SyrienZahlreiche Menschen sterben durch Anschlagsserie in Damaskus

Mindestens drei Explosionen haben Syriens Hauptstadt erschüttert. Allein bei einer Detonation sollen mindestens 35 Menschen gestorben sein.

Zerstörte Autos am Ort des Anschlages vor einem Gebäude der Baath-Partei in Damaskus

Zerstörte Autos am Ort des Anschlages vor einem Gebäude der Baath-Partei in Damaskus  |  © Sana/Reuters

Im Zentrum von Damaskus kam es zu einer Reihe von schweren Explosionen. Dabei sollen mindestens drei Autobomben detoniert und mehrere Menschen getötet worden sein. Nach Angaben von Regimegegnern explodierte einer der Sprengsätze an einer Straßensperre vor einem Gebäude der regierenden Baath-Partei im Innenstadtviertel Al-Masraa.

Derzeit kursieren unterschiedliche Opferzahlen. Oppositionelle sprachen von bis zu 40 Toten. Im staatlichen Fernsehen war die Rede von 35 Toten. Zudem seien 208 Menschen verletzt worden, darunter auch viele Kinder.

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Das staatliche syrische Fernsehen sprach von einem terroristischen Anschlag auf das Parteigebäude durch einen Selbstmordattentäter. Mindestens 17 Autos seien ausgebrannt und weitere 40 zerstört worden. Die Explosion habe einen 1,5 Meter tiefen Krater in die Straße gerissen. Der Sender zeigte Bilder von blutüberströmten Leichen.

Auch die russische Botschaft befindet sich in der Nähe des Anschlagsortes. Die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete, dass Fenster des Gebäudes durch die Detonation zerborsten seien. Es habe aber keine Verletzten in der Botschaft gegeben, die Angestellten hätten ihre Arbeit wieder aufgenommen. Russland zählt zu den wenigen Ländern, die ihre diplomatischen Beziehungen zu Syrien trotz des Bürgerkriegs in dem Land aufrechterhalten haben.

Mindestens zwei weitere Explosionen

Unbestätigten Berichten zufolge sind zwei weitere Autobomben neben Einrichtungen der Einsatzkräfte und des Geheimdienstes im Stadtteil Birsa detoniert. Nach ersten Informationen von Augenzeugen kamen hier sechs Menschen ums Leben. Auch hier gab es Dutzende von Verletzten. Etliche Bewohner von Birsa verließen das Viertel aus Angst vor weiteren Bomben.

Andere Quellen sprechen von insgesamt vier Explosionen in Damaskus. Das staatliche Fernsehen berichtete, zwei Mörsergranaten seien auf das Generalstabsgebäude in Damaskus gefeuert worden.

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Leserkommentare
    • gquell
    • 21. Februar 2013 14:21 Uhr
    1. [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

    4 Leserempfehlungen
    • klom
    • 21. Februar 2013 14:30 Uhr
    2. [...]

    Entfernt. Verzichten Sie auf haltlose Unterstellungen. Die Redaktion/mak

    4 Leserempfehlungen
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    • gom
    • 21. Februar 2013 14:52 Uhr

    Haltlose Unterstellungen?
    Ihre Zeitung fordert hier Waffenlieferungen an die Terroristen. http://www.zeit.de/2013/0...
    Gleichzeitig verteidigen Sie in unzähligen Artikel diese Terroristen und deren vorgehen, direkt nach 9/11 wären solche Artikelschreiber direkt in Guantanamo gelandet.

    Alleine die Löschung meines Accs zeigt doch, dass Sie sich erwischt fühlen. Deswegen werde ich eine Beschwerde an den Presserat schreiben, da die Unterstützung dieser Terroristen und deren Vorgehen einfach unerträglich ist!
    http://www.presserat.info...

  1. 3. [...]

    Entfernt. Bemühen Sie sich um einen weniger polemischen Kommentarstil. Die Redaktion/mak

    2 Leserempfehlungen
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    Bei Kritik und Anmerkungen wenden Sie sich bitte an community@zeit.de. Außerdem verweisen wir hiermit auf unsere Netiquette. Danke, die Redaktion/mo.

  2. die BBC meldet, daß heute heute direkte Gespräche zwischen Regierung und "Rebellen", vermittelt durch Russland und die Arabische Liga, vorgeschlagen wurden.

    Ist das wohl die Absage der "Rebellen" ?

    10 Leserempfehlungen
  3. Mich wundert es ein bisschen, dass die Vollbart-Milizen keine Pressemeldung rausgegeben haben, dass Assad für die Selbstmordanschläge im Regierungsviertel verantwortlich ist.

    20 Leserempfehlungen
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    muss gerade Würstchen wenden. Danach werden die frischen fritierten Fakten gleich mundgerecht serviert, indem von London aus über das Internet "bestätigt" wird, was deutsche Medien schon vorher wussten: Auf den persönlichen Befehl von Assad werde Kinder und Frauen abgeschlachtet. Nun folgt ein Beitrag über die Waffenlieferungen an Al-Nusra und die Aufrüstung die demokratiestiftende Aufrüstung der Familie Saudi, die halb Arabien tyrannisiert....

    • gom
    • 21. Februar 2013 14:52 Uhr

    Haltlose Unterstellungen?
    Ihre Zeitung fordert hier Waffenlieferungen an die Terroristen. http://www.zeit.de/2013/0...
    Gleichzeitig verteidigen Sie in unzähligen Artikel diese Terroristen und deren vorgehen, direkt nach 9/11 wären solche Artikelschreiber direkt in Guantanamo gelandet.

    Alleine die Löschung meines Accs zeigt doch, dass Sie sich erwischt fühlen. Deswegen werde ich eine Beschwerde an den Presserat schreiben, da die Unterstützung dieser Terroristen und deren Vorgehen einfach unerträglich ist!
    http://www.presserat.info...

    27 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
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    Auch ich halte es mittlerweile für sehr bedenklich, dass jegliche Kritik an den Rebellen sofort gelöscht und der Autor mundtot gemacht wird. Erinnert schon stark an Afghanistan. Als die Mudschahedin dort einst Bomben in Spielzeugen versteckten und diese an Kinder kommunistischer Eltern verteilten, damit diese dann bei ihnen zuhause detonierten, wurden die Mudschahedin als Helden westlicher Werte gefeiert. 10 Jahre später hat man sie als Terroristen bezeichnet und den Krieg in Afghanistan bekommen, heute heißen sie nur noch "al-Kaida" und "Taliban". In Syrien ist es genau so: da sprengt sich ein Selbstmordattentäter im Regierungsviertel und versucht bewusst, so viele Menschen wie möglich zu töten. Und man schiebt seinem Gegner - Assad - alles in die Schuhe. Ich habe mittlerweile keinerlei Verständnis mehr für diese Art menschenverachtender Berichterstattung und Kriegspropaganda.

    Russland liefert Waffen und die Rebellen sollten unterstützt werden.

    Friedensbemühungen werden, höflich formuliert “als nicht berichtenswert“eingestuft, z.B. Empfehlungen der UN- Menschenrechts- Kommission/ Empfehlungen der Syrien- Untersuchungskommission COI.

    http://www.ohchr.org/Docu...

    "VI. Conclusions and recommendations

    Zur Lage in Syrien. Tabuisierung der Friedenslösung

    167. The situation ..is deteriorating rapidly, with untold suffering and widespread disarray among the population.

    1.“Waffen” und ausländische Kämpfer
    168...radicalization of the conflict owing to the growing presence of foreign fighters.

    The conflict is becoming more militarized because of the proliferation of weapons and types of weapons used ..

    2.Konflikt- Lösungen
    169. .. there is no military solution to the conflict. A sustained cessation of hostilities remains of paramount importance to end the violence and gross human rights violations and abuses.

    Daraus abgeleitet wird die Forderung nach einer politischen Lösung auf der Grundlage der Genfer Beschlüsse

    170. .. A key document that would enable such a solution is the final communiqué of the Action Group for Syria ..The commission reiterates that the best solution continues to be a negotiated settlement.."

    Diese wurden unmittelbar danach von den Unterzeichnern insbesondere den USA (nach einigen Stunden) und den “Freunden Syriens“ EU, Türkei etc. (innerhalb einer Woche) konterkariert.

    • otyak
    • 21. Februar 2013 15:16 Uhr

    Ich könnte Ihnen einige Videoverlinkung von den letzten Tagen schicken. Kopfabhacken geht in Syrien weiter. Hierüber liest man aber kaum.

    Schließlich wollen ja die "Rebellen" Freiheit und Demokratie aber ohne die Minderheiten in Syrien.

    Und Sie wissen schon,

    Zweck heilt das Mittel...

    Wenn in Syrien zu einem Genozit kommt, jammert die Heuschler anschließend, auch die, die derzeit den "Rebellen" Hilfe leisten. Später laute ihre Begründung, warum sie die "Rebellen" unterstützt haben, wie immer, wir glaubten, dass....

  4. Auch ich halte es mittlerweile für sehr bedenklich, dass jegliche Kritik an den Rebellen sofort gelöscht und der Autor mundtot gemacht wird. Erinnert schon stark an Afghanistan. Als die Mudschahedin dort einst Bomben in Spielzeugen versteckten und diese an Kinder kommunistischer Eltern verteilten, damit diese dann bei ihnen zuhause detonierten, wurden die Mudschahedin als Helden westlicher Werte gefeiert. 10 Jahre später hat man sie als Terroristen bezeichnet und den Krieg in Afghanistan bekommen, heute heißen sie nur noch "al-Kaida" und "Taliban". In Syrien ist es genau so: da sprengt sich ein Selbstmordattentäter im Regierungsviertel und versucht bewusst, so viele Menschen wie möglich zu töten. Und man schiebt seinem Gegner - Assad - alles in die Schuhe. Ich habe mittlerweile keinerlei Verständnis mehr für diese Art menschenverachtender Berichterstattung und Kriegspropaganda.

    21 Leserempfehlungen
    Antwort auf ".........."
  5. Russland liefert Waffen und die Rebellen sollten unterstützt werden.

    Friedensbemühungen werden, höflich formuliert “als nicht berichtenswert“eingestuft, z.B. Empfehlungen der UN- Menschenrechts- Kommission/ Empfehlungen der Syrien- Untersuchungskommission COI.

    http://www.ohchr.org/Docu...

    "VI. Conclusions and recommendations

    Zur Lage in Syrien. Tabuisierung der Friedenslösung

    167. The situation ..is deteriorating rapidly, with untold suffering and widespread disarray among the population.

    1.“Waffen” und ausländische Kämpfer
    168...radicalization of the conflict owing to the growing presence of foreign fighters.

    The conflict is becoming more militarized because of the proliferation of weapons and types of weapons used ..

    2.Konflikt- Lösungen
    169. .. there is no military solution to the conflict. A sustained cessation of hostilities remains of paramount importance to end the violence and gross human rights violations and abuses.

    Daraus abgeleitet wird die Forderung nach einer politischen Lösung auf der Grundlage der Genfer Beschlüsse

    170. .. A key document that would enable such a solution is the final communiqué of the Action Group for Syria ..The commission reiterates that the best solution continues to be a negotiated settlement.."

    Diese wurden unmittelbar danach von den Unterzeichnern insbesondere den USA (nach einigen Stunden) und den “Freunden Syriens“ EU, Türkei etc. (innerhalb einer Woche) konterkariert.

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    Antwort auf ".........."

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters, rav
  • Schlagworte Anschlag | Auto | Beziehung | Botschaft | Bürgerkrieg | Fernsehen
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