Der Iran hat sich für das Gesprächsangebot der USA über sein umstrittenes Atomprogramm offen gezeigt. "Wenn es auf der anderen Seite eine ehrliche Absicht zu Verhandlungen gibt, werden wir das ernsthaft berücksichtigen", sagte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Auch den USA müsse es ernst damit sein, den Konflikt  zu lösen.

US-Vizepräsident Joe Biden hatte am Samstag dem Iran erneut direkte Verhandlungen im Atomstreit angeboten. Salehi begrüßte Bidens Angebot. "Wir nehmen diese Aussagen positiv zur Kenntnis", sagte er. "Sie sind ein Schritt in die richtige Richtung." Für sein Land gebe es keine roten Linien für bilaterale Verhandlungen.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Der Iran bestreitet, dass sein Atomprogramm der Waffenherstellung dient und pocht auf sein Recht auf die Nutzung der Atomenergie. Das Land kündigte zuletzt jedoch an, die Uran-Anreicherung zu beschleunigen.

Der Iran will sich Salehi zufolge auch am 25. Februar in Kasachstan zu einer neuen Verhandlungsrunde mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland treffen. Die Verhandlungen zwischen der 5+1-Gruppe und dem Iran werden von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili geführt. Ursprünglich sollte die nächste Runde bereits im Januar stattfinden.