US-PräsidentObamas zweite Amtszeit beginnt mit großer Feier

Präsident Obama legt für seine zweite Amtszeit das Gelöbnis ab – diesmal öffentlich auf den Stufen des Kapitols, vor Hunderttausenden. Offiziell wurde er schon vereidigt.

US-Präsident Barack Obama bei seiner Vereidigung im Weißen Haus

US-Präsident Barack Obama bei seiner Vereidigung im Weißen Haus  |  © Larry Downing-Pool/Getty Images

Mit einem feierlichen Akt vor dem Kapitol in Washington startet US-Präsident Barack Obama in seine zweite Amtszeit. Bei dem Spektakel in der amerikanischen Hauptstadt werden nach Behördenangaben 500.000 bis 700.000 Zuschauern erwartet. Die mehrstündige Veranstaltung wird in vielen Teilen der Erde live im Fernsehen übertragen.

Unter den Zuschauern werden auch viele Prominente erwartet. Die Popmusikerin Beyoncé wird die Nationalhymne singen. Auch die Musiker Kelly Clarkson und James Taylor werden auftreten. Der Montag beginnt für die First Family mit der Teilnahme an einem Gottesdienst in einer episkopalischen Kirche, um 11.55 Uhr (17.55 Uhr MEZ) legt Obama dann den Eid ab.

Bereits am Sonntag hatte der oberste Richter des Landes, John Roberts, Obama im Weißen Haus den Amtseid abgenommen. Am Montag leistet Obama den Schwur auf die Verfassung noch einmal für die Öffentlichkeit. Zudem wird er in seiner Antrittsrede voraussichtlich die Ziele für die zweite Hälfte seiner Präsidentschaft darlegen. Anschließend führt er mit der First Lady Michelle Obama eine Parade mit Musikkapellen und Festwagen über die Pennsylvania Avenue zum Weißen Haus an. Für den Abend sind zwei Bälle geplant.

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Nach seiner Vereidigung feierte Obama bereits am Sonntagabend mit Mitarbeitern, Freunden und Unterstützern in einem Washingtoner Museum. In einem kurzen Toast sagte er, dass es bei dem Fest am Montag weniger um seine Amtseinführung gehe, sondern um "diese unglaubliche Nation, die wir unser Zuhause nennen", wie anwesende Reporter berichteten. Er wollte seiner Ansprache am Montag nach eigenem Bekunden aber nicht vorgreifen.

Vereidigung auf Bibel von Martin Luther King

Grund für die zweifache Vereidigung des Präsidenten in diesem Jahr ist, dass das öffentliche Zeremoniell seit 1821 traditionell auf den Montag verschoben wird, wenn der gesetzlich vorgesehene Termin 20. Januar auf einen Sonntag fällt. Durch die Verschiebung fällt die Vereidigung Obamas auf den Gedenkfeiertag für den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King. Seinen Amtseid am Montag leistet Obama daher nicht nur auf eine Bibel des ehemaligen Präsidenten Abraham Lincoln, sondern auch auf eine Bibel aus Kings Besitz.

Der Demokrat Obama, seit Januar 2009 im Amt, hatte im vergangenen November mit klarer Mehrheit die Wahl gegen den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gewonnen.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, nf
    • Schlagworte Barack Obama | Martin Luther | US-Präsident | Abraham Lincoln | Amtseid | Bibel
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