Barack Obama © Charles Dharapak/AFP/Getty Images

Barack Obama will die amerikanische Öffentlichkeit stärker über Drohneneinsätze aufklären. Das hat der US-Präsident am Donnerstag in einem Internetchat erklärt. "Es reicht nicht aus, dass die Bürger einfach mein Wort haben, dass wir das Richtige tun", schrieb der Präsident. Die Regierung arbeite daran, der Öffentlichkeit die Bedingungen und gesetzlichen Richtlinien der Drohnen-Angriffe näherzubringen.

Auf die Frage, warum die Regierung im eigenen Land bisher noch keine unbemannten Drohnen eingesetzt habe, antwortete Obama:"Es hat niemals einen Drohneneinsatz gegen einen amerikanischen Bürger auf amerikanischem Boden gegeben." In den USA gälten "andere Regeln" als außerhalb des Landes. Terroristen in den USA gefangen zu nehmen unterscheide sich stark von einer Gefangennahme in den Ausläufern oder Bergen Afghanistans.

Der Einsatz von Drohnen im Kampf gegen den Terrorismus ist umstritten. Die US-Streitkräfte setzen zunehmend Geschosse aus unbemannten Flugzeugen ein, um das Terrornetzwerk Al-Kaida zu bekämpfen. Zuletzt war die Regierung in Kritik geraten, weil sie einem Bericht zufolge die Regeln für Drohnen-Angriffe ausweiten will. Demnach halten die USA die gezielte Tötung mutmaßlicher Terroristen mit US-Staatsangehörigkeit für gerechtfertigt – auch ohne konkreten Anschlagsverdacht.