Mali-EinsatzFranzösische und malische Truppen besetzen Timbuktu

Die von Frankreich angeführte Offensive in Mali macht Fortschritte: Die Truppen haben Timbuktu eingenommen. Seit der Nacht patroullieren sie durch die Stadt.

Ein malischer Soldat an einem Kontrollpunkt nahe Sévaré

Ein malischer Soldat an einem Kontrollpunkt nahe Sévaré  |  © Fred Dufour/AFP/Getty Images

Französische und malische Streitkräfte haben die Kontrolle über die Wüstenstadt Timbuktu erlangt. Dies verkündete der Präsident Malis per Twitter und bestätigte damit Medienberichte. Seit der Nacht, heißt es von offizieller Seite, würden Truppen die Stadt durchkämmen.

Zuvor hatte bereits Al Jazeera berichtet, dass die alliierten Streitkräfte Timbuktu erreicht und den Flughafen besetzt hätten. Ein Reporter, der die französische Armee begleitet, berichtete davon am Sonntagabend direkt vom Rollfeld des Airports. "Der nächste Schritt ist, in die Innenstadt von Timbuktu einzurücken, vielleicht in den frühen Morgenstunden", sagte er.

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Kidal noch in Islamistenhand

Mit der Einnahme von Timbuktu macht die von Frankreich angeführte Offensive gegen die Dschihadisten einen weiteren Fortschritt. Erst am Samstag hatten die Truppen die Stadt Gao unter ihre Kontrolle gebracht. Von den drei größeren Städten im Norden des Landes, die die Rebellen erobert hatten, kontrollieren diese damit nur noch Kidal.

Die französische Luftwaffe unterstützte den Vormarsch. Am Wochenende hätten Kampfflugzeuge etwa 20 Angriffe in den Regionen von Gao und Timbuktu geflogen, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit.

Timbuktu ist ein Labyrinth aus antiken Moscheen, Monumenten und Lehmziegel-Häusern. Im vergangenen Jahr hatten die Islamisten viele der zum Weltkulturerbe gehörenden antiken Mausoleen zerstört. Das löste weltweite Proteste aus.

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Leserkommentare
  1. Frankreich hat zwei Gründe für einen Krieg in Mali.

    Welcher von den beiden ist in Wahrheit nur der Anlass?
    http://www.manager-magazi...

    US-Stellvertreterkrieg des Nato-Partners und Neokolonialisten Frankreich.

    Den us-amerikanischen militärisch-industriellen Komplex mag es freuen, fällt schlussendlich auch wieder geburtenkontrollierende panzerbrechende Uranmunition ab, so wie man sie im Irak eingesetzt hat.

    Spätestens dann, wenn Frankreich seine abgebrannten Brennstäbe "weiterverwertet".

    3 Leserempfehlungen
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    Ist Frankreich von sich aus in Mali einmaschiert oder wurde es um Unterstützung gebeten...?! Frankreich hatte schon >vor< dem Eingreifen genügend Einfluss und wäre deutlich günstiger und ohne Krieg an Uran, Gild etc gekommen! Ausserdem sind es Länder wie Kanada, China die in Mali bereits stark vertreten sind wärend Frankreich mehr im Niger seine Geschäfte am laufen hat! Und davon abgesehen, was ist sinnvoller, eine solide Regierung oder islamistische Gruppierungen die mit Bodenschätzen handeln? Zum jetzigen Zeitpunkt ist vorrangig dass der Bevölkerung geholfen wird, und das ist unbestreitbar der Fall! Ob Frankreich sich überhaupt die Taschen füllt steht noch nicht einmal fest, und wenn am Ende doch noch wirtschaftliche Geschäfte zustande kommen hatten alle etwas davon! Wer nicht total ignorant ist, würd das auch verstehen!
    Aber diese Verschwörungstheorien sind schon etwas feines, lenken sie doch prima von den eigenen Problemen ab :)
    Es ist faszinierend das nur in Deutschland soviel negative Kommentare geäussert werden, und sich vor allem an der Propaganda der Ägypter und Saudis orientiert ... ;)

    Hier ein Beispiel für Verschwörungspraxis:

    http://www.flickr.com/pho...

    Da wurden die "Islamisten" von Brzezinski "gross gemacht" ....

    [...]

    Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Danke, die Redaktion/ls

    Sie sind wirklich unverbesserlich. Was treibt Sie, den von allen Seiten unterstützen Mali-Einsatz mit sämtlich an den Haaren herbeigezogenen Mitteln madig zu machen? Es ist mir ein Rätsel..

    Benins Präsident Boni Yayi im ZEIT ONLINE - Interview:

    "Frankreichs Präsident François Hollande hat zum richtigen Zeitpunkt den Mut zur Intervention bewiesen: Während die Islamisten vorrückten, war in Mali und in der Ecowas eine große Kakophonie zu hören. Die Vereinten Nationen hatten dem Einsatz der westafrikanischen Staaten ihre Zustimmung gegeben, aber wir haben einfach zu viel Zeit gebraucht.
    Ich danke dem französischen Präsidenten und dem französischen Volk, in dieser Notsituation eingeschritten zu sein. Frankreichs Mission wird von allen Afrikanern wie eine Rettung empfunden."

  2. Am 2. Dezember 2008 gehörte zur Agenda der Vollversammlung der UNO ein Antrag auf Ächtung von Uranmunition.

    Frankreich stimmte dagegen.

    Schon allein deswegen sollte man Frankreich den Zugriff auf malisches URAN verwehren.

    http://www.novinar.de/201...

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  3. Ist Frankreich von sich aus in Mali einmaschiert oder wurde es um Unterstützung gebeten...?! Frankreich hatte schon >vor< dem Eingreifen genügend Einfluss und wäre deutlich günstiger und ohne Krieg an Uran, Gild etc gekommen! Ausserdem sind es Länder wie Kanada, China die in Mali bereits stark vertreten sind wärend Frankreich mehr im Niger seine Geschäfte am laufen hat! Und davon abgesehen, was ist sinnvoller, eine solide Regierung oder islamistische Gruppierungen die mit Bodenschätzen handeln? Zum jetzigen Zeitpunkt ist vorrangig dass der Bevölkerung geholfen wird, und das ist unbestreitbar der Fall! Ob Frankreich sich überhaupt die Taschen füllt steht noch nicht einmal fest, und wenn am Ende doch noch wirtschaftliche Geschäfte zustande kommen hatten alle etwas davon! Wer nicht total ignorant ist, würd das auch verstehen!
    Aber diese Verschwörungstheorien sind schon etwas feines, lenken sie doch prima von den eigenen Problemen ab :)
    Es ist faszinierend das nur in Deutschland soviel negative Kommentare geäussert werden, und sich vor allem an der Propaganda der Ägypter und Saudis orientiert ... ;)

    9 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Islamisten und Uran"
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    Bestimmt ist China nicht mehr lange in Mali wirtschaftlich aktiv.

    Außerdem liegen die für Frankreich wichtigen Uranminen in Niger in der Nähe des Gebietes, das von den Touareg in Nord-Mali als unabhängig ausgerufen wurde.

    Bereits 2007 gab es Kämpfe mit den Touareg in den Uranabbaugebieten in Niger. Frankreich hat also sehr wohl starke wirtschaftliche Gründe dafür, den säkularen Touareg enge Grenzen zu setzen, auch wenn in den Medien immer nur von "bösen Islamisten" geredet wird.

  4. Hier ein Beispiel für Verschwörungspraxis:

    http://www.flickr.com/pho...

    Da wurden die "Islamisten" von Brzezinski "gross gemacht" ....

    [...]

    Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Danke, die Redaktion/ls

    Antwort auf "Islamisten und Uran"
  5. der 3. größte Goldlieferant der Welt. Der Firmensitz der Gesellschaft liegt in Jersey!!!!
    Die Politik begreift anscheinend eines nicht. Mit einer militärischen Übermacht gewinnt es sich leicht gegen Aufständische, Terroristen etc.Siege zu erzielen.
    Aber was dann? Genau das ist der Grund warum der terrorismus sich immer weiter ausbreitet. Früher nannte man das Partisanen- Kampf wenn Einheimische gegen fremdes Militär im Land kämpfte.
    In Mali gehören 80 % der Bevölkerung dem Islam an. So wie im Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Ägypten etc.
    Kommt da niemand auf den Gedanken, daß sich der Islam dagegen wehrt?
    Wenn jetzt die Truppen abziehen was dann? Glaubt etwa jemand, daß dann alles Christen werden? Der terror geht weiter und wieder ist ein Land mehr zerstört, sind Unschuldige getötet und nichts ist verbessert. Im Gegenteil. Die Medien schweigen über LIbyen etc. weil sich nichts geändert hat und man Jahrtausende alte Kulturen und Religionen nicht ändern kann.
    Was wäre wohl wenn hier islamistische Truppen Deutschland besetzen würden? Wahrscheinlich nichts, denn wir sind ja amerikanische Besatzung bis heute gewohnt.

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    mit nicht ganz 40 Tonnen Goldförderung ist Mali der drittgrößte Goldförder der Welt...
    Eigentlich läuft Mali als Produzent unter ferner Liefen:

    http://de.statista.com/st...
    Bitte gehen sie noch mal ans Zeichenbrett und überarbeiten sie ihre VT

  6. 6. China

    Bestimmt ist China nicht mehr lange in Mali wirtschaftlich aktiv.

    Außerdem liegen die für Frankreich wichtigen Uranminen in Niger in der Nähe des Gebietes, das von den Touareg in Nord-Mali als unabhängig ausgerufen wurde.

    Bereits 2007 gab es Kämpfe mit den Touareg in den Uranabbaugebieten in Niger. Frankreich hat also sehr wohl starke wirtschaftliche Gründe dafür, den säkularen Touareg enge Grenzen zu setzen, auch wenn in den Medien immer nur von "bösen Islamisten" geredet wird.

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    Antwort auf "Alternative?"
  7. Sie sind wirklich unverbesserlich. Was treibt Sie, den von allen Seiten unterstützen Mali-Einsatz mit sämtlich an den Haaren herbeigezogenen Mitteln madig zu machen? Es ist mir ein Rätsel..

    Benins Präsident Boni Yayi im ZEIT ONLINE - Interview:

    "Frankreichs Präsident François Hollande hat zum richtigen Zeitpunkt den Mut zur Intervention bewiesen: Während die Islamisten vorrückten, war in Mali und in der Ecowas eine große Kakophonie zu hören. Die Vereinten Nationen hatten dem Einsatz der westafrikanischen Staaten ihre Zustimmung gegeben, aber wir haben einfach zu viel Zeit gebraucht.
    Ich danke dem französischen Präsidenten und dem französischen Volk, in dieser Notsituation eingeschritten zu sein. Frankreichs Mission wird von allen Afrikanern wie eine Rettung empfunden."

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    Gucken sie sich den Benin mal näher an. Das war mal eine sozialistische Volksrepublik. Ende der 80er wollten sie davon weg und endlich auch reich werden. Sie "wählten" sich einen Präsidenten, der vom IWF kam.

    Das ist jetzt 25 Jahre her. Der Benin gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Die Analphabetenrate liebt bei den Frauen bei 75 %, bei den Männern bei 65 %. Der Präsident ist in Frankreich ausgebildet, Ökonom und "Ritter" Frankreichs. Da wundern wir uns, dass er einmarschierende Franzosen bejubelt?

  8. da kann man sich nur anschließen, es ist hier wirklich sinnlos ernsthafte und vor allem fundierte Diskussionen zu führen. Wikipedia, youtube und sonstige alle möglichen Quellen werden hier als fundiertes Wissen verkauft bzw. als "die Wahrheit" betrachtet.
    Freiheitskämpfergewäsch wird verbreitet und Islamophobie allen Fakten zum Trotz unterstellt, und das aus warmen Zimmerstuben mit Highspeed Internet welches die so tollen Quellen liefern.

    Das ewige Lied der Unterdrücker und der armen Afrikaner ist einfach nur noch ermüdend und zudem auch noch falsch.
    Dass Geschäfte mit Afrika gemacht werden ist in Ordnung, in anderen Ecken der Welt wird es doch auch akzeptiert.
    Über Indien beschwert sich auch keiner wenn Menschenrechte mit den Füßen getreten werden, übrigens von Indern selbst.
    Die Klamotten werden aus Bangladesch eingekauft wo Menschen der letzte Dreck sind, aber Hauptsache daran verdient.

    Die Amerikaner, Franzosen und Briten haben Deutschland vom Joch der Nazis befreit, und heute ist sowas alles nur noch Imperialismus. Welch Hohn.
    Dass man hinterher eine Rechnung präsentiert bekommt ist klar und auch richtig. So werden manche auch darauf aufmerksam gemacht dass nichts umsonst ist, das werden die Malier auch noch merken.

    Ohne Franzosen gäbe es das Land als solches nicht mehr. Und da sollten die Deutschen besser den Mund halten und endlich mal nachdenken anstatt immer nur den Besserwisser ohne Verantwortung zu spielen. Und das auch noch mit Pseudowissen über Mali.

    6 Leserempfehlungen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP, rav
  • Schlagworte Gao | UN | Verteidigungsministerium | Airport | Flughafen | Luftwaffe
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