PräsidentHugo Chávez ist zurück in Venezuela

Hugo Chávez hat seine Krebs-Therapie auf Kuba beendet und ist in seiner Heimat Venezuela angekommen. Dort muss er sich weiteren Behandlungen unterziehen.

Zwei Monate nach einer Krebsoperation in Kuba ist der venezolanische Präsident Hugo Chávez überraschend nach Hause zurückgekehrt. "Wir sind in der venezolanischen Heimat zurück. Danke, mein Gott! Danke, geliebtes Volk!", schrieb Chávez via Twitter. Er werde die Behandlung in Venezuela fortsetzen. "Danke Fidel, danke Raul, danke Kuba. Danke Venezuela für so viel Liebe", schrieb er.

Der Nachrichtensender Telesur berichtete, Chávez' Maschine sei gegen 2.30 Uhr Ortszeit gelandet. In Live-Übertragungen des Fernsehens waren jubelnde Minister zu sehen. Einer von ihnen sang: "Er ist zurück, er ist zurück."

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"Wir sind überglücklich", sagte Vizepräsident Nicolas Maduro. Maduro sagte auch, Chávez müsse sich weiteren medizinischen Behandlungen unterziehen. Diese seien kompliziert, sollten die Erkrankung aber beenden. Laut Maduro wird der Präsident in einem Militärkrankenhaus in Caracas behandelt. Informationsminister Ernesto Villegas teilte mit, Chávez leide immer noch an einer Erkrankung der Atemwege. Er müsse mithilfe eines Trachea-Schlauches atmen, der ihm das Sprechen erschwere.

Regierung veröffentlicht Fotos von Staatschef

Wegen der Krankheit und Komplikationen hatte Chávez nicht wie vorgesehen am 10. Januar den Eid für seine neue Amtszeit ablegen können, nachdem er im Oktober wiedergewählt worden war. Am 10. Dezember hatte der 58-Jährige das Land Richtung Kuba verlassen, wo er sich einen Tag darauf einer Operation unterzog. Es war die vierte Krebsbehandlung innerhalb von eineinhalb Jahren.

Die Opposition warf der Regierung zuletzt immer wieder vor, Lügen über Chávez' sich angeblich verbessernden Gesundheitszustand zu verbreiten. Am Freitag hatte die Regierung Venezuelas zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten deshalb wieder Fotos von dem Staatschef veröffentlicht.

Darauf ist Chávez in einem Krankenhaus auf Kuba zu sehen, eingerahmt von seinen beiden Töchtern Maria und Rosa. Er wird liegend gezeigt, den Kopf auf ein blaues Kissen gestützt. In den Händen hält Chávez eine aktuelle Ausgabe der Granma, der Parteizeitung der Kommunisten Kubas.

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Leserkommentare
  1. Danke, mein Gott ! Mit diesen ersten Worten hat er sich also auf Twitter zurückgemeldet...
    Was für eine Art von Spiel treiben die interessierten Parteigenossen da eigentlich mit den sterblichen Überresten des Hugo Chàvez Frias...

  2. ...abdanken, er ist ein krankener Mann, und taugt wegen seines Nepotismus auch schon lange nicht mehr für den Schmusekurs, den ihm Linksintellektuelle zollen.

    Eine Leserempfehlung
  3. Die Zeit auf Kuba ist ihm scheint's gut bekommen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, nf
  • Schlagworte Nicolas Maduro | Kuba | Twitter | Venezuela | Vizepräsident | Fernsehen
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