Rede zur Lage der Nation"Den wahren Motor Amerikas zünden"

Um die Wirtschaft seines Landes zu stärken, setzt US-Präsident Obama auf einen starken Staat. Lesen Sie hier Auszüge aus seiner Rede zur Lage der Nation.

Obamas Rede vor dem Kongress wurde live im Fernsehen übertragen

Obamas Rede vor dem Kongress wurde live im Fernsehen übertragen  |  © Drew Angerer/Pool/Getty Images

Wirtschaft, Afghanistan und Waffen: US-Präsident Barack Obama hat am Dienstagabend seine fünfte Rede zur Lage der Nation gehalten. Auszüge aus dem Redemanuskript:

"Es ist die Aufgabe unserer Generation, den wahren Motor von Amerikas wirtschaftlichem Wachstum erneut zu zünden – eine aufstrebende, gedeihende Mittelschicht."

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"Weniger Schulden alleine sind kein volkswirtschaftlicher Plan. Eine wachsende Wirtschaft, die Jobs schafft, Jobs für die Mittelschicht – das muss der Polarstern sein, der unsere Anstrengungen leitet."

"Lassen Sie es mich wiederholen: Nichts, was ich heute vorschlage, sollte unser Haushaltsdefizit um auch nur einen einzigen Dime erhöhen."

"Die deutschen Kinder sind vorbereitet"

"Wir können glauben, dass der Supersturm Sandy, die härtesten Dürren seit Jahrzehnten und die schlimmsten Großflächenbrände, die einige Staaten je erlebt haben, alle ein seltsamer Zufall sind. Oder wir können an das überwältigende Urteil der Wissenschaft glauben und handeln, bevor es zu spät ist."




"Der Vorstandsvorsitzende von Siemens America – ein Unternehmen, das Hunderte neue Arbeitsplätze in North Carolina geschaffen hat – hat mir gesagt, dass sie noch mehr Arbeitsplätze schaffen, wenn wir unsere Infrastruktur verbessern."

"Lassen Sie uns dafür sorgen, dass ein Oberstufenabschluss unsere Kinder auf den Weg zu einem guten Job bringt. Die deutschen Kinder sind auf einen Arbeitsplatz vorbereitet, wenn sie die Oberstufe abschließen."

"Unser Krieg in Afghanistan wird vorbei sein"

"Lassen Sie uns heute erklären, dass im wohlhabendsten Land der Welt niemand, der den ganzen Tag arbeitet, in Armut leben soll und lassen Sie uns den bundesweiten Mindestlohn auf neun Dollar pro Stunde anheben. Hier ist eine Idee, auf die Gouverneur Romney und ich uns im letzten Jahr geeinigt haben: Lassen Sie uns den Mindestlohn an die Lebenshaltungskosten koppeln."

"Heute kann ich verkünden, dass innerhalb des nächsten Jahres 34.000 weitere amerikanische Soldaten aus Afghanistan heimkommen werden. Dieser Rückzug wird weitergehen. Und bis zum Ende des kommenden Jahres wird unser Krieg in Afghanistan vorbei sein."

"Die Familien in Newton verdienen eine Abstimmung"

"Heute Abend kündige ich an, dass wir mit Verhandlungen über eine transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union beginnen. Denn Handel, der frei und fair über den Atlantik verläuft, unterstützt Millionen gut bezahlter amerikanischer Arbeitsplätze."

"Seit Newtown sind zwei Monate vergangen. Ich weiß, dass unser Land nicht zum ersten Mal darüber diskutiert, wie wir die Waffengewalt eindämmen können. Aber dieses Mal ist es anders. Überwältigende Mehrheiten von Amerikanern kommen über Reformen zusammen, die dem gesunden Menschenverstand entsprechen. Jeder dieser Vorschläge verdient eine Abstimmung im Kongress. Die Familien in Newtown verdienen eine Abstimmung. Die Familien in Aurora verdienen eine Abstimmung. Die Familien in Oak Creek und Tucson und Blacksburg und die unzähligen Gemeinschaften, durch die mit Waffengewalt ein Graben gerissen wurde – sie alle verdienen eine Abstimmung."

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, kg
    • Schlagworte Barack Obama | Siemens AG | Wissenschaft | Afghanistan | Armut | Dürre
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