Westliche Geheimdienste wissen einem Bericht zufolge von einem Chemiewaffen-Einsatz der syrischen Armee. Die französische Zeitung Le Monde berichtete unter Berufung auf mehrere Quellen in den Diensten, das Militär sei am 23. Dezember in Homs damit gegen Oppositionelle vorgegangen. Der Sprengkörper sei bei Kämpfen in dem Stadtteil Al-Bayyada explodiert.

Es habe sich aber um eine nicht tödliche Waffe gehandelt: Sie sei dazu gedacht, Menschen kampfunfähig zu machen. Laut Le Monde decken sich diese Geheimdienstinformationen mit Schilderungen von Bewohnern und Ärzten vor Ort. Auch die syrische Opposition hatte schon über Chemiewaffeneinsätze geklagt.

Sollte sich die Meldung bestätigen, könnte sie gravierende Folgen haben: US-Präsident Barack Obama hatte das Regime von Baschar al-Assad mehrfach gewarnt, dass der Einsatz von Chemiewaffen eine westliche Militärintervention zur Folge haben würde. Unklar ist, ob die USA auch nicht tödliche Chemiewaffen als Grund für einen Truppeneinsatz sehen würden.