Im Militäreinsatz gegen islamistische Rebellen in Mali erhält Frankreich Unterstützung von weiteren westlichen Staaten. Die britische Regierung kündigte am Samstagabend an, logistische Hilfe zu leisten. Demnach sollen Flugzeuge zur Verfügung gestellt werden, um Truppen und Ausrüstung nach Mali zu transportieren. Britische Soldaten würden sich jedoch nicht am Kampfeinsatz beteiligen, teilte ein Sprecher mit.

Die Unterstützung hätten der britischen Premier David Cameron und Frankreichs Präsident François Hollande in einem Telefongespräch vereinbart. Beide Politiker seien sich darin einig gewesen, dass die afrikanischen Staaten und ihre internationalen Partner eng zusammenarbeiten müssten, um die "Entstehung eines neuen sicheren Hafens für Terroristen an der Schwelle zu Europa" zu verhindern.

Wie die Washington Post berichtete, hat auch die US-Regierung militärische Unterstützung angeboten. So könnten amerikanische Aufklärungsdrohnen in Mali zum Einsatz kommen, hieß es unter Berufung auf einen Regierungsvertreter. Aus französischen Regierungskreisen hieß es, diese könnten bei der großflächigen räumlichen Überwachung im Norden Malis helfen.

Auch Bundesregierung erwägt laut Zeitungsbericht Hilfe

Die Bundesregierung könnte einem Zeitungsbericht zufolge ebenfalls logistische Hilfe bereitstellen. Ob deutsche Hilfe in Betracht komme, werde geprüft, wenn die Eckdaten einer afrikanischen Mission feststünden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Deutschland unterstütze "die vom UN-Sicherheitsrat genehmigte Aufstellung einer afrikanischen Unterstützungsmission für die Sicherheit und Integrität Malis".

In Frankreich wurde unterdessen die Sicherheitsstufe im Land erhöht. Hollande teilte am Samstagabend mit, dass der Schutz von Regierungsgebäuden sowie des öffentlichen Nahverkehrs verstärkt werde. Zugleich verkündete er erste Erfolge des Einsatzes. Die Luftwaffe habe die vermutlich von Al-Kaida-Kämpfern geführten Islamisten zum Rückzug aus der Stadt Kona im Landesinneren gezwungen. "Wir haben unsere Gegner gestoppt und ihnen schwere Verluste zugefügt", sagte er. Ein französischer Hubschrauberpilot sei bei den Gefechten ums Leben gekommen. 

Hollande betonte, dass Frankreichs Einsatz "noch nicht beendet" sei. Aufgabe sei nun, den Weg für den Einsatz einer afrikanischen Eingreiftruppe, die vom UN-Sicherheitsrat genehmigt wurde, zu ebnen. Französische Soldaten unterstützen seit Freitag die malische Armee in ihrem Kampf gegen die Islamisten.