Strengere WaffengesetzeObama will Sturmgewehre verbieten

Der Staat New York hat vorgelegt, nun will der US-Präsident auch bundesweit mit 19 Dekreten den Zugang zu Waffen erschweren. Private Sturmgewehre sollen verboten werden.

Ein Sturmgewehr vom Typ Bushmaster AR15

Ein Sturmgewehr vom Typ Bushmaster AR15  |  © Joshua Lott/Getty Images

Einen Monat nach dem Amoklauf von Newtown will US-Präsident Barack Obama seine Pläne für ein schärferes Waffenrecht vorstellen. US-Medien zufolge will Obama unter anderem ein Verbot von Sturmgewehren und eine stärkere Kontrolle von Waffenkäufern erreichen. Das Parlament im Bundesstaat New York handelte bereits – und erließ am Dienstag das strengste Waffengesetz der USA.

Mit den von einer Arbeitsgruppe um Vizepräsident Joe Biden ausgearbeiteten Empfehlungen, könnten Tragödien wie in Newtown in Zukunft verhindert werden, teilte Obamas Sprecher Jay Carney mit. Bei dem Amoklauf in der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown waren am 14. Dezember 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden. Der Täter, der zuvor zuhause auch seine Mutter ermordet hatte, tötete sich anschließend selbst.

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Obama hatte nach dem Amoklauf eine Arbeitsgruppe um Vizepräsident Joe Biden eingesetzt. Anfang der Woche erhielt er die Vorschläge, zu denen laut Berichten von US-Medien eine Neuauflage des 2004 ausgelaufenen Verbots von halbautomatischen Schusswaffen, sowie ein Verkaufsverbot für Magazine mit großer Patronenzahl gehören sollen. Außerdem soll die Vorgeschichte von Waffenkäufern stärker überprüft werden.

Widerstand der Republikaner erwartet

Diese Änderungen bedürfen allerdings der Zustimmung durch den Kongress, in dem sich die Republikaner Einschränkungen beim Waffenrecht traditionell widersetzen. Das Weiße Haus hat daher 19 Dekrete erarbeitet, mit denen Obama das Waffenrecht ohne das Parlament verschärfen kann. Dem Online-Magazin Politico zufolge fallen darunter eine striktere Anwendung bestehender Waffengesetze und ein stärkerer Datenaustausch zwischen Bundesbehörden und Bundesstaaten über Waffenbesitzer. Am in der Verfassung festgeschriebenen Recht auf Waffenbesitz will aber auch Obama nicht rütteln.

Neben einer Reform des Waffenrechts dürfte Obama auf Verbesserungen bei der Behandlung von psychisch Kranken dringen. Die Arbeitsgruppe um Biden hatte auch mit Vertretern der Unterhaltungsindustrie über die Gewaltverherrlichung in Filmen und Videospielen gesprochen.

Leserkommentare
  1. wer an der Sachebene scheitert bmüht gerne die "passenden" Statistiken, wie wahr (sic!).

    Sie verweisen zu Recht uf die Fragwürdigkeit des Untersfangesn allein mit Statistik zu argumentieren. Nur warum nehmen Sie dann selbst zu diesem Ansatz Zuflucht?
    Denn es ließen sich eben auch Länder anführen bei denen die von Ihnen behaupteten Zusammenhänge offenkundig nicht zutreffen, also weitere Faktoren eine signifikante Rolle spielen!

    Und woran soll der geneigte Leser bitte erkennen, welche Statistik mit welcher behaupteten Wechselwirkung nun die "richtige" Statistik ist, anhand Ihrer Expertiese?

    Beste Grüße CM

    Antwort auf "Für jede Statistik "
  2. Es gibt allerdings einen Zusammenhang zwischen Waffenbesitz und Lebenserwartung: Da schneiden die USA - im Vergleich zu anderen reichen Ländern - schlecht ab, obwohl pro Kopf weitaus mehr Geld für die Gesundheit ausgegeben wird. Das schlechte Abschneiden liegt u.a. daran, weil die Mordrate hoch ist (und dabei werden 69% der Morde durch Schußwaffen ausgeführt - in den anderen Vergleichsländern liegt sie im Durchschnitt bei 26%).
    Quellen:
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/usa-lebenserwartung-junger-ame...
    http://www.welt.de/gesundheit/article112694272/Warum-so-viele-Amerikaner...
    http://www.nytimes.com/2013/01/10/health/americans-under-50-fare-poorly-...

    Allerdings gibt es auch noch andere Faktoren für das schlechte Abschneiden der USA im internationalen Vergleich (z.B. Verkehrsunfälle). Doch Waffenbesitz ( und -mißbrauch) spielen eben eine Rolle. Und jedes Mordopfer ist eines zu viel.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Sachlichkeit"
  3. "Aber es stellt sich die Frage wozu Gewehre mit Magazinen in privater Hand nutzen sollen.
    Der Jäger kann sein Wild auch mit einem Schuss erlegen, dazu muss er sich nur etwas mehr Mühe geben - anstatt den Wald mit Altmetall zu belasten..."

    Super Idee, von jemandem, der noch nie Geschossen hat. Wenn sich nur etwas "mehr Mühe geben müsste" damit jeder Schuss sitzt, dann wären wir ja alle Olympiasieger.
    Wenn doch mal ein Schuss daneben geht ist das Verwundete weg, bevor der Jäger nachgeladen hat und geht jämmerlich zugrunde, nur weil der Jäger es nicht mit einem 2. Schuss erlösen kann.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Gewaltmonopol"
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    • Hickey
    • 16. Januar 2013 11:50 Uhr

    des Menschen.
    [...]

    Tiere werden heute gezüchtet, Jagen ist zum Großteil ein Hobby, noch dazu ein perverses(vor 200 Jahren war das noch anders).

    Da fast jeder sein Essen im Supermarkt kauft, braucht hier kein privater Mensch mehr eine Waffe, wer sich töten will, solls doch mal mit Händen und Füssen tun, das würde einige gar nicht machen.

    Töten mit Waffe ist halt gemütlich, sowie mitm eigenem PKW zu Arbeit fahren.

    Und ja Waffen sind im privaten Bereich nichts anderes als eine Phallusverlängerung...das Sportschiessen mit höchster Konzentration mag seinen Reiz haben, aber wer sich noch mehr konzentrieren will und auch danach stolz darauf sein will was er gemacht hat, der soll doch bitte auf den Everest gehen, ohne Sauerstoff, das bringt 1Mio mehr Reputation und Repsekt ein als ein stillstehendes Ziel auf 100m zu treffen.

    mfg

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

  4. "Sturmgewehr ist eine Bezeichnung für relativ leichte und kompakte Mehrzweck-Militärgewehre. Es handelt sich dabei in der Regel um eine halb- und vollautomatisch repetierende Schusswaffe, in kleinerem (4,5 mm) bis mittleren (7,62 mm) Kalibern. Diese Art Gewehre sind bei den meisten Streitkräften als Standardbewaffnung des Infanteriesoldaten eingeführt."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgewehr

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    Zugegebenermaßen ist die Definition Sturmgewehr etwas schwammig, da umgangssprachlich.
    Bitte nennen sie mir aber mal ein aktuelles militärisches Infanteriegewehr, das nur halbautomatisch ist (kein Schafschützengewehr).

    unter "Technik" nach, da wird der Zusammemhang nochmal erklärt:
    "Allein in ihrer Gesamtheit führen sie zu einem Erscheinungsbild, das den landläufigen Sammelbegriff Sturmgewehr geprägt hat. "

    Denn "Waffentechnisch" ist der Begriff eben nicht sauber definiert. Dennoch betrachte ich die Zueignung der Bezeichnung zu einem ausschließlich als Halbautomaten funktionieren Gewehr als sachlich falsch.

    Rechtlich kommt es zudem immer auf eine technisch exakte Definition an, denn "Gummibestimmungen, laufen der zwingenden Forderung nach Eindeutigkeit der Norm grundsätzlich zuwider! Das Zauberwort hierzu: "Normenklarheit".

    Beste Grüße CM

    Bitte richtig lesen. Dort steht "halb- und vollautomatisch". Tatsächlich gibt es keine Sturmgewehre die nur vollautomatisch sind. Sie würden richtig liegen, wenn dort stehen würde halb- oder vollautomatisch".

  5. Zugegebenermaßen ist die Definition Sturmgewehr etwas schwammig, da umgangssprachlich.
    Bitte nennen sie mir aber mal ein aktuelles militärisches Infanteriegewehr, das nur halbautomatisch ist (kein Schafschützengewehr).

    Eine Leserempfehlung
  6. ist bei uns genauso. Beispiel.
    Tempolimit Autobahnen
    Jährlich sterben rund 4000 deutschlandweit bei Autounfällen.
    Statistik am Montag ARD ADAC-Check zeigte, dass mehr Tote bei Raserei sind als bei langsamerer Fahrt.
    Was macht die Lobby? Setzt sich für Beibehaltung des status quo ein, um deutsche Autos als "Autobahn Proven" im Ausland verkaufen zu können.
    Autos sind auch tödliche Waffen, der Führerschein ist der Waffenschein. Und wenn man sich an die Rituale hält (sprich Straßenverkehrsordnung) dann hat man niemanden umgebracht, sondern es war ein "Unfall".
    Unser gesamtes soziales Leben ist ritualisiert. Es wird der zum Verbrecher, der die Rituale missachtet. Rituelles Töten ist ok (Kriegsrecht, Polizeirecht, Notwehrrecht, Strassenverkehrsordnung, usw....)

    Antwort auf "Nun ja ..."
  7. unter "Technik" nach, da wird der Zusammemhang nochmal erklärt:
    "Allein in ihrer Gesamtheit führen sie zu einem Erscheinungsbild, das den landläufigen Sammelbegriff Sturmgewehr geprägt hat. "

    Denn "Waffentechnisch" ist der Begriff eben nicht sauber definiert. Dennoch betrachte ich die Zueignung der Bezeichnung zu einem ausschließlich als Halbautomaten funktionieren Gewehr als sachlich falsch.

    Rechtlich kommt es zudem immer auf eine technisch exakte Definition an, denn "Gummibestimmungen, laufen der zwingenden Forderung nach Eindeutigkeit der Norm grundsätzlich zuwider! Das Zauberwort hierzu: "Normenklarheit".

    Beste Grüße CM

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    ...zum Töten kommst es auf die Durchschlagskraft an, die unterscheidet sich meines Wissen bei Voll- oder Halbautomaten nicht signifikant in Hinsicht auf den Verwendungszweck. Und auch mit einer Semi-Automatik kann man theoretisch eine Schulklasse innerhalb einer Minute ermorden.

    Also hören Sie doch auf mit Ihren waffentechnischen Nebelkerzen rumzuwerfen.

  8. so wie es keinen wissenschaftlich gesicherten Beweis dafür gibt, dass es nicht so ist! Das mit der vermeintlichen "Gesetzestreue" solcher Bürger lass ich mal dahingestellt. Mit Abstrichen, würde ich sagen. Eines ist relativ klar und zumindest psychologisch fundiert: Wem sich mehr Gelegenheiten zum Missbrauch bieten, der wird diese auch nutzen, siehe Schulamokläufe von doch i. d. R. recht jungen Tätern. Klar, sonst müsste man statt mit der Gun mit einer Keule o. ä. in die Schule stürmen. Übrigens, vornehmlich männliche Weiße zwischen 18 und 25! Man könnte auch sagen, vor allem die Sprösslinge eben der meisten - wie Sie sie nennen gesetzestreuen Waffenbesitzer - welches ja, regional gesehen in vielen Teilen der USA in erster Linie Weiße sind. Diejenigen nämlich, die sich so vehement gegen eine Verschärfung stark machen. Weiße Mittelstandsbürger, Farmer, Landbesitzer etc. aus den i. d. R. republikanisch dominierten Bundesstaaten, die vordergründig etwas zu verlieren hätten, würde man ihnen das weitreichende Waffenrecht einschränken. Worum geht es wirklich? Um ein antiquiertes Recht auf Füßen der Verfassung von anno dazumal...welches noch aus Zeiten stammt, wo das Land mit Fuhrwagen und Pferd begehbar gemacht werden musste und der mehr oder weniger "brave Siedler" sich seiner Haut gegen allerhand Wegelagerer und Indianer wehren musste. Also, wie auch immer, das Ganze ist mehr als überholt und nicht nur aus den bekannten Gründen zu reformieren.

    Antwort auf "Konsequent..."

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