Clown-ÄußerungItaliens Präsident sagt Treffen mit Steinbrück ab

Giorgio Napolitano ist verärgert, weil der SPD-Kanzlerkandidat italienische Spitzenpolitiker als Clowns bezeichnete. Das Abendessen fiel aus. Später redete man dann doch.

Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano

Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano  |  © Jewel Samad/AFP/Getty Images

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano hat ein Treffen mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück abgesagt. Grund sei die Clown-Äußerung Steinbrücks über den früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, sagte Steinbrücks Sprecher. Napolitano ist derzeit auf Deutschlandbesuch. Der italienische Präsident wollte Steinbrück im Berliner Hotel Adlon zum Abendessen treffen.

Der SPD-Politiker war am Dienstagabend auf einer Veranstaltung zu Gast, die "Klartext" hieß. Auf eine Frage aus dem Publikum sagte er über den Ausgang der Wahl in Italien: "Ich bin geradezu entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben." Einer davon sei der Komiker Beppe Grillo, "ein beruflich tätiger Clown, der auch nichts dagegen hat, wenn man ihn so nennt", der andere sei Berlusconi, "ein Clown mit einem besonderen Testosteronschub". Steinbrück spielte damit auf Berlusconis Sex-Affären an.

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Steinbrück habe Verständnis dafür, dass Napolitano "aufgrund der innenpolitischen Lage in Italien" abgesagt habe, sagte der SPD-Sprecher. Der Präsident sei zur Neutralität verpflichtet. 

Pannen ließen Beliebtheitswerte fallen

Der Kandidat sagt von sich selbst, dass er eine klare Sprache spricht. Seine Partei sieht darin ein Pfund, mit dem der Kanzlerkandidat bei den Wählern punkten soll. Doch Steinbrück hatte seit seinem Antritt mehrere Kommunikationspannen zu verkraften: Kritiker legten ihm zur Last, dass er sich mit abfälligen Äußerungen über billigen Wein oder mit seinen üppigen Vortragshonoraren politisch disqualifizierte.

Zudem hatte er das Kanzlergehalt für zu niedrig befunden. Nach hinten los ging außerdem der Versuch einiger SPD-Freunde, ihn im Wahlkampf mit einem Blog zu unterstützen. Seine Beliebtheitswerte fielen weiter, er liegt weit hinter der Bundeskanzlerin zurück.

Auch jetzt warfen Koalitionsvertreter dem SPD-Spitzenkandidaten vor, die internationalen Beziehungen zu belasten. Der CDU-Außenpolitiker Andreas Schockenhoff sagte, Steinbrück habe Italien beleidigt "und schadet damit dem Ansehen Deutschlands". Der CDU-Abgeordnete Ruprecht Polenz kritisierte, Steinbrück habe "wie ein preußischer Rittmeister schwadroniert und nicht wie jemand, der in Deutschland Kanzler werden will". Unions-Fraktionsvize Michael Meister polterte, Steinbrück benehme "sich wie die Axt im Walde".

"Ausgesprochen, was er denkt"

FDP-Generalsekretär Patrick Döring sagte den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe, Steinbrücks Ausrutscher "scheinen zur Regel zu werden". "Fettnäpfchen und internationales Parkett vertragen sich eben nicht so gut." FDP-Vizechefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte, für Steinbrückls Worte sei "Fremdschämen" angesagt.

Parteigenossen verteidigten Steinbrück dagegen. Er habe einfach "ausgesprochen, was er denkt", sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Eine klare Meinung zum Wahlergebnis in Italien sei erlaubt. "Clown ist das mildeste, was mir persönlich zu Berlusconi in diesem Zusammenhang einfällt." SPD-Fraktionsvize Axel Schäfer kritisierte Napolitanos Absage als unverständlich, wie er der Süddeutschen Zeitung sagte.

Doch noch mit Napolitano gesprochen

Dabei sind Verwerfungen zwischen deutschen Sozialdemokraten und Italien, namentlich Berlusconi, keine Ausnahme: Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, ein Parteikollege Steinbrücks, sagte im Sommer 2003 den Familienurlaub in Italien ab, nachdem der Tourismus-Staatssekretär über deutsche Urlauber gelästert hatte. Und Berlusconi, damals Ministerpräsident, hatte nur kurz zuvor den deutschen Europa-Politiker Martin Schulz beschimpft, dem er die Eignung für eine TV-Rolle als KZ-Aufseher bescheinigte.

Steinbrück versuchte die Verstimmung am Abend zu beseitigen. Am Telefon sprach er doch noch mit dem Präsidenten, wie sein Sprecher sagte.

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Leserkommentare
  1. ... ist wirklich ein 1a Fettnäpfchen-Detektor.

    72 Leserempfehlungen
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    • hairy
    • 27. Februar 2013 15:31 Uhr

    Waere Steinbrueck einer, der alle Fettnaepfe umgeht, waere er Merkel. Haben wir davon irgendwelchen Nutzen? Wohl nicht.

    Es mag vielleicht undiplomatisch sein, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Für Herrn Berlusconi ist "Clown" eigentlich noch ein Kompliment, mir fiele hier so einiges Zensierenswertes zu seiner Person ein.
    Herr Grillo ist wohl eher Clown von Beruf, ob er mehr als nur ein billiger Populist als Politiker sein kann, müsste er erst beweisen.
    Herr Napolitano sollte seine Pappenheimer kennen und wissen, dass man zumindest bei Herrn Berlusconi Schwierigkeiten hätte, noch etwas beleidigendes über ihn zu äussern.
    Mit dem Wahlergebnis haben die Italiener für mich bewiesen, dass sie den Kontakt zur Realität verloren haben. Die Herren, die sie aus Protest gegen ihre Lage gewählt haben, sind entweder selber massgeblich für diese Lage verantwortlich (Berlusconi) oder haben kein Rezept (Grillo). Napolitano würde seinen Landsleuten reinen Wein einschenken (Grillo).
    Vielleicht wäre es besser, Herr Napolitano würde seinen Landsleuten reinen Wein einschenken und sich dann mit Herrn Steinbrück treffen, um ihm die Befindlichkeiten seiner Landsleute auseinanderzusetzen. Letztlich müsste er aber Herrn Steinbrück in der SAche Recht geben.

    Dieser Mensch steuert jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen mit der Zielsicherheit eines Marschflugkörpers an. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Kreativität er es fertig bringt, selbst in vergleichsweise trittsicheren Situationen die "richtigen" Worte zu finden um sich unmöglich zu machen.

    Wobei man im vorliegenden Fall allerdings gestehen muss, dass "Fettnäpfchentreten" als Beschreibung kaum mehr ausreicht. Das war wohl eher ein Sprung ohne Badehose vom 10 Meter Brett in den Margarinepool.

    Es ist eine Binsenweisheit, dass was auch immer man persönlich von Politikern, Staaten etc. halten mag, man in offizieller Funktion stets nur diplomatische Ansichten zum Besten gibt. Dass auch hier der Übergang zur Gemeinheit durchaus fliessend sein kann, ist nichts Neues. Doch hat dgl. mit Tölpeltum Steinbrückscher Art aber nun wirklich nichts zu tun. Dieser Mensch ist nur mehr lächerlich.

    Wäre der Gedanke nicht so abstrus, könnte man vermuten, der Mann sei in Wirklichkeit ein CDU-Maulwurf, der den SPD Wahlkampf sabotieren soll.

    >> ein 1a Fettnäpfchen-Detektor.<<

    Genau der fehlt ihm, sonst würde er nicht ständig in das nächstliegende trampeln.

    Womit haben wir solche Clowns bloß verdient?

    • ribera
    • 27. Februar 2013 16:25 Uhr

    War es nicht die SPD, die mit einem GRÜNEN Koalitionspartner einen abgebrochenen Studenten, Gelegenheitstaxifahrer und
    (nachgewiesenen) Steineschmeißer zum Außenminister gemacht hat?
    Daran sollte sich Steinbrück erinnern, bevor er die demokratisch gewählten Vertreter eines anderen Volkes verunglimpft. Und damit auch italienische Bürger für ihr Wahlverhalten.

    • Otto2
    • 27. Februar 2013 16:35 Uhr

    Mehr ist nicht zu sagen.

    >> Peer Steinbrück ... ist wirklich ein 1a Fettnäpfchen-Detektor. <<

    ... man ihn zum Aufspüren verborgener Erdöl-Vorkommen einsetzen.

    "Ein Clown ist ein Artist, dessen primäre Kunst es ist, Menschen zum Lachen zu bringen." (Wikipedia)

    Wen bringt Berlusconi zum Lachen? Findet Steinbrück ihn amüsant? Ich nicht.Da hab ich über Steinbrück schon mehr gelacht:

    http://www.stern.de/politik/deutschland/spd-wahlkampf-steinbruecks-wohnz...

    Steinbrück reloaded: Mal wieder vollkommen undiplomatisch in der Form und zudem unzutreffend - weil verharmlosend - im Inhalt: Statt Clowns wäre Demagogen die passende Bezeichnung gewesen! Jeder Clown muss sich beleidigt fühlen

    dass er gegen die Schweiz u.U. die Kavallerie von Fort Juma
    ausreiten lassen will. Jetzt schmettert er fröhlich ins hingehaltene Mikrofon,dass es in Italien Politclowns (Plural!) gibt. Richtig.
    Aber dieser Mann ist ausgeguckter Kanzlerkandidat
    der SPD und erwartet, dass bei Staatsbesuchen auch für ihn
    eine protokollarische "Berücksichtigung" erfolgt.Jetzt kam
    ausgerechnet der italien. Staatspräsident auf Staatsbesuch.Das billige Geschwafel konnte auch ein alter Napolitano nicht überhören.
    Ich bleibe dabei, dieser "Kandidat" spricht um des flotten
    Spruches willen schneller als er denken kann.

    Wenn die Italiener unseren Politikern mit NS-Vergleichen auf die Pelle rücken, gibt es dort keinen Aufschrei... Und Steinbrück hat nunmal einfach Recht. Nur hätte er in Berlusconis Fall noch "Mafioso" hinzufügen sollen.

    • Panic
    • 27. Februar 2013 15:10 Uhr

    Bei ihm weiß man wenigstens woran man ist. Bei Merkel weiß ich das schon seit Jahren nicht mehr. Wer ist da die größere Gefahr? ^^

    cheers

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    Jawohl, das wenigstens weiß man:

    Steinbrück hatte 7 Jahre Zeit, sich als Regierungsverantwortlicher
    (Ministerpräsident in NRW, Bundesfinanzminister 2005-2009) durch gute Regierungsarbeit zu empfehlen.
    Das genaue Gegenteil davon hat er bewiesen:
    die WestLB an die Wand gefahren, maßgeblich im Koalitionsvertrag an der Deregulierung der Finanzmärkte mitgewirkt, die "Finanzkrise und deren Auswirkungen viel zu lange unterschätzt und sich gegen die Konjunkturprogramme der Bundesregierung gestellt", die nach Ansicht des sozialdemokratische Volkswirtes Albrecht Müller* "zur Abmilderung der Finanzkrise beigetragen hätten."

    Bis heute keine konkrete Stellungnahme zu seinen eigenen poltischen Kardinal-Fehlern; allenfalls windungsreich angedeutet, dass er auch nicht frei davon wäre.

    In der Zeit als alimentierter Abgeordneter von 2009 bis zu seiner Kandidaten-Kür 2012 hielt er im Bundestag weniger Reden als die Hand Finger hat,
    beteiligte sich unwesentlich bis gar nicht an öffentlichen Debatten im Hohen Haus,
    präsentierte sich dafür um so medienwirksamer in Polit-Entertainment-Shows, besonders gerne bei Beckmann mit Altkanzler Schmidt als Übervater -
    und glänzte in unzähligen Interviews durch polemisch-witzige Starksprüche . -

    Das niederschmetternde Fazit kann folglich nur lauten:
    Mit dem Fingerzeig auf Berlusconi weisen 3 Finger auf "Clown" Steinbrück selbst zurück! (zit.frei nach Gustav Heinemann)
    ---

    *Albrecht Müller in: http://www.nachdenkseiten.de/?p=6777

    künftigen Untaten gleich zu setzen, die zu erwarten wären, wenn er Kanzler würde. Wird er aber nicht. Der grösste Politclown in D ist er selber.

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    grillo weigert sich an einer Regierung mitzuwirken und belusconi entkommt alle 2 monate mit biegen und brechen dem gefängnis.

    • EU fan
    • 27. Februar 2013 19:21 Uhr

    Kasper halt Recht ....

    mitzumachen, er hat aber gesagt, dass das M5stelle (movimento 5 stelle) die neue Regierung bei Reformen, die mit dem M5-Programm übereinstimmen, unterstützt. Die Noch-nicht-Partei ist zum ersten Mal angetreten, besteht vorwiegend aus jungen Leuten und ist selber vom Erfolg in diesem Ausmass überrascht worden. Die müssen sich erst parlamentarisch bewähren, bevor sie Regierungsverantwortung übernehmen können. Wo liegt das Problem?

  3. Es geht nicht an, dass Steinbrück in dieser Weise über die Wahlentscheidung der Italiener herzieht. Niemand muss es gut finden, dass über die Hälfte der Wähler in Italien sich für Grillo oder Berlusconi entschieden haben. Die Äußerung Steinbrücks nimmt aber die Entscheidung der Italiener nicht ernst. Da ist es dann selbstverständlich, dass sich der italienische Staatspräsident vor sein Volk stellt. Steinbrücks Äußerungen wirken auf mich mehr und mehr unprofessionel. Sie lassen mich daran zweifeln, ob er wirklich eine Alternative zu Frau Merkel bietet.

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    ... haben entschieden. Eine Entscheidung, die man trifft, kann kritisiert werden. Das gilt auch für Wähler in einer Demokratie. Ob das klug ist für einen deutschen Kanzlerkandidaten in der momentanen Situation in Europa - zumindest ist es nicht diplomatisch. Aber offen (da war doch was mit Kritik an unseren Politikern) und sachlich nicht falsch. Was fällt einem nicht alles zu Berlusconi ein. Noch ist er vielleicht kein Clown (dafür hat er zu viel Geld und Macht), aber in ein paar Jahren wird er genau das sein (ohne Falten natürlich).
    Und einer nicht kleinen Anzahl Italiennerinnen und Italiener scheint das zu imponieren. Bella figura? Sehnsucht nach dem starken Mann (gegen Merkel)?
    Nicht zuletzt finde ich ganz persönlich, dass das Wort "Clown" irgendwie eine späte unbeabsichtige rhetorische Rache für Berlusconis Äusserungen über Martin Schulz ist. Als professioneller Clown könnte man es allerdings auch als Beleidigung auffassen ...

  4. Ich mag ihn eigentlich gut leiden, aber so hat der Steinbrück im Kanzleramt nichts verloren. Er ist so diplomatisch wie ein Holzklotz und lernt auch nicht dazu ... In der Position des Kanzlers wäre er eine Gefahr.

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    • Panic
    • 27. Februar 2013 15:10 Uhr

    Bei ihm weiß man wenigstens woran man ist. Bei Merkel weiß ich das schon seit Jahren nicht mehr. Wer ist da die größere Gefahr? ^^

    cheers

    • lcamino
    • 27. Februar 2013 15:42 Uhr

    vor Berlusconi und Grillo gewarnt (Merkel und Westerwelle) haben also aktiv auf den Souverän eines anderen Landes versucht Einfluss zu nehmen und sich für Monti (den GoldmanSachs-Vertreter) ausgesprochen!

    Wir haben bereits eine äußerst gefährliche Regierung - eine die uns ständig erzählt "wir würden Europa retten" und die Iren oder Griechen oder Italiener "durchfüttern"! Wir haben bis jetzt nur in- und ausländische Investoren gerettet; wen genau, dass erfährt der deutsche Souverän nicht! Auf Kosten des europäischen Gedankens!

    Aber die Medien berichten über Steinbrücks nach der Wahl in Italien genau auch so vor Ort gesagte Aussage! Unabhängiger Qualitätsjounalismus!

    Dieser Kirmesredner kann nicht Kanzler. Punkt.

    • KHans
    • 27. Februar 2013 19:02 Uhr

    entscheidet sich doch nicht durch Zahnlosigkeit und der Fähigkeit zum diplomatischen Schweigen und Aussitzen.

    Durch solcherlei hat schon Kohl in guten wirtschaftlichen Zeiten eine Menge Reformen unterlassen - und sein Mädchen, die inzwischen zur Mutti geworden ist, folgt ihm, indem sie - einem tief-schwarzen Ost-Reflex verpflichtet, wie auch Gauck - die schon Starken stärkt und die Schwachen immer weiter schwächt.

    Die Wahrheit zu sagen - oder, um an dieser Stelle etwas unverbindlicher zu sein - das zu sagen was man denkt (man nennt das Aufrichtigkeit) ist für Sie also eine Gefahr? Eieiei, wo sind wir da eigentlich hingekommen? Sie lassen sich lieber von politischen Phrasendreschern wie Merkel verschaukeln?

    Die Deutschen bevorzugen Leisetreterei.

    Das ist doch lachhaft: Silvio Berlusconi hat sich zehn Jahre lang als Ministerpräsident nur daneben benommen, und jetzt soll es ein “diplomatischer Schaden” sein, weil ein Politiker im Wahlkampf mal – noch nicht einmal unsachlichen – Klartext redet?

    Es wäre ein Stück Normalität, wenn die Deutschen mal die eine oder andere Verklemmtheit und Verdruckstheit ablegen könnten.

    Der ganze Vorfall fällt für mich unter die Kategorie “Italienische Wahlkampfhilfe für Merkel”. Als Gegenstück zur deutschen Wahlkampfhilfe für Monti.

  5. da kommt wieder der Gedanke auf warum die Zeit Redaktion keine wichtigeren Meldungen bringt die wir hier zerfleischen können. Stattdessen wird hier wieder auf Steinbrück gekloppt. Soll er doch mal sagen was er denkt, ich denke viele sind der selben Meinung.

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    Man hätte das alles, dem ich inhaltlich durchaus nicht widerspreche, auch anders ausdrücken können.

    absehbare Konsequenz war, dass Napolitano aus der Definition seines Amtes heraus das Essen mit Steinbrück absagen musste. Was also hat Steinbrück erreicht?
    Man kompromittiert doch nicht seine Dialogpartner stellvertretend für Dritte, oder?

    • Moika
    • 27. Februar 2013 16:47 Uhr

    Es weiß ja nicht, was Sie so alles lesen. Aber F.A.Z. und Handelsblatt z.B. berichten übereinstimmend das Gleiche. Also, schön bei der Wahrheit bleiben.

    Allerdings hat die Meinungsäußerung auch Grenzen. Und was noch viel wichtiger ist, der Mann will Bundeskanzler werden. Da gehört es zu den Voraussetzungen, daß man diplomatisches Geschick hat.
    Wenn er nicht gewählt werden will, soll er so weiter machen. Seine Äußerungen sind oft amüsant und er trifft auch meistens mit ganz wenigen Worten den Kern.
    Vielleicht verwendet er die gleiche Formulierung, wenn er mal über deutsche Politikern spricht.

    • EU fan
    • 27. Februar 2013 19:10 Uhr

    Steinbück immer nur einen Kasper - und halte ihn natürlich auch für einen solchen- aber ich will nicht Bundeskanzler werden !

    Jeder soll sagen können was er denkt. Solange er damit niemanden beleidigt.
    In diesem Fall hat Steinbrück nicht nur die gewählten Politiker beleidigt sondern auch die italienischen Bürger die diese legal gewählt haben.

    • Fatuus
    • 28. Februar 2013 16:27 Uhr

    ...herumkloppen? Ist nicht sein Freund und Förderer Helmut Schmidt Mitherausgeber dieser Zeitung?

  6. Richtige und natuerlich nachvollziehbare Entscheidungs des ital. Staatspr. Napolitano. - Scheint, als haette P.Steinbrueck nicht einmal seinen Terminkalender im Griff.
    Wen mag er eigentlich mit seinem - sagen wir milde - flapsigen Spruch beeindruckt haben wollen?

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    • vyras
    • 27. Februar 2013 15:11 Uhr

    ... der sie ausspricht. Über Berlusconi und auch Grillo kann man geteilter Meinung sein, aber das in dieser Form herauszuposaunen, damit beleidigt Steinbrück die Italiener insgesamt.

    Ihm scheint da irgend etwas zu fehlen, das ein Spitzenpolitiker haben muss.

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