Geberkonferenz in Kuwait1,5 Milliarden Dollar für die syrische Bevölkerung

Die Geberkonferenz in Kuwait hat ihr Ziel übertroffen: 1,5 Milliarden Dollar werden bereitgestellt. Damit sind Essensausgaben für Millionen Menschen vorerst gesichert.

Die Weltgemeinschaft stellt 1,5 Milliarden Dollar (über 1,1 Milliarden Euro) an Hilfsgeldern für notleidende Syrer bereit. Jeweils 300 Millionen Dollar sagten Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien zum Abschluss der eintägigen Geberkonferenz im Emirat Kuwait zu. Deutschland will weitere zehn Millionen Euro geben.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN) Ban Ki Moon sagte: "Wir haben unser Ziel übertroffen". Die UN hatte im Vorfeld gewarnt, bei einem Ausbleiben neuer Zusagen müsse die Lebensmittelhilfe für Hunderttausende Syrer gekürzt werden. Wegen des Bürgerkriegs in Syrien sind derzeit etwa vier Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, viele erhalten tägliche Essensrationen. Zudem halten sich rund 650.000 syrische Flüchtlinge in Nachbarländern auf.

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Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisierte eine ungleiche Verteilung der Gelder in Syrien. Der Großteil davon fließe in von der Regierung kontrollierte Gebiete, in "die Gebiete der Opposition nur ein minimaler Anteil", hieß es in einer Mitteilung. UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos wies diese Anschuldigung zurück.

Der internationale Sondergesandte für Syrien, Lakhdar Brahimi hatte am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York die Sorge geäußert, dass Syrien vor den Augen der Weltgemeinschaft auseinanderbreche. Der Sicherheitsrat müsse endlich handeln, um das "noch nie dagewesene Ausmaß des Schreckens" zu beenden Die Bemühungen um eine politische Lösung machten keine Fortschritte.

Seit März 2011 gibt es in Syrien einen Aufstand gegen Staatschef Baschar al-Assad. Bei Kämpfen zwischen Rebellen und der Armee starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen bislang mehr als 60.000 Menschen.

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Leserkommentare
  1. Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien unterstützen die syrische Bevölkerung, dass ist zu begrüßen.
    UDas ein Großteil der Hilfen in die von der Regierung kontrollierten Gebiete fließt macht Sinn, denn warum sollte man in die anderen Geld senden, dort wurden die Ziele doch schon erreicht, da muss nichts gefördert werden.
    Die syrische Bevölkerung sollte sich die Förderung der Palestinenser anschauen, wenn das Ziel erreicht wurde, werden diese sofort eingestellt, denn eine unglückliche Bevölkerung lässt sich leichter instrumentalisieren.

    @Off Topic
    Warum wird eigentlich nicht darüber berichtet das Israel wieder 400 Mio. für die PA bereitgestellt hat. http://german.ruvr.ru/2013_01_30/Israel-stellt-Palastina-400-Millionen-U...

    • Sikasuu
    • 31. Januar 2013 12:10 Uhr

    Da gab es in der Vergangenheit immer wieder massive Einbrüche, die Rede ist von 1 zu 10.
    .
    Ich hoffe auch sehr, die Geber können zwischen Energieriegeln und Handgranaten unterscheiden!
    .
    Viele "humaitäre" Hilfe ist in der Vergangenheit auch schon als Ausrüstung für "hungernde" Soldaten in den Empfängerregionen angekommen.
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    Skeptische Gruesse
    Sikasuu

    2 Leserempfehlungen
  2. 1 Mrd. Dollar ins Regierungsviertel? Ich glaube ich lese nicht richtig. Es hätte in die von Rebellen kontrollierten Gebiete geliefert werden müssen, dann müsste Assad seinen Schergen verklickern, weshalb man trocken Brot isst, während im anderen Lager Milch und Honig fliessen. Jetzt unterstützt man auch noch seine Schlachtereien, konterkariert damit zwei Jahre des heldenhaften Kampfes des Volkes für Demokratie und Menschenrechte. Ich fass es nicht.
    Jedenfalls wird jetzt klar und deutlich, dass die Golfstaaten eben NICHT auf Seiten der Rebellen in den Krieg eingreifen, wie es hier Gebetsmühlenartig vertreten wird.

  3. Das ist Orwellsches Neusprech: Von diesem Geld sieht die Zivilbevölkerung nichts. Da werden die Al-Nusra Brigaden und die FSA finanziert. Wer sonst bezahlt die Munition die dort täglich verballert wird? Weshalb wechseln so viel zu Al-Nusra? Weil die gut und pünktlich ihre Söldner bezahlen.

    Eine Leserempfehlung
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    "Jeder Schießstand für Milan Raketen, die in allen Eingangsstraßen von Bab Amr aufgestellt wurden, kostet 100 000 Euros, jede Rakete ungefähr 12 000 Euros. Die Raketen wurden mit einer Kadenz von zwei bis drei Stück pro Minute gefeuert. Solches Material wird von Nord-Aviation (France) et MBB (Deutschland) gebaut. Es wäre der freien « syrischen » Armee von Großbritannien und Deutschland geschenkt worden."
    http://www.voltairenet.org/article172810.html

  4. "Jeder Schießstand für Milan Raketen, die in allen Eingangsstraßen von Bab Amr aufgestellt wurden, kostet 100 000 Euros, jede Rakete ungefähr 12 000 Euros. Die Raketen wurden mit einer Kadenz von zwei bis drei Stück pro Minute gefeuert. Solches Material wird von Nord-Aviation (France) et MBB (Deutschland) gebaut. Es wäre der freien « syrischen » Armee von Großbritannien und Deutschland geschenkt worden."
    http://www.voltairenet.org/article172810.html

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, nf
  • Schlagworte Bevölkerung | Dollar | UN-Sicherheitsrat | Kuwait | Vereinte Nationen | Arzt
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