Mit drei Fotos eines toten Mannes greift die islamistische Al-Schabaab-Miliz Frankreichs Präsidenten François Hollande an. Der französischen Zeitung Le Monde zufolge haben die Islamisten die Bilder über Twitter veröffentlicht, nach ihren Angaben handelt es sich bei dem Mann um einen französischen Soldaten, der bei einer gescheiterten Geiselbefreiung erschossen wurde.

Unter den Bildern fragten die Rebellen den französischen Präsidenten: " François Hollande , war es das wert?" Frankreichs Behörden haben bislang nicht bestätigt, dass die Fotos echt sind.

Spiegel Online schreibt, dass die Rebellen sich über das Kreuz an der Kette des Soldaten lustig machen. "Die Wiederkehr der Kreuzritter. Doch auch sein Kreuz konnte ihn nicht vor dem Schwert bewahren", kommentieren demnach die Islamisten ein Bild.

Die französische Armee hatte in der Nacht zum Samstag versucht, den französischen Sicherheitsberater Denis Allex zu befreien, der sich seit dem Jahr 2009 in Händen der Al-Schabaab-Miliz befand. Dabei wurden nach französischen Angaben 17 Islamisten und ein französischer Soldat getötet. Den Rebellen zufolge starb der Mann an seinen schweren Verletzungen. Wahrscheinlich kam bei dem Einsatz auch die Geisel um. Die Islamisten gaben hingegen an, Allex sei noch am Leben. Laut Augenzeugen starben bei dem Einsatz auch acht Zivilisten.

Rebellen hatten Veröffentlichung angekündigt

Ein Sprecher der Rebellen hatte nach der fehlgeschlagenen Geiselbefreiung bereits angekündigt, den toten Soldaten und die Leiche eines am Wochenende getöteten Soldaten zur Schau zu stellen.

Allex ist einer von insgesamt neun von Islamisten in Afrika verschleppten Franzosen. Die meisten dieser Geiseln sind in der Gewalt von Al Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi), die vor allem im Norden von Mali agiert.

Die Al-Schabaab-Miliz hat in der Vergangenheit in Somalia zahlreiche Anschläge verübt. Sie versucht seit Jahren, im Süden des Landes einen islamischen Staat zu errichten und bekämpft die Regierung in Mogadischu . Der neue somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud kündigte an, in der kommenden Woche in die USA zu reisen.