WestjordanlandPalästinenser besetzen Bauplatz für israelische Siedlung

Rund 250 Palästinenser und Beduinen durchkreuzen die Siedlungspläne Israels: Sie haben auf dem sogenannten Gebiet E1 ein Zeltlager errichtet und stellen Forderungen.

Palästinenser-Zeltlager zwischen Jerusalem und Maale Adumim

Palästinenser-Zeltlager zwischen Jerusalem und Maale Adumim  |  © Abbas Momani/AFP/Getty Images

Etwa 250 Palästinenser und Beduinen haben ein Gebiet besetzt, auf dem schon bald eine israelische Siedlung im Westjordanland entstehen soll. In dem sogenannten Gebiet E1 errichteten sie ein Zeltlager und kündigten an, so lange dort auszuharren, bis die palästinensischen Eigentümer des Landes Baugenehmigungen erhielten.

Die Baupläne Israels sind international umstritten. Kritik kam auch von Staaten, die mit Israel befreundet sind. Denn eine Besiedelung von E1 würde das Westjordanland faktisch in Norden und Süden aufteilen und einen Ausbau Ost-Jerusalems als künftige Hauptstadt der Palästinenser unmöglich machen.

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Die Palästinenser warnen, die künftige Siedlung könne Pläne für eine Zwei-Staaten-Lösung in Nahost gänzlich zunichtemachen.

Die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte im November den Bau der neuen Siedlung in dem Gebiet zwischen Jerusalem und der Siedlung Maale Admumim angekündigt. Damit hatte Israel auf die Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat reagiert.

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Leserkommentare
  1. der Artikel ist noch verbesserungswürdig hier ein paar Pointers der Kollegen der taz

    http://m.taz.de/!107442;m/

    dann klappts vlt. nächstes Jahr mit der Top Ten des SWC's.

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    • JThaler
    • 11. Januar 2013 23:25 Uhr
    18. Mutig

    Gegen die Einheitsmeinung in diesem Kommentarbereich (abgesehen von Nr.3):

    Viele verteidigen reflexhaft alles, was die Palästinenser tun. Warum sonst liest man von palästinensischen "Aktivisten", der "israelischen Staatsmacht" oder dem "Recht des Stärkeren"?
    Israel sei unfairerweise stärker.
    Die Ungleichheit in diesem Konflikt macht alles, was die Palästinenser tun, für viele automatisch zur "Protestaktion". Hier Täter, da Opfer.
    Das ist, milde gesagt, eine recht schlichte Ansicht.
    Es gibt Gründe dafür, warum Israel ein funktionierender Staat ist. Und warum die Palästinenser bis heute keinen haben. Und das liegt sicher nicht daran, dass Israel ein benachbartes Volk seit 70 Jahren unterdrückt.

    Dass jetzt Zelte errichtet werden, finde ich weder gut noch schlecht. Ich finde es mutig. Aber manchmal ist Mut nach innen wichtiger als Mut nach außen.

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  2. von Land, um in topic zu bleiben?

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  3. Hier geht es aber nicht um diese akademische Frage, sondern um die schlichte einfache Frage, mit welchem Recht Israel auf ihm nicht gehörenden Land Siedlungen bauen und diese militärisch beschützen will.

    Dieser Vorgang ist weltweit einzigartig, seit der Kolonialismus geächtet ist.

    4 Leserempfehlungen
  4. Die wilden Camper wollen also laut Bericht ausharren, "bis die palästinensischen Eigentümer des Landes Baugenehmigungen erhielten".

    Fraglich bleibt allerdings, wie sie ihre Eigentumsrechte nachweisen wollen. Das osmanische Landgesetz von 1858 besagt, dass Ödland dann einen Besitzer hat, wenn eine laute Stimme vom nächsten bewohnten Ort noch hörbar ist. http://lawdigitalcommons....

    Das sind so in etwa die Grundlagen des palästinensischen "Landbesitzes". Nicht zu vergessen die Behauptungen der mit EU-Geldern finanzierten "Peace Now"-Leute, die sich in der Kunst des phantasievollen Hochrechnens auskennen und damit immer wieder kläglich scheitern (und sich dann auch wegen Verleumdung vor Gericht wiederfinden).

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    Dieser Unterschied ist eigentlich jedem geläufig.

    Auch wenn ein privates Eigentumsrecht an einem Grundstück streitig ist, gibt das keinem Nachbarstaat das Recht, sich dieses Grundstück als sein Territorium anzueignen.

    • th
    • 12. Januar 2013 0:11 Uhr

    die regierende Partei im Kosovo, zu lesen bekam ...

    (googeln hilft)

    Ausserdem:
    Wenn die israelische Regierung nicht in eine andere Weltgegend umziehen will, dann muss sie sich schon mit denjenigen Nachbarn arrangieren, die nun einmal vor ihrer Haustür wohnen. Andere Nachbarn wird sie jedenfalls nicht kriegen.

    C'est la vie ...

    2 Leserempfehlungen
  5. 23. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unangemessene Vergleiche, die lediglich der Provokation dienen. Danke, die Redaktion/cv

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    Der Kommentar auf den Sie kritisch Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/cv

  6. Dieser Unterschied ist eigentlich jedem geläufig.

    Auch wenn ein privates Eigentumsrecht an einem Grundstück streitig ist, gibt das keinem Nachbarstaat das Recht, sich dieses Grundstück als sein Territorium anzueignen.

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    Israel ist kein Nachbarstaat, wie Sie schreiben, sondern laut Oslo-Vertrag der Souverän der Zone C, und E1 ist Teil dieser Zone.

    Palästinensisches Privateigentum an Land hat es ohnehin kaum gegeben. Die meisten Landbesitzer im Mandatsgebiet waren Großgrundbesitzer mit Wohnsitz in Damaskus, die nach dem I. WK nur zu gerne ihr Land an jüdische Siedler verkauft haben.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sk
  • Schlagworte Benjamin Netanjahu | Hauptstadt | Israel | Ministerpräsident | Nahost | Palästinenser
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