ParisZwei Festnahmen nach Ermordung von Kurdinnen

Die Polizei in Paris hat zwei Verdächtige festgenommen, die in Verbindung mit dem Tod der drei kurdischen Aktivistinnen stehen sollen. Einzelheiten sind noch unklar.

Kurden mit Bildern der getöteten Frauen in Paris

Kurden mit Bildern der getöteten Frauen in Paris  |  © Christian Hartmann/Reuters

Im Zusammenhang mit der Ermordung von drei kurdischen Aktivistinnen in Paris hat die französische Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Die beiden Festgenommenen sollen zu den Vorfällen in der Nacht zum 10. Januar verhört werden, hieß es aus Justizkreisen in der französischen Hauptstadt. Der Zugriff sei bereits am Donnerstag erfolgt.

Eine Polizeiquelle sagte, bei den beiden Männern handle es sich um in der Türkei geborene Kurden, und sie entstammten dem engen Umfeld der getöteten Frauen. Einer der beiden Männer sei offenbar der Fahrer von einer der getöteten Kurdinnen gewesen, heißt aus Polizeikreisen weiter. Die Ermittler seien zudem einer "entscheidenden Spur" gefolgt. Was genau den Verdächtigen vorgeworfen wurde, blieb zunächst unklar.

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Die drei Aktivistinnen, darunter eine Mitgründerin der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), waren im Kurdischen Informationsbüro in Paris tot aufgefunden worden. Laut Polizeiangaben wurden sie per Kopfschuss getötet.

Die Ermordung der drei Kurdinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Soylemez hatte Großkundgebungen und Trauermärsche von Kurden in Frankreich und in der Türkei hervorgerufen. Die Morde wurden vor dem Hintergrund von Friedensverhandlungen zwischen der türkischen Regierung und dem inhaftierten Chef der verbotenen PKK, Abdullah Öcalan, verübt.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte spekuliert, die Morde könnten möglicherweise auf eine PKK-interne Fehde zurückgehen, die darauf abziele, die Friedensgespräche zwischen Ankara und Öcalan zu sabotieren. Die PKK hatte 1984 im Kampf für die Rechte der Kurden zu den Waffen gegriffen. Im Zuge des Konflikts wurden seitdem mehr als 45.000 Menschen getötet.

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Leserkommentare
    • scoty
    • 18. Januar 2013 21:05 Uhr

    stehen mehr Informationen:

    "Eine Polizeiquelle sagte, bei den beiden Männern handle es sich um in der Türkei geborene Kurden, und sie entstammten dem engen Umfeld der getöteten Frauen."

    "Einer der beiden Männer sei offenbar der Fahrer von einer der getöteten Kurdinnen gewesen, verlautete aus Polizeikreisen weiter. Die Ermittler seien zudem einer "entscheidenden Spur" gefolgt. Es blieb aber zunächst unklar, was genau den Verdächtigen vorgeworfen wurde und ob und inwieweit sie mit den Morden an den drei Frauen zu tun haben."

    http://www.rp-online.de/panorama/ausland/paris-zwei-festnahmen-nach-ermo...

    Eine Leserempfehlung
  1. Unter anderem wird wie schon zu Anfang vermutet, dass es interne Machtkämpfe der PKK sind, die an einem Frieden nicht so wirklich interessiert sind.

    auf Turkishpress steht:

    "Die Polizei habe nach der Auswertung von Video- oder Fotomaterial der Ein- und Ausgänge im Gebäude die Personen eingegrenzt und dazu auch den KONGRA-GEL Vorsitzenden Remzi Kartal befragt, der ebenfalls in Paris lebt und im Kurdischen Informationszentrum arbeitet."

    Mehr: http://turkishpress.de/news/18012013/mord-pkk-frauen-paris-polizei-verha...

    Eine Leserempfehlung
  2. Terroristen.
    Wer Eine Terrororganisation Mitgründet, soll sich nicht wundern wenn die terroristischen Waffen gegen die eigene Person gerichtet wird.

    3 Leserempfehlungen
  3. Nur weil zwei Kurden befragt sind, heißt das lange noch nicht, dass sie die Täter sind.

    @freetuareg
    Sie wissen ohne die Beweise gesehen zu haaben, dass es Personen aus der PKK waren. Sie können sich bei der türkischen Polizei bewerben, die suchen für ihren Unterdrückung der Kurden noch weiter solche Spezialisten wie Sie.

    @schischi
    Sie verweisen auf eine Seite, die nationalistisch türkisch gesinnt ist. Was glauben Sie, über was die berichten.

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Kritik an der Terrororganisation PKK ist unter Anhängern stark verpöhnt und endet auch mit Todesurteilen. Dazu braucht man nicht mal in türkischen Medien zu forschen, ein blick in die deutsche Medienlandschaft bzw. eigene Recherche bringt eindeutige Ergebnisse, deswegen wundert es mich nicht das kritische Artikel über die PKK oder einfach nur unangenehme Berichterstattungen unter PKK-Anhängern einfach nicht gern gesehen werden und sofort über böse türkische gar nationalistische Gesinnungen moniert wird, um einfach vom Sachverhalt abzulenken. In der Quelle steht eindeutig, dass die französischen Medien darüber berichtet haben, selbst Namen werden genannt.

    Die PKK ist eine Terrororganisation, klar das es Anhängern dieser Organisation höchst unangenehm ist kritische und unangenehme Berichte über sich ergehen lassen zu müssen. Wenn sich bewahrheitet, dass die zwei PKK-Kurden die heute festgenommen wurden die Täter sind, dann werden wohl auch Anhänger erkennen müssen was die PKK ist, eine Terrororganisation, die ihren Interessen nachgeht und nicht die einer Bevölkerung.

    An alle die sich über die PKK mal informieren wollen: Einfach mal "Bunkermord Bremen" oder "PKK Mord Wuppherthal" oder "PKK Interview Günther Wallraff" eingeben, da kann man mal sehen was das für ein Verein ist.

    Werden.
    Auch wenn sie fanatisch die mörderischen Terroristen der PKK verteidigen möchten.
    Die PKK wird als Terroristische Mörderorganisation auch vom deutschen Verfassungsschutz eingestuft , wie von jeder Nation die Demokratisch Westlich Orientiert ist.
    Wenn Sie damit nicht klarkommen , sind Sie in der Westlichen Demokratie nicht angekommen.
    Nur Tote Terroristen sind Friedlich nicht vergessen.
    Und alle , wie die Drei Ermordeten, haben Blut von Kindern und Zivilisten an den Fingern Kleben.
    Also werden Sie nicht Beleidigen.

    Werden.
    Auch wenn sie fanatisch die mörderischen Terroristen der PKK verteidigen möchten.
    Die PKK wird als Terroristische Mörderorganisation auch vom deutschen Verfassungsschutz eingestuft , wie von jeder Nation die Demokratisch Westlich Orientiert ist.
    Wenn Sie damit nicht klarkommen , sind Sie in der Westlichen Demokratie nicht angekommen.
    Nur Tote Terroristen sind Friedlich nicht vergessen.
    Und alle , wie die Drei Ermordeten, haben Blut von Kindern und Zivilisten an den Fingern Kleben.
    Also werden Sie nicht Beleidigen.

  4. Kritik an der Terrororganisation PKK ist unter Anhängern stark verpöhnt und endet auch mit Todesurteilen. Dazu braucht man nicht mal in türkischen Medien zu forschen, ein blick in die deutsche Medienlandschaft bzw. eigene Recherche bringt eindeutige Ergebnisse, deswegen wundert es mich nicht das kritische Artikel über die PKK oder einfach nur unangenehme Berichterstattungen unter PKK-Anhängern einfach nicht gern gesehen werden und sofort über böse türkische gar nationalistische Gesinnungen moniert wird, um einfach vom Sachverhalt abzulenken. In der Quelle steht eindeutig, dass die französischen Medien darüber berichtet haben, selbst Namen werden genannt.

    Die PKK ist eine Terrororganisation, klar das es Anhängern dieser Organisation höchst unangenehm ist kritische und unangenehme Berichte über sich ergehen lassen zu müssen. Wenn sich bewahrheitet, dass die zwei PKK-Kurden die heute festgenommen wurden die Täter sind, dann werden wohl auch Anhänger erkennen müssen was die PKK ist, eine Terrororganisation, die ihren Interessen nachgeht und nicht die einer Bevölkerung.

    An alle die sich über die PKK mal informieren wollen: Einfach mal "Bunkermord Bremen" oder "PKK Mord Wuppherthal" oder "PKK Interview Günther Wallraff" eingeben, da kann man mal sehen was das für ein Verein ist.

    5 Leserempfehlungen
    • HJ
    • 19. Januar 2013 1:21 Uhr

    http://wikileaks.org/cable/2007/12/07ANKARA2917.html

    vorgeschmack:

    ¶5. (S) As we have learned from efforts to shut down al-Qaeda
    financing since September 11, joint law enforcement and
    intelligence sharing is essential. Numerous European
    countries have asked for our assistance in providing
    actionable intelligence, and S/CT continues to work on this
    issue. Continued networking with prosecutors and
    investigative judges is paramount. Investigative judges
    carry out the investigations and direct law enforcement in
    Europe.

    2 Leserempfehlungen
    • tr24
    • 19. Januar 2013 3:31 Uhr

    es ist jetzt so gut wie sicher, das es sich bei den Morden an den drei kurdischen Terroristen um eine innere Abrechnung der PKK handelt. Die PKK hat in Ihren eigenen Reihen diese Hinrichtung vollzogen, wobei das alles eigentlich gar nichts Neues ist. Man hat bereits solche ähnlichen Fälle innerhalb dieser Terrororganisation in der Vergangenheit miterlebt. Ich hatte diese Behauptung schon gleich am ersten Tage hier in der Zeit-Kommetarseite gestellt, wobei diese und einige andere meiner Kommentare von der Zeitredaktion gelöscht wurden. Desweiteren ist doch diese Stille hier auf der Kommentarseite einfach tragikomisch. Ich wette um einen echt handgeknüpften türkischen Teppich, wenn die Täter "Türken" gewesen wären bzw. nicht aus dem PKK-Milieu stammten, hätte es hier eine weitaus grössere Beteiligung gegeben, wobei die Kommentare dann natürlich "zeitgemäß" gewesen wären.
    Hier ein Link zur einer Quelle bzw. türkischen Zeitung und eine kurze Übersetzung des Texte (es gibt mehrere andere Quellen die das Gleiche aufzeigen, ich habe jetzt diese schnell rausgesucht):

    3 Leserempfehlungen
    • tr24
    • 19. Januar 2013 3:33 Uhr

    http://sozcu.com.tr/pkklilarin-suikast-zanlilari-yakalandi.html

    "Auf der Grundlage der Polizeiangaben auf die sich AFP bezieht, sind zwei Männer in gewahrsam genommen worden. Sie sind 39 und 31 Jahre alt, beide in der Türkei geboren und kurdische Aktivisten. Einer der Gefangenen soll bzw. könnte der Fahrer von Cansiz oder Fidan Dogan sein.
    Ein Polizist gab der Agentur bekannt, das die Verhaftungen sich auf "genaue Hinweise" beziehen und die Verdächtigen in der Nähe von La Courneuve, nahe Paris lebten.

    3 Leserempfehlungen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, zz
  • Schlagworte Paris | PKK | Abdullah Öcalan | Chef | Hauptstadt | Konflikt
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