China und Japan: Leichtsinnige Kriegsspiele im Ostchinesischen Meer
Im Streit um eine Inselgruppe soll China ein Zielradar auf ein japanisches Schiff gerichtet haben. Ein Rückschlag für die Entschärfung des Konfliktes
© REUTERS/Kyodo

Chinesische (links) und japanische Küstenwache vor einer der Senkaku-Diaoyu-Inseln (September 2012)
Japans Premier Shinzo Abe ist nicht dafür bekannt, eine friedfertige Taube zu sein. Zumindest in seiner Wortwahl ist er ein Falke, obwohl als Politiker am Ende meist pragmatisch. Doch als er am Mittwoch der Regierung Chinas eine "einseitige und provokative Handlung" vorwarf, dürfte er richtig gelegen haben: Im Dauerstreit um ein paar Inseln im Ostchinesischen Meer soll laut dem japanischen Verteidigungsministerium in den vergangenen drei Wochen chinesisches Feuerleitradar jeweils auf ein Schiff der japanischen Küstenwache und einen Hubschrauber gerichtet worden sein.
Nun ist der Sinn eines Feuerleitradars eigentlich, das ausgewählte Objekt nach der Erfassung auch zu beschießen. Das muss man natürlich nicht tun und es ist in den beiden Fällen auch nicht geschehen. Aber sofern die japanischen Angaben richtig sind, bekommt der Streit um die besagten Senkaku-Diaoyu-Inseln damit eine neue und vor allem gefährlichere Dimension. "Das war ein gefährlicher Akt und hätte zu einer unvorhersehbaren Situation führen können", sagte Abe vor dem Parlament in Tokio.
Man muss sich vor Augen halten: Wegen ein paar kleiner unbewohnter Inseln, manche nur Felsenriffe, liefern sich zwei der drei stärksten Volkswirtschaften der Welt einen scharfen Territorialstreit. Es geht um Fischreichtum und Rohstoffe, aber auch Nationalismus gehört zu den Auslösern. Um Stärke zu zeigen, schickt China nun schon seit Wochen immer wieder Schiffe in das Ostchinesische Meer. Die Inseln liegen etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer vor der japanischen Insel Okinawa in japanischem Hoheitsgewässer.
Parteichef Xi leitet Sonderkommission
Das Problem an diesem Streit: Er ist im Kern wohl nicht lösbar. Japan wird die seit 1895 in japanischer Hand befindlichen Inseln nicht abgeben wollen. Und in China hat die herrschende KP eine derart große antijapanische Aufwallung provoziert und zugelassen, dass sie ihre Territorialansprüche zumindest offiziell nicht mehr wird zurücknehmen kann. Gleichzeitig wird auch in Japan der Ton in der Politik zunehmend patriotischer. Nationalstolz und Gesichtswahrung spielen auf beiden Seiten eine große Rolle.
Dass der Streit aber in kriegerische Auseinandersetzungen mündet, halten Beobachter in Ostasien für unwahrscheinlich. Nicht zuletzt deshalb, weil die chinesische Regierung parallel mit vielen anderen Staaten im Westpazifik Territorialkonflikte aushält. Vor allem aber sind die Handelsbeziehungen der beiden wirtschaftlichen Großmächte sehr eng.
Was die Radar-Geschichte jedoch bedenklich macht, ist die Vermutung, dass es sich wahrscheinlich nicht um Unfälle eines eigenwilligen Kommandanten handelt. Um solche und sich widersprechende offizielle Erklärungen der zahlreichen Partei- und Militärgremien Chinas zu verhindern, wurde für den Inselstreit in Peking nämlich extra eine hochrangig besetzte Arbeitsgruppe gegründet – die von Parteichef Xi Jinping persönlich geleitet wird.





Gut, aber welche asiatische Großmacht hat in den letzten 120 Jahren mehrmals ein großes asiatisches Land bedroht, überfallen & besetzt?
Die Antwort finden Sie in den Kommentaren, in denen sie gleich mehrfach erwähnt ist. In dem Artikel finden sie diese tatsächlich NICHT.
wer china eine leichtfertige ,unkalkulierbare risikopolitik vorwirft,der täuscht sich,denn die aussenpolitik chinas ist genau kalkuliert und somit auch berechenbar,wenn auch nicht mit unseren westlichen vorstellungen.aussenpolitische handlungen chinas haben immer symbolcharakter und werden in asien auch danach bewertet.manchmal sind diese handlungen nur durch die damit vermittelnde botschaft ausgelöst.dass china nach den beispiellosen veränderungen seine position in asien sucht,ist historisch zwangsläufig,erst recht,nachdem die usa sich auf asien hin neu positioniert haben.der konflik t mit japan beinhaltet die botschaft,sowohl an japan als auch an die usa,dass china der führende ansprechpartner in asien sein will,nachdem es auch wirtschaftlich diese position eingenommen hat.gegenüber japan werden die vorbehalte der anrainerstaaten gegen eine japanische politik,die eine deutliche tendenz zum chauvinismus auszeichnet,benutzt,um diesen staaten von der führungsrolle chinas zu überzeugen,was durch hohe chinesische bevölkerungsanteile in diesen staaten erfolgversprechend ist.was die usa angeht,wird nicht angestrebt,die weltmachtstellung der usa in frage zu stellen.die chinesen wissen ganz genau,dass ihnen für eine übernahme dieser position,die voraussetzungen zu zeit noch fehlen.die chinesische aussenpolitik zeichnet sich durch langfristiges denken aus.es ist die gleiche augenhöhe mit den usa,was china jetzt will, wenn es um asitische entwicklungen geht.
Ich teile Ihre Meinung dass Chinas Außenpolitik genau kalkuliert ist. Allerdings wenn es um das Verhältnis zu den Anrainerstaaten geht (" Führungsrolle Chinas "), müssen sie zwischen Politik und Menschen unterscheiden: Japaner mögen in diesen Staaten nicht sonderlich beliebt sein, aber gefürchtet wird nicht eine japanische Expansionspolitik sondern die stattfindende chinesische.
Ich glaube nicht das wegen der hohen chinesische Bevölkerungsanteile in den Anrainerstaaten die Akzeptanz zur Chinas Führungsrolle gegeben ist. Natürlich speziell in Taiwan, wo jeder zweite Verwandte im Kontinent hat. Aber auch zB in den Philippinen, wo man über den Besuch von Japans Außenminister lesen kann:
http://www.chinapost.com....
The meetings between Kishida and Philippine officials went beyond platitudes and rhetoric. They agreed, among other things, to enhance the military hardware of the Philippines to resist aggressive actions by China in the strategic waterway where Beijing is locked in territorial disputes with the Philippines, Vietnam, Brunei, Malaysia and Taiwan.
Ich teile Ihre Meinung dass Chinas Außenpolitik genau kalkuliert ist. Allerdings wenn es um das Verhältnis zu den Anrainerstaaten geht (" Führungsrolle Chinas "), müssen sie zwischen Politik und Menschen unterscheiden: Japaner mögen in diesen Staaten nicht sonderlich beliebt sein, aber gefürchtet wird nicht eine japanische Expansionspolitik sondern die stattfindende chinesische.
Ich glaube nicht das wegen der hohen chinesische Bevölkerungsanteile in den Anrainerstaaten die Akzeptanz zur Chinas Führungsrolle gegeben ist. Natürlich speziell in Taiwan, wo jeder zweite Verwandte im Kontinent hat. Aber auch zB in den Philippinen, wo man über den Besuch von Japans Außenminister lesen kann:
http://www.chinapost.com....
The meetings between Kishida and Philippine officials went beyond platitudes and rhetoric. They agreed, among other things, to enhance the military hardware of the Philippines to resist aggressive actions by China in the strategic waterway where Beijing is locked in territorial disputes with the Philippines, Vietnam, Brunei, Malaysia and Taiwan.
Im ersten chin./jap. Krieg hat Japan die Ryūkyū-Inseln aber nicht die Diaoyu-Inseln erobert. Da verwechselst du zwei Inseln, die allerdings relativ eng nebeneinander liegen. "China hat sogar in einem Manuskript Senkaku als japanisch ausgewiesen" In welchem Manuskript? Bitte belegen, sonst halte ich das für ein unverantwortliches Gerücht. Die Verwaltung der Inseln führt nicht automatisch zu irgendwelchen Besitzansprüchen. Im Gegensatz zu Japan ist China gegenüber Japan immer friedlich aufgetreten und hat bis zur Eskalation immer nur Fischerboote dorthin entsendet, während die Japaner Aktivisten aus Hongkong und China gewaltsam verhafteten.
Das ist kein Gerücht, nur in china erzählt man andere Geschichte. martinemler hat Recht.
Von 1895 bis 1970, erhob China kein einziges mal Anspruch auf diese Inseln.
1.Weltkarte von 北京市地図出版社, die 1960 in Peking herausgegeben wurde. in dieser Weltkarte, Senkaku war als ein teil von Okinawa angegeben.
2.Dankschrift (1920) von einer chinesichen Botschafter in Nagasaki an Japaner.
1919 wurden 31 verunglückte chinesiche Fischer gerettet von Japanern, also jap. Fischer, die damals auf (oder in der Naehe) senkaku bewohnten.
In diesem Brief wurde deutlich geschrieben als "Japanischer Kaiserreich, Okinawa Präfektur Yaeyama..Senkaku Inseln"
3. Artikel von People's Daily (1953)
"Ryukyu Inseln (Senkaku, sakishima, daito, tokara, Osumi...)"
Das ist kein Gerücht, nur in china erzählt man andere Geschichte. martinemler hat Recht.
Von 1895 bis 1970, erhob China kein einziges mal Anspruch auf diese Inseln.
1.Weltkarte von 北京市地図出版社, die 1960 in Peking herausgegeben wurde. in dieser Weltkarte, Senkaku war als ein teil von Okinawa angegeben.
2.Dankschrift (1920) von einer chinesichen Botschafter in Nagasaki an Japaner.
1919 wurden 31 verunglückte chinesiche Fischer gerettet von Japanern, also jap. Fischer, die damals auf (oder in der Naehe) senkaku bewohnten.
In diesem Brief wurde deutlich geschrieben als "Japanischer Kaiserreich, Okinawa Präfektur Yaeyama..Senkaku Inseln"
3. Artikel von People's Daily (1953)
"Ryukyu Inseln (Senkaku, sakishima, daito, tokara, Osumi...)"
Das ist kein Gerücht, nur in china erzählt man andere Geschichte. martinemler hat Recht.
Von 1895 bis 1970, erhob China kein einziges mal Anspruch auf diese Inseln.
1.Weltkarte von 北京市地図出版社, die 1960 in Peking herausgegeben wurde. in dieser Weltkarte, Senkaku war als ein teil von Okinawa angegeben.
2.Dankschrift (1920) von einer chinesichen Botschafter in Nagasaki an Japaner.
1919 wurden 31 verunglückte chinesiche Fischer gerettet von Japanern, also jap. Fischer, die damals auf (oder in der Naehe) senkaku bewohnten.
In diesem Brief wurde deutlich geschrieben als "Japanischer Kaiserreich, Okinawa Präfektur Yaeyama..Senkaku Inseln"
3. Artikel von People's Daily (1953)
"Ryukyu Inseln (Senkaku, sakishima, daito, tokara, Osumi...)"
Mir liegt
4. das Faksimile einer Ansichtskarte vor, die der stellvertretende Bürovorsteher der Fahrbereitschaft der Gartenbauabteilung des Bezirks Chaoyang 1973 an einen alten Schulfreund geschickt hat, in der er schreibt, er werde als Souvenir eine Muschel von den Senkakuinseln mitbringen.
Gut, ich schalte den Ironiemodus jetzt mal wieder ab.
Mir liegt
4. das Faksimile einer Ansichtskarte vor, die der stellvertretende Bürovorsteher der Fahrbereitschaft der Gartenbauabteilung des Bezirks Chaoyang 1973 an einen alten Schulfreund geschickt hat, in der er schreibt, er werde als Souvenir eine Muschel von den Senkakuinseln mitbringen.
Gut, ich schalte den Ironiemodus jetzt mal wieder ab.
@Piraten
Was schreiben Sie denn die ganze Zeit? Wofuer?
"im ersten chin./jap. Krieg hat Japan die Ryūkyū-Inseln aber nicht die Diaoyu-Inseln erobert. Da verwechselst du zwei Inseln,"
Wissen Sie wo Ryukyu ist? Okinawa!
Ryukyu-Inseln wurde erobert 1609 von Shimazu clan, das hat mit sino-japanischer Krieg gar nichts zu tun.
Mir liegt
4. das Faksimile einer Ansichtskarte vor, die der stellvertretende Bürovorsteher der Fahrbereitschaft der Gartenbauabteilung des Bezirks Chaoyang 1973 an einen alten Schulfreund geschickt hat, in der er schreibt, er werde als Souvenir eine Muschel von den Senkakuinseln mitbringen.
Gut, ich schalte den Ironiemodus jetzt mal wieder ab.
Ich teile Ihre Meinung dass Chinas Außenpolitik genau kalkuliert ist. Allerdings wenn es um das Verhältnis zu den Anrainerstaaten geht (" Führungsrolle Chinas "), müssen sie zwischen Politik und Menschen unterscheiden: Japaner mögen in diesen Staaten nicht sonderlich beliebt sein, aber gefürchtet wird nicht eine japanische Expansionspolitik sondern die stattfindende chinesische.
Ich glaube nicht das wegen der hohen chinesische Bevölkerungsanteile in den Anrainerstaaten die Akzeptanz zur Chinas Führungsrolle gegeben ist. Natürlich speziell in Taiwan, wo jeder zweite Verwandte im Kontinent hat. Aber auch zB in den Philippinen, wo man über den Besuch von Japans Außenminister lesen kann:
http://www.chinapost.com....
The meetings between Kishida and Philippine officials went beyond platitudes and rhetoric. They agreed, among other things, to enhance the military hardware of the Philippines to resist aggressive actions by China in the strategic waterway where Beijing is locked in territorial disputes with the Philippines, Vietnam, Brunei, Malaysia and Taiwan.
Kalkulierte Politik findet man natürlich nur auf chinesischer Seite, LeiJie.
Das, was die US zur Zeit im pazifischen Raum veranstalten, sind selbstverständlich alles nur rein zufällige Schritte, meistens Resultat des unbändigen Wunsches, der übrigen Menschheit gegen die bösen Mächte des Kommunismus zu helfen.
Zur Motivation des philippinischen Hochleistungspolitikers Noynoy Aquino möchte ich mich hier nicht weiter äußern.
Kalkulierte Politik findet man natürlich nur auf chinesischer Seite, LeiJie.
Das, was die US zur Zeit im pazifischen Raum veranstalten, sind selbstverständlich alles nur rein zufällige Schritte, meistens Resultat des unbändigen Wunsches, der übrigen Menschheit gegen die bösen Mächte des Kommunismus zu helfen.
Zur Motivation des philippinischen Hochleistungspolitikers Noynoy Aquino möchte ich mich hier nicht weiter äußern.
Kalkulierte Politik findet man natürlich nur auf chinesischer Seite, LeiJie.
Das, was die US zur Zeit im pazifischen Raum veranstalten, sind selbstverständlich alles nur rein zufällige Schritte, meistens Resultat des unbändigen Wunsches, der übrigen Menschheit gegen die bösen Mächte des Kommunismus zu helfen.
Zur Motivation des philippinischen Hochleistungspolitikers Noynoy Aquino möchte ich mich hier nicht weiter äußern.
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