Verteidigungsbündnis : US-General Allen zieht Kandidatur als Nato-Kommandeur zurück

Der frühere Afghanistan-Befehlshaber will nicht an die Nato-Spitze rücken, obwohl er in der CIA-Affäre inzwischen entlastet ist. Er nennt private Gründe für den Rückzug.
John Allen vor einem Kongress-Ausschuss in Washington ©Michael Reynolds/dpa

Der US-General John Allen hat seine Kandidatur als neuer Oberkommandierender der Nato-Einsätze zurückgezogen. Präsident Barack Obama sagte, er habe die Entscheidung nach einem Treffen mit Allen akzeptiert.

Allen war in die Affäre um den früheren CIA-Chef David Petraeus verwickelt worden. Eine Untersuchung des Pentagon sprach ihn Ende Januar aber von jedem Fehlverhalten frei.

Der Vier-Sterne-General war zuletzt Oberbefehlshaber der internationalen Truppen in Afghanistan. Anfang Februar hatte er in Kabul das Kommando an seinen Nachfolger Joseph Dunford übergeben.

Obama sagte, dass Allen in den Ruhestand gehen werde, um sich um "gesundheitliche Probleme in seiner Familie" zu kümmern. Das Weiße Haus hatte Allen als Nachfolger von US-General James Stavridis an der Spitze des Nato-Hauptquartiers in Brüssel vorgesehen.

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2 Kommentare Kommentieren

Nur militärische Puppe!

Nun „Krankheiten“ und „Behinderungen“ der Familienmitglieder konnten auch einen plausiblen Vorwand für Guttenberger sowie Frau Schavan sein! Dann hatten wir aber nicht die spannenden Selbstdemütigung-Schaus mit Plagiatsaffären! Die USA spielen aber nicht mit Autorität ihrer Vertreter, da es Autorität der USA ist. Nach der Petraeus-Affäre konnte Allen sowieso nicht diese Autorität einwandfrei ausüben. Es liegt auch nicht an Verdiensten von Allen als Kommandeur der ISAF, dass er militärischer Chef der NATO bzw. SHAPE sein sollte. Der Platz gehört mal den USA! Aber mit bereits wirkendem politisch-militärischen Konzept „Out-of-Area-Einsätze“ konnte die Aufgaben der militärischen Puppe auch deutscher Kreiswehrersatzamt-Direktor ausführen. Zurzeit behält NATO sich das Recht vor, auch ohne Mandat der UN Krisengebieten zu intervenieren. Eigentlich ist es nicht mehr euroatlantische Allianz, sondern transpazifische, transafrikanische, transarabische nur noch nicht euroasiatische, da es zum Glück noch adäquate Balance seitens Russen und Chinesen gibt!