Antiterror-KampfTodesschütze Bin Ladens packt aus

Der Ex-Elitekämpfer, der Osama Bin Laden getötet haben soll, hat detailliert über den Einsatz gegen den Terroristen berichtet. Die Aktion habe sein Leben total verändert.

Teile eines beschädigten US-Hubschraubers liegen auf Bin Ladens Anwesen in Pakistan, nachdem eine US-Eliteeinheit den Al-Kaida-Chef im Mai 2011 getötet hatte.

Teile eines beschädigten US-Hubschraubers liegen auf Bin Ladens Anwesen in Pakistan, nachdem eine US-Eliteeinheit den Al-Kaida-Chef im Mai 2011 getötet hatte.

Der frühere US-Elitesoldat, der Osama bin Laden erschossen hat, spricht erstmals öffentlich über die geheime Kommandoaktion und wie sich sein Leben durch die Tat verändert hat. Die Konfrontation mit Bin Laden am 2. Mai 2011 habe nur 15 Sekunden gedauert, berichtet das frühere Mitglied der Navy Seals dem Magazin Esquire. "Er sah verwirrt aus. Und deutlich größer, als ich erwartet habe", sagte der 35-Jährige, der anonym bleibt und nur als "der Schütze" bezeichnet wird.

Der Exsoldat erzählt äußerst detailliert von dem Einsatz auf Bin Ladens Anwesen im pakistanischen Abbottabad. Demnach war er mit einem Kameraden alleine, als er das Schlafzimmer des Al-Kaida-Chefs erreichte. Dort seien sie auf zwei Frauen gestoßen. Sein Teamkamerad habe die Frauen festgehalten, während er selbst in das Zimmer vorgedrungen sei. Bin Laden habe seine jüngste Frau vor sich hergeschoben – deshalb habe er befürchtet, dass diese eine Sprengstoffweste tragen könnte. Außerdem habe Bin Laden eine Kalaschnikow in seiner Nähe gehabt. Er habe ihn deshalb als Bedrohung empfunden.

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Zwei Mal habe er Bin Laden in die Stirn geschossen, dann sei der Extremistenführer zu Boden gesackt. Anschließend habe er noch einen Schuss auf Bin Ladens Kopf abgegeben: "Bumm, gleiche Stelle. Er war tot. Bewegte sich nicht. Seine Zunge hing heraus."

"Das Beste oder das Schlechteste"?

Dem Team 6 der Navy Seals sei klar gewesen, dass eine Gefangennahme Bin Ladens nicht in Frage komme. Zwar habe es keinen ausdrücklichen Tötungsauftrag gegeben, der frühere Elitesoldat sagte aber: "Das war einfach implizit." Er fügte hinzu: "Und ich erinnere mich (...), dass ich dachte: Ist dies das Beste oder das Schlechteste, was ich jemals getan habe? Das hier ist real, und es ist er (Bin Laden)."

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington mit fast 3.000 Toten war Bin Laden der Staatsfeind Nummer eins der USA. Fast ein Jahrzehnt konnte er sich verstecken, bis die US-Geheimdienste ihn und seine Familie im pakistanischen Abbottabad aufspürten. Eine US-Spezialeinheit stürmte das Anwesen in der Nacht zum 2. Mai 2011 und erschoss den Al-Kaida-Chef.

Für den Artikel hatte sich der Journalist Phil Bronstein über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr mit dem Ex-Elitesoldaten getroffen. Der Artikel erschien, nachdem bereits ein anderes Navy-Seals-Mitglied ein Buch über den Bin-Laden-Einsatz veröffentlichte und damit den Ärger des Pentagons auf sich zog.

Leser-Kommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jz

  2. Frage wird ja in dem Artikel nicht beantwortet, nämlich
    warum er vor dem Erreichen der 20 Jahre Grenze ausgeschieden ist.
    Wenn er zum Ausscheiden gezwungen wurde, fragt man sich weshalb, wo er doch in der Tat die Drecksarbeit für das Imperium Americanum gemacht hat (oder wollte die Führung Osama lebend).
    Wenn er es selbst entschieden hat, kann er niemanden für seine prekäre Situation anklagen.

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    Es kann ja auch sein, dass er aufgrund von Psychischen Problemen ausgetreten ist.

    Ich fände das ebenfalls sehr wissenswert.

    Es kann ja auch sein, dass er aufgrund von Psychischen Problemen ausgetreten ist.

    Ich fände das ebenfalls sehr wissenswert.

  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/jz

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    Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/ls

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  4. Bin Laden war schwer nierenkrank und dialysepflichtig. Der pakistanische Präsident Musharraf sagte im Jahr 2002:“ Ich glaube Bin Laden ist höchstwahrscheinlich tot, weil er nicht kontinuierlich für seine Nierenkrankheit behandelt werden konnte“
    http://edition.cnn.com/20...
    Mit welchen Nieren soll er solange im Untergrund ausgehalten haben? 2006 hat die CIA auch die Abteilung „Alec Station“ aufgelöst, welche für die Suche nach Bin Laden beauftragt war. http://www.nytimes.com/20...

    2 Leser-Empfehlungen
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    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Wenn Sie schon uuultrakritisch sein wollen, sollten Sie vielleicht auch die Ferndiagnose des überaus vertrauenswürdigen Herrn Musharraf in Frage stellen. Finden Sie nicht.

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Wenn Sie schon uuultrakritisch sein wollen, sollten Sie vielleicht auch die Ferndiagnose des überaus vertrauenswürdigen Herrn Musharraf in Frage stellen. Finden Sie nicht.

  5. 5. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und beteiligen sich mit sachlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/ls

  6. 6. [..]

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    Eine Leser-Empfehlung
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    [...]

    Tja als Soldat der nicht bereit ist nach seiner Dienstzeit für eine Privat Armee zu Arbeiten ist es schwer.
    Natürlich könnte das US Militär davon abraten jemanden einzustellen der zuviel Quatscht.

    Früher ein "Held" jetzt kurz vor dem Nichts.
    Ich kenne jemanden der würde das wohl Karma nennen.

    Gekürzt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde entfernt. Die Redaktion/ls

    [...]

    Tja als Soldat der nicht bereit ist nach seiner Dienstzeit für eine Privat Armee zu Arbeiten ist es schwer.
    Natürlich könnte das US Militär davon abraten jemanden einzustellen der zuviel Quatscht.

    Früher ein "Held" jetzt kurz vor dem Nichts.
    Ich kenne jemanden der würde das wohl Karma nennen.

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  7. Ich gehe doch schwer davon aus, dass nach dem Interview das Buch erscheint.

  8. 8. [...]

    [...]

    Tja als Soldat der nicht bereit ist nach seiner Dienstzeit für eine Privat Armee zu Arbeiten ist es schwer.
    Natürlich könnte das US Militär davon abraten jemanden einzustellen der zuviel Quatscht.

    Früher ein "Held" jetzt kurz vor dem Nichts.
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