Waffenschau in Connecticut (Archiv) © Timothy A. Clary/AFP/Getty Images

Ausgerechnet US-Vizepräsident Joe Biden, der nach dem Amoklauf von Newtown mit der Suche nach Möglichkeiten zur Eindämmung der Waffengewalt betraut wurde, hat die Vorzüge eines Gewehrs im Haus gelobt. "Wenn du dich schützen willst, beschaffe dir eine doppelläufige Flinte", sagte er in einem Facebook-Forum der Zeitschrift Parents Magazine.

Diesen Rat habe er einst seiner Frau gegeben haben, um sich in ihrem abgelegenen Haus im Bundesstaat Delaware zu schützen. "Jill, wenn es ein Problem gibt, geh auf den Balkon, nimm diese doppelläufige Flinte und feuere zwei Schüsse nach draußen", wurde Biden weiter zitiert.

Ein halbautomatisches Sturmgewehr sei zum Selbstschutz aber nicht nötig. "In Wirklichkeit braucht man keine 30 Schüsse", sagte der Vizepräsident dem Magazin. Außerdem seien Sturmgewehre schwieriger zu handhaben. Mit seinen Ausführungen wollte Biden die Leser davon überzeugen, dass auch zum Selbstschutz keine halbautomatischen Sturmgewehre nötig sind.

Obama will Sturmgewehr verbieten

Nach dem Amoklauf von Newtown Mitte Dezember, bei dem ein junger Mann mit einem Sturmgewehr unter anderem 20 kleine Kinder in einer Grundschule erschossen hatte, hatte US-Präsident Barack Obama seinen Stellvertreter damit beauftragt, Maßnahmen zur Eindämmung der Waffengewalt vorzuschlagen.

Das Weiße Haus setzt sich unter anderem für ein Verbot von Sturmgewehren und von besonders großen Magazinen ein. Insbesondere viele Republikaner im Kongress sperren sich gegen ein schärferes Waffenrecht und verweisen auf das in der Verfassung festgeschriebene Recht auf das Tragen von Waffen.