Der US-Bundesstaat New York hat bereits ein deutlich verschärftes Waffengesetz beschlossen. Die Regelungen ähneln den Plänen, die Obama landesweit durchsetzen will. Sturmgewehre sollen demnach für Privatpersonen ebenso verboten sein, wie Magazine mit mehr als sieben Schuss. Nach dem Senat stimmte auch das Abgeordnetenhaus dem Gesetzentwurf von Gouverneur Andrew Cuomo zu.

Das Gesetz richtet sich gegen militärische Waffen wie etwa die Bushmaster .223. Das Gewehr ist ein Nachbau des M16, das seit fast 50 Jahren das Standardgewehr der US-Streitkräfte ist. Privat sind sie zwar nur als halbautomatische Waffen erlaubt, also ohne Dauerfeuer. Ein 30er-Magazin kann bei den selbst nachladenden Waffen aber innerhalb von einigen Sekunden leer geschossen werden. Der Amokläufer von Newtown hatte eine Bushmaster benutzt.

Das neue Gesetz sieht zudem vor, dass das Fassungsvermögen der Magazine von zehn auf sieben Schuss reduziert wird. Außerdem müssen die Waffen sicher verwahrt und Gestohlene innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden. 

Waffenlobby empört über "drakonische Waffengesetze"

Die US-Waffenlobby hat die Gesetzesänderung scharf kritisiert. "Die National Rifle Association und ihre New Yorker Mitglieder sind empört über das drakonische Waffengesetz, dass jetzt durchgepeitscht wurde", hieß es in einer Erklärung der Organisation. Die Regelung werde aber nichts nützen: "Diese Waffenkontrollgesetze haben in der Vergangenheit versagt und sie werden auch weiter keinen Einfluss auf Sicherheit und Kriminalität haben."

Die NRA warf Gouverneur Cuomo und den Parlamentariern vor, das Gesetz in Hinterzimmern ausgehandelt und dann "klammheimlich durch die Parlamentskammern gepeitscht" zu haben. "Anstatt Kontrollen auf Geisteskrankheit und den Kampf gegen Kriminelle zu verschärfen, trampeln sie lieber auf den Rechten ehrbarer Bürger herum, und das heimlich im Schutze der Nacht."