbewaffneter Freischaerler hineinfahren.
3. Die Gegner der Franzosen sind wuestenerfahren, zum Teil hervorragend ausgebildet, und ideologische Fanatiker. Die Streitkraefte Gadhafis bestanden aus Soeldnern und Wehrpflichtigen.
4. Die ECOWAS koennte zum Klotz am Bein werden, mit all den verschiedenen Uniformen afrikanischer Militaers. Vor allem wenn die Islamisten deren Uniformen anziehen, und dann auf die Franzosen schiessen.
5. Zu erwarten ist auch, dass die Touareg sich vielleicht mit den Franzosen arrangieren koennten, aber nicht mit den Suedmaliern, und anderen Truppen der ECOWAS. Dann schiessen auf einmal die Alliierten aufeinander, und die Islamisten schiessen auf alle.
...zum Thmea Mail!
Wenn man sich dann mal etwas damit beschäftigt, dann stellt man schnell fest, dass das Land einfach riesig groß ist.
Mirage müssen für hin- und zurück zu den "Hochburgen" der Islamisten "im Norden" ein bis zweimal aufgetankt werden, gemeint ist dann eher der Osten.
Die "Stadt Aghabo" bei Kidal dürfte ein Lehmhüttendorf mit deutlich unter 4000 Einwohnern sein, irgendwelche Rückszugsbiete im wirklichen Norden sind weder mit Kampfflugzeugen noch mit Radfahrzeugen zu erreichen, bei Google-Earth kann man sich leicht einen Eindruck verschaffen, der Feind müsste dort in den ungeheuren Weiten auch zunächst mal gefunden werden.
Nein, militärisch dürfte dieser Krieg in Mali nicht zu gewinnen sein, vielleicht wird er in Europa, in Frankreich entschieden, vielleicht zermürben sich die Völker Afrikas aber auch gegenseitig in nicht enden wollenden Konflikten, wie sie in vorkolonialer Zeit verbreitet waren (Quelle: Fischer Weltgeschichte, Bd.32, Afrika)
Geschlossene Grenzen sind nur für eine reguläre Armee ein Hindernis, für Terroristen, Islamisten und Freischärler nicht. Schwere Waffen werden über die wenigen immer vorhandenen freien Wege geliefert. Ölgeld ist genug vorhanden.
Der Nachteil ist, Mali ist ein Binnenland. Nachschub für Frankreich kann nur durch die Luft erfolgen.
Inwieweit die ECOWAS Staaten mit Frankreich und Alliierten
zusammen arbeiten ist mir unbekannt.
Wenn der Krieg länger dauert werden auch Flugabwehrraketen auftauchen.
Der Transport im Flugzeug dauert maximal 3 Tage.
Die Anzahl der Kämpfer könnte so sein, kann sich aber schnell verändern.
Vor allem werden kleinere Terrortruppen verteilte Angriffe auf größere Orte starten.
Wie groß der Zulauf aus der benachteiligten Bevölkerung ist, ist offen.
Die Zentralregierung bzw. der Staat hat keine Ideologie (Nation, Religion, Weltanschauung) mit der sie ihre Bevölkerung motivieren könnte.
Die Tuareg sollten einen eigenen Staat bekommen, für alles andere ist es jetzt zu spät.
Mit Demokratisierung sind wir schon oft gescheitert. Es muss eine stabile, freie, akzeptierte Regierung geschaffen werden. Das ist eigentlich der schwierigste Teil und dauert lange.
Denn inzwischen wissen wir, man kämpft nicht nur mit Waffen.
In Anbetracht der Realitäten ist mein Wunsch ein reformierter, friedlicher, säkularisierter Islam er könnte ein Stabilitätsfaktor sein. Leider hat die Türkei meine Hoffnungen diesbezüglich enttäuscht.
Ich empfehle eine Analyse:
http://www.boell.de/downl... 17 Seiten
Nicht alle Tuareg wollen die Unabhängigkeit, es gibt auch unter ihnen verschiedene Meinungen. Es gibt auch andere Regionen, die sich von Bamako vernachlässigt fühlen. Aber wenn es Waffengewalt gab, dann waren es immer Tuareg! Da haben Sie recht.
Aber seit die Franzosen in Mali sind, kündigen die Tuareg an, dass sie die „Arbeit am Boden“ machen wollen (http://derstandard.at/135...). Sie sind derzeit nicht glücklich mit den Islamisten.
Im Gegensatz zu Afghanistan war Mali vorher eine Demokratie. Sie hat aber Schwächen und kann verbessert werden. Dabei sollte die BRD und EU helfen! Diese Aufgabe ähnelt eher der Situation Libyen, als der Situation in Tunesien oder Ägypten. Nur das Mali viel ärmer als Libyen ist.
Hoffentlich scheitern Westerwelle und Niebel nicht. Aber die werden ja im Herbst ersetzt!
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