Im Stich gelassen in Europa

Ein Flüchtling aus Bangladesch in einem Zug in Athen. Über den Fluss Evros kam er von der Türkei aus nach Griechenland. Nach Angaben der Grenzschutzagentur Frontex wurden im Jahr 2011 allein am Evros 55.000 Menschen aufgegriffen, 17 Prozent mehr als 2010. | © Daniel Etter
Sie wollen nach Europa, doch Europa will sie nicht. Seit die Europäische Union ihre Asylpolitik mit der Dublin-II-Verordnung von 2003 an die Außengrenzen verlagert hat, gehen die Grenzstaaten rigoros gegen illegale Einwanderer vor. Trotzdem kommen jedes Jahr Zehntausende mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Aber auch innerhalb der EU erhält kaum einer der Migranten Unterstützung, um sich eine Existenz aufzubauen. Der Fotograf und Autor Daniel Etter hat einige der Flüchtlinge getroffen.
- Datum 25.02.2013 - 17:03 Uhr
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""Solange die Menschen in dieser Form ungeregelt zuwandern und sich ebenso ungeregelt ansiedeln, sind die Probleme polizeilich nicht beherrschbar.""
http://www.welt.de/politi...
Schlechte Politik?
Es sind bewegende Bilder, besonders Nr 2.
Ich fürchte leider, daß die rechtspopulistischen Wirdmanwohlnochsagendürfen-Kommentare à la "selbst schuld" oder "Wir Deutschen sind nicht das Sozialamt der Welt" nicht lange auf sich warten lassen...die These von der zunehmenden Verrohung des Bürgertums ist leider plausibel.
sind in der Tat ausdrucksstark und erzählen traurige Geschichten. Aus dem persönlichen Leid einzelner allerdings Politik abzuleiten zu wollen ist ein Kurzschluss und wenig verantwortungsvoll.
sind in der Tat ausdrucksstark und erzählen traurige Geschichten. Aus dem persönlichen Leid einzelner allerdings Politik abzuleiten zu wollen ist ein Kurzschluss und wenig verantwortungsvoll.
Ich glaube, dass die illegalen Immigranten einem Irrtum unterliegen. Europa hat sie nicht gebeten herzukommen. Sie sind freiwillig hier. Europa hat weder eine moraliche noch eine legale Verpflichtung sie aufzunehmen und sie zu versorgen. Arbeit gibt es fuer sie nicht. Sich hinterher darueber zu beschweren geht nicht. Leider werden diese Fakten in den Herkunftslaendern von Schlepperbanden anders dargestellt. Und mit Recht. Eine Ueberfahrt vom Senegal ins Mittelmeer kostet heute 5000 eur pro Person.
Doch, ich glaube, Europa - und insbesondere Deutschland und Frankreich - haben eine moralische Verpflichtung gegenüber diesen Menschen.
Denn sie fliehen ja nicht aus ihrer Heimat, weil sie mal die Welt entdecken wollen oder Europas Kulturstädte besichtigen möchten. Sie fliehen auch nicht mit dem Ziel, Sozialsysteme auszunutzen oder uns "ihre Kultur" überzustreifen und die Welt zu erobern. Sie fliehen, weil ihre Heimatländer zerstört wurden, weil sie ihr Leben retten wollen. Ein Leben, dass durch Kriege, Unruhen und Armut ständig in Gefahr ist.
In manchen Ländern profitiert der Westen heute ganz direkt von diesen Kriegen - ich erinnere an das Wort "Wirtschaftskriege", unsere Rüstungsindustrie freut es.
Betrachten wir die "Lebensmittel-Export-und-Import-Moral" von Europa wird auch schnell klar, wer von dem Hunger in diesen Ländern profitiert.
Schauen wir länger in die Vergangenheit zurück, so hat der Kolonialismus weitgehend zu den heutigen Umständen beigetragen. Und damals haben diese Menschen auch nicht danach gerufen "Europäer kommt her und zerstört unsere Lebensgrundlage". Aber die Europäer haben genau das getan und ungefragt angefangen ihre "Kultur" überzustülpen.
Den paar wenigen Menschen dieses großen Unglücks, die es schaffen, nach Europa zu kommen, haben wir eine moralische Verantwortung gegenüber, zumindest in der Form, wie ich Moral verstehe. Wir sollten uns bei ihnen entschuldigen, in aller Form - und ihnen geben, was wir können.
"Europa hat sie nicht gebeten herzukommen." in Ländern wie dem Senegal können nichtmal mehr die Bauern von ihrem Land leben, weil der ganze Markt mit europäischen übersubventionierten EU-Produkten überschwemmt ist. Nein, Europa bittet sie nicht - es zwingt sie!
Und wozu wir den Afghanen moralisch verpflichtet sind, wenn wir über Jahre ihr Land besetzt halten und unsere Armee dazu verwenden ihre Frauen und Kinder tot zu bomben steht ja wohl ausser Frage...
Doch, ich glaube, Europa - und insbesondere Deutschland und Frankreich - haben eine moralische Verpflichtung gegenüber diesen Menschen.
Denn sie fliehen ja nicht aus ihrer Heimat, weil sie mal die Welt entdecken wollen oder Europas Kulturstädte besichtigen möchten. Sie fliehen auch nicht mit dem Ziel, Sozialsysteme auszunutzen oder uns "ihre Kultur" überzustreifen und die Welt zu erobern. Sie fliehen, weil ihre Heimatländer zerstört wurden, weil sie ihr Leben retten wollen. Ein Leben, dass durch Kriege, Unruhen und Armut ständig in Gefahr ist.
In manchen Ländern profitiert der Westen heute ganz direkt von diesen Kriegen - ich erinnere an das Wort "Wirtschaftskriege", unsere Rüstungsindustrie freut es.
Betrachten wir die "Lebensmittel-Export-und-Import-Moral" von Europa wird auch schnell klar, wer von dem Hunger in diesen Ländern profitiert.
Schauen wir länger in die Vergangenheit zurück, so hat der Kolonialismus weitgehend zu den heutigen Umständen beigetragen. Und damals haben diese Menschen auch nicht danach gerufen "Europäer kommt her und zerstört unsere Lebensgrundlage". Aber die Europäer haben genau das getan und ungefragt angefangen ihre "Kultur" überzustülpen.
Den paar wenigen Menschen dieses großen Unglücks, die es schaffen, nach Europa zu kommen, haben wir eine moralische Verantwortung gegenüber, zumindest in der Form, wie ich Moral verstehe. Wir sollten uns bei ihnen entschuldigen, in aller Form - und ihnen geben, was wir können.
"Europa hat sie nicht gebeten herzukommen." in Ländern wie dem Senegal können nichtmal mehr die Bauern von ihrem Land leben, weil der ganze Markt mit europäischen übersubventionierten EU-Produkten überschwemmt ist. Nein, Europa bittet sie nicht - es zwingt sie!
Und wozu wir den Afghanen moralisch verpflichtet sind, wenn wir über Jahre ihr Land besetzt halten und unsere Armee dazu verwenden ihre Frauen und Kinder tot zu bomben steht ja wohl ausser Frage...
bewusst Emotionen auslösen zu wollen, um im gleichen Atemzug dann auch noch auf die seelenlosen und hartherzigen Europäer zu zeigen, wäre es erste Pflicht eines seriösen Journalismus ungeschminkt die Ursachen und Missstände in den Ländern aufzuzeigen aus denen die Flüchtlinge kommen und sich mit allen verfügbaren journalsitischen Mitteln dafür stark zu machen , dass den Flüchtlingen in ihren Heimatländern geholfen wird oder geholfen werden kann.
Und wenn dann noch leichtfertig von möglichem Existenzaufbau in Europa geredet und Hilfe und Unterstützung verlangt wwerden, dann sollte man auch gleich Vorschläge machen, wie z.B. ungelernte Arbeiter aber auch ausgebildete Menschen, die z.B. ihr Land wegen hoher Arbeitslosigkeit verlassen haben, in einem Europa, in dem inzwischen Länder unter einer Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen von bis zu 50 % zu leiden haben, eine eigene Existenz aufbauen können.
Weder mittel- noch langfristig kann die fortgesetzte Aufnahme von Asylanten in Europa oder anderswo in der westlichen Welt eine Lösung darstellen. .
"....bewusst Emotionen auslösen zu wollen, um im gleichen Atemzug dann auch noch auf die seelenlosen und hartherzigen Europäer zu zeigen, wäre es erste Pflicht eines seriösen Journalismus ungeschminkt die Ursachen und Missstände in den Ländern aufzuzeigen aus denen die Flüchtlinge kommen..."
Stimmt, Sie haben völlig recht. Viel zu viele Menschen in Europa glauben immer noch, in Afghanistan oder Afrika sei alles super und können sich gar nicht vorstellen, daß irgendwer von da weg will. Die Presse berichtet viel zu selten über die Zustände in diesen Ländern.
"....bewusst Emotionen auslösen zu wollen, um im gleichen Atemzug dann auch noch auf die seelenlosen und hartherzigen Europäer zu zeigen, wäre es erste Pflicht eines seriösen Journalismus ungeschminkt die Ursachen und Missstände in den Ländern aufzuzeigen aus denen die Flüchtlinge kommen..."
Stimmt, Sie haben völlig recht. Viel zu viele Menschen in Europa glauben immer noch, in Afghanistan oder Afrika sei alles super und können sich gar nicht vorstellen, daß irgendwer von da weg will. Die Presse berichtet viel zu selten über die Zustände in diesen Ländern.
Doch, ich glaube, Europa - und insbesondere Deutschland und Frankreich - haben eine moralische Verpflichtung gegenüber diesen Menschen.
Denn sie fliehen ja nicht aus ihrer Heimat, weil sie mal die Welt entdecken wollen oder Europas Kulturstädte besichtigen möchten. Sie fliehen auch nicht mit dem Ziel, Sozialsysteme auszunutzen oder uns "ihre Kultur" überzustreifen und die Welt zu erobern. Sie fliehen, weil ihre Heimatländer zerstört wurden, weil sie ihr Leben retten wollen. Ein Leben, dass durch Kriege, Unruhen und Armut ständig in Gefahr ist.
In manchen Ländern profitiert der Westen heute ganz direkt von diesen Kriegen - ich erinnere an das Wort "Wirtschaftskriege", unsere Rüstungsindustrie freut es.
Betrachten wir die "Lebensmittel-Export-und-Import-Moral" von Europa wird auch schnell klar, wer von dem Hunger in diesen Ländern profitiert.
Schauen wir länger in die Vergangenheit zurück, so hat der Kolonialismus weitgehend zu den heutigen Umständen beigetragen. Und damals haben diese Menschen auch nicht danach gerufen "Europäer kommt her und zerstört unsere Lebensgrundlage". Aber die Europäer haben genau das getan und ungefragt angefangen ihre "Kultur" überzustülpen.
Den paar wenigen Menschen dieses großen Unglücks, die es schaffen, nach Europa zu kommen, haben wir eine moralische Verantwortung gegenüber, zumindest in der Form, wie ich Moral verstehe. Wir sollten uns bei ihnen entschuldigen, in aller Form - und ihnen geben, was wir können.
Diese Menschen reisen illegal ein und wissen das auch sehr gut. Daraus erwächst kein Anspruch auf Aufnahme und Alimentierung, ganz und gar nicht. Es steht Ihnen persönlich natürlich frei, Ihre Mittel reichlich zu spenden. Es gibt jede Menge Hilfsorganisationen, da können Sie Ihr Geld abgeben.
Er spricht mir aus dem Herzen.
Ich denke, vielen Einwandererhassern stünde etwas Demut besser zu Gesicht. Niemand sucht sich aus, in welche Gesellschaft er hineingeboren wird. Und bei allen Problemen, die Europa hat, ist das kein Vergleich mit der Armut und dem täglichen Überlebenskampf in Teilen Afrikas und Asiens.
Wie kann man dann nur mit solchem Hass Menschen begegnen, die unter großer Gefahr versuchen, ihr Leben zu verbessern, ihrer Familie eine Chance zu geben, ihr Glück woanders zu versuchen?
Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie es ist, in solcher Armut aufzuwachsen und eine Odyssee nach Europa, Nordamerika oder Australien zu wagen, deren Ausgang ungewiss ist. Woher sollte man sich das Recht nehmen, so bösartig über Flüchtlinge zu urteilen, wie es viele tun?
Diese Menschen reisen illegal ein und wissen das auch sehr gut. Daraus erwächst kein Anspruch auf Aufnahme und Alimentierung, ganz und gar nicht. Es steht Ihnen persönlich natürlich frei, Ihre Mittel reichlich zu spenden. Es gibt jede Menge Hilfsorganisationen, da können Sie Ihr Geld abgeben.
Er spricht mir aus dem Herzen.
Ich denke, vielen Einwandererhassern stünde etwas Demut besser zu Gesicht. Niemand sucht sich aus, in welche Gesellschaft er hineingeboren wird. Und bei allen Problemen, die Europa hat, ist das kein Vergleich mit der Armut und dem täglichen Überlebenskampf in Teilen Afrikas und Asiens.
Wie kann man dann nur mit solchem Hass Menschen begegnen, die unter großer Gefahr versuchen, ihr Leben zu verbessern, ihrer Familie eine Chance zu geben, ihr Glück woanders zu versuchen?
Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie es ist, in solcher Armut aufzuwachsen und eine Odyssee nach Europa, Nordamerika oder Australien zu wagen, deren Ausgang ungewiss ist. Woher sollte man sich das Recht nehmen, so bösartig über Flüchtlinge zu urteilen, wie es viele tun?
in das Elend und die Aussichtslosigkeit bedrückt zutiefst. Und die Hilflosigkeit angesichts der komplexen Missstände, die zur Auswanderung und Flucht so vieler Menschen führen.
"Europa hat sie nicht gebeten herzukommen." in Ländern wie dem Senegal können nichtmal mehr die Bauern von ihrem Land leben, weil der ganze Markt mit europäischen übersubventionierten EU-Produkten überschwemmt ist. Nein, Europa bittet sie nicht - es zwingt sie!
Und wozu wir den Afghanen moralisch verpflichtet sind, wenn wir über Jahre ihr Land besetzt halten und unsere Armee dazu verwenden ihre Frauen und Kinder tot zu bomben steht ja wohl ausser Frage...
Diese Menschen reisen illegal ein und wissen das auch sehr gut. Daraus erwächst kein Anspruch auf Aufnahme und Alimentierung, ganz und gar nicht. Es steht Ihnen persönlich natürlich frei, Ihre Mittel reichlich zu spenden. Es gibt jede Menge Hilfsorganisationen, da können Sie Ihr Geld abgeben.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls
die anderen per "marktgesetz" ausplündern und sich dann sein neu"gewonnenes" eigentum per staatsgesetz garantieren lassen.
darum gehören investitionen in die "richtige" gesetzgebung seit je zu den ganz großen leidenschaften der marktmächtigen dieser welt.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls
die anderen per "marktgesetz" ausplündern und sich dann sein neu"gewonnenes" eigentum per staatsgesetz garantieren lassen.
darum gehören investitionen in die "richtige" gesetzgebung seit je zu den ganz großen leidenschaften der marktmächtigen dieser welt.
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