Kampf gegen Assad : USA prüfen militärische Unterstützung der syrischen Rebellen

Es wäre ein Kurswechsel in der Syrien-Politik: Die USA wollen Assads Gegner womöglich bald direkt unterstützen – etwa mit Militärtraining und gepanzerten Fahrzeugen.

Die US-Regierung prüft offenbar einen Politikwechsel im Umgang mit dem Syrien-Konflikt. Wie die Washington Post berichtet, erwägt das Weiße Haus, den syrischen Rebellen Schutzwesten und Panzerfahrzeuge zu liefern. Denkbar sei auch, militärisches Training anzubieten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Regierungsvertreter in den USA und Europa. Außenminister John Kerry werde diese Punkte bei seiner Reise durch die EU und den Nahen Osten bei den Verbündeten ansprechen.

Bisher haben die Vereinigten Staaten in Syrien Geld für Nahrungsmittel, Medikamente und Kleidung bereitgestellt, aber keine militärischen Hilfen direkt an die Opposition geschickt.

Außenminister Kerry trifft sich am morgigen Donnerstag bei der Konferenz der Freunde Syriens in Rom mit Vertretern der syrischen Opposition. Zuvor hatte der Außenminister gesagt, Präsident Barack Obama prüfe weitere Schritte, "um unsere Verpflichtung gegenüber unschuldigen Menschen zu erfüllen". Einzelheiten nannte er aber nicht. Bei seinem Besuch in Berlin hatte sich Kerry unter anderem mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zur Lage in Syrien beraten. Nach dem Treffen versicherten beide Seiten ihren Willen, Verhandlungen über ein Ende des seit zwei Jahren andauernden Konflikts voranzubringen.

Russland forderte die USA auf, die Opposition zu direkten Gesprächen mit der Regierung in Damaskus zu bewegen. Die Rebellen müssten Verhandlungsführer benennen, sagte Lawrow. Er kam nach eigenen Worten mit Kerry überein, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um einem Dialog den Weg zu ebnen. Lawrow sagte über Kerry, er erkenne den Ernst der Lage in Syrien. Das US-Außenministerium nannte die Gespräche "wirklich ernst und ein Stück harter Arbeit".

In dem Konflikt in Syrien wurden nach UN-Schätzungen bislang bis zu 70.000 Menschen getötet.

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Kommentare

87 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Lieber Mitforist....

...haben Sie - mit Verlaub - die Konferenz von Marrakech verschlafen, letztes Jahr ?

Die Opposition wurde dort von 130 Staaten anerkannt, lesen Sie es doch bitte hier noch einmal nach,

http://www.dradio.de/aktu...

Also erzählen Sie uns bitte keine Märchen von Söldnern aus dem Ausland, die völkerrechtlich keinerlei "Legitimation" hätten.

Übrigens, in vielen Ländern haben die Botschafter und Spitzel des Assad-Regimes längst ihre Dependancen geräumt, oder sind gleich zur Opposition gewechselt, auch das ist Fakt.

Und wenn einer sicher seine Legitimation verloren hat, dann ist es ein Gewaltherrscher, der auf seine Bevölkerung schießen lässt.

@Rabelais-2000

Vielen Dank für die Anerkennung.

Stimme ihnen sonnst voll zu.

Wie meinen sie die Frage nach der Bedeutung von Kommunikationsmittel?
Denke schon das Kommuniktionsmittel sehr wichtig sind, eben nur nicht auf dem millitärischen Sektor sollten wir liefern wie bei allem, sonnst machen wir uns in dieser Situation mitschuldig, dann wird das ganze zu einer indirekten Bewaffnung wie zum Teil schon geschehen und es lässt das ganze so erscheinen als ob wir die nichttödliche und Katar und Saudi Arabien die Drecksarbeit also die tödlichen Waffen liefern, was ja auch so wahrgenommen wird.

Ich bin der Meinung über Waffenlieferungen an die Opposition egal in welcher Hinsicht, kann nur nach dem scheitern echter ernsthafter Verhandlungen am besten direkt mit Assad nachgedacht werden, Wahlen stehen ja auch bald an und wenn man ernsthaft Waffenlieferungen in bedracht zieht am besten mit Russland abgestimmt und mit der ganzen EU und nicht wie es Saudi Arabien und Katar bisher machten alleine entgegen dem EU Embargo und den Wiederstand der Bevölkerung gerade in Syrien. Auch wenn ich Waffenlieferungen für die Opposition nicht als aussichtsreich erachte, könnte man es als Druckmittel einsetzen, das die Opposition Verhandlungen eingehen indem man sagt, anschließend wird darüber nachgedacht ob und in welchen Umfang und eben auch nicht gegen Russland gerichtet man Waffen liefert, da eine Konfrontation von Ost und West schon gar nicht förderlich ist.
Gut vielleicht bin ich etwas abgeglitten.

Es ist der Koran

[...]
Zumindest ein Grund weshalb die Opposition unversönlich ist und Saudi Arabien und Katar Waffen liefern.
Wenn man die Schuld dem Regime gibt, sollte man sich fragen was dieses falsch gemacht hat? Sie hat eine bewaffnete Oppositionsbewegung niedergeschlagen und da der Sicherheitsrat keinen geschlossenen Rücktritt forderte ist das Vorgehen Assads irgendwo schon legitim. Wer sagt uns das es danach besser wird und nicht wie im Mali die Waffen gegen andere Staaten gerichtet werden?
Schiiten und Sunniten brächten ein Religiöses Oberhaupt und eine klare friedliche Auslegung der Schrift die keine Islamisten und Sekten mehr hervorbringt, sonnst zerstören sich die Araber selbst.
Da Muslime die Schrift nicht kritisieren dürfen, ist jeder andere und vor allem der Westen wieder Schuld, das diese sich nicht auf eine friedliche Lösung einigen konnten. Die Muslime und wir sollten sich einmal mit echter Konstuktiefer Kritik gegenüber dem Koran und auch Mohamed beschäftigen, damit sich diese Religion reformiert, [...]

Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls