Afghanistan : Karsai will US-Spezialkräfte aus zwei Provinzen vertreiben

Die Regierung in Kabul wirft US-Einheiten vor, die Bevölkerung zu schikanieren und für Instabilität zu sorgen. Deshalb sollen sie binnen zwei Wochen das Gebiet verlassen.
Soldaten einer US-Spezialeinheit in Afghanistan ©MUNIR UZ ZAMAN/AFP/GettyImages

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat US-Spezialeinheiten aufgefordert, die Provinzen Wardak und Logar zu verlassen. Die Truppen müssten innerhalb von zwei Wochen die beiden an Kabul angrenzenden Provinzen verlassen, sagte ein Präsidentensprecher. Karsai habe das Verteidigungsministerium aufgefordert, die US-Soldaten aus den Gebieten zu vertreiben.

Der Präsident reagierte damit auf Vorwürfe gegen Afghanen, die mit den US-Spezialeinheiten zusammenarbeiten. Die Regierung in Kabul sprach von "illegalen bewaffneten Gruppierungen", die für "Unsicherheit und Instabilität" in den beiden Provinzen sorgten und die dortige Bevölkerung schikanierten. "Diese Gruppen sind nach unseren Informationen Teil der US-Spezialkräfte", sagte der Sprecher laut BBC.

Mehrere Einwohner der beiden Provinzen hatten sich laut dem Präsidentensprecher an die Regierung in Kabul gewandt und sich über willkürliche Festnahmen und Hausdurchsuchungen beschwert. Nach einer Untersuchung der Vorwürfe habe sich der Präsident zu der Maßnahme entschlossen.

Wachsende Spannungen zwischen USA und Afghanistan

Weniger als zwei Jahre vor dem Abzug der US-geführten Nato-Kampftruppen aus Afghanistan wachsen die Spannungen zwischen den Regierungen in Kabul und Washington. Zuletzt hatte Karsai Mitte Februar verfügt, dass die afghanische Armee künftig keine Luftangriffe der Nato mehr anfordern darf, nachdem bei einem solchen Angriff mehrere Frauen und Kinder getötet worden waren.

In Logar und Wardak haben die afghanischen Einsatzkräfte bislang große Schwierigkeiten, die Oberhand über die radikalislamischen Taliban-Rebellen zu gewinnen. Militär-Transporte nach Kandahar und in die südlichen Provinzen werden dadurch erheblich erschwert.

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Kommentare

32 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

ach ja

Gewlat mit Gewalt bekämpfen .... wann in der Mentschheitsgeschichte ist das denn mal nicht nach hinten los gegangen.

Villeicht wird ja nun auch deshalb alles besser weil es für die Leute keinen Grund mehr gibt sich gegen die Folternden und mordenden Besatzer zu wehren da diese ja gegangen sind.

Zwar wird Afganistan nicht so schnell die Demokratie werden die sich unser politiker ausgedacht haben, aber das ist auch gut so, weil es nicht unser Land ist.

Die Mentschen müssen dort selbst sich eine Ordnung schaffen, und auch in Europa ist die Demokratie nicht mal ebend entstanden sonder erst nach langen blutigen Kriegen.

Ach ... so damal versuchen Könige die Rebellen mit gewalt zu unterdrücken und notfalls Dörfer niederzubrennen, nur genutz hat das anscheinend nichts. Schon damals hat man versuche Rebellen mit militär zu beämpfen und sie massenhaft zu töten und alle Bauernaufstände zu zerschlagen, und doch gibt es eine Monarchien mehr in Europe ( England kann man eher als Therokratie bezeichnen sollte http://www.youtube.com/wa... ).

Auch ja auch England hat mal versucht mit Gewalt aufrührer in indien zu unterdrücken und die Rebellen dort vestzunehmen ... hat auch nicht funktioniert.

WEnn Mentschn immer sagen sie werden andere daran erinner was sie mal geschrieben haben, bitte lesen sie erst mal ein Geschichtsbuch weil es viel gibt an was man sich erinnern sollte, und eins ist das Gewalt noch nie Freiheitskämpfe beendet hat.