BürgerkriegSyriens Opposition will Regierung für "befreite Zonen" bilden

Die syrische Opposition will in den von ihr kontrollierten Gebieten eine Übergangsregierung einsetzen. Unter wessen Führung, ist allerdings noch offen.

Demonstranten in Aleppo tragen eine Flagge der syrischen Opposition.

Demonstranten in Aleppo tragen eine Flagge der syrischen Opposition.  |  © Muzaffar Salman/Reuters

Die syrische Opposition hat angekündigt, eine Übergangsregierung für die von ihr kontrollierten Gebiete zu bilden. Darauf habe sich die Nationale Koalition geeinigt, teilte deren Sprecher Walid al-Bonni mit.

Das Oppositionsbündnis tagt seit Donnerstag in Kairo. Bei einem weiteren Treffen am 2. März soll über die Zusammensetzung der Regierung entschieden werden. Laut Oppositionspolitikern soll das Treffen in Istanbul stattfinden.

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In der nordsyrischen Stadt Aleppo gab es unterdessen erneut Gefechte. Mindestens zwölf Menschen wurden bei Raketenangriffen getötet. Insgesamt drei Raketen seien in Tarik al-Bab, einem Viertel im Osten der Stadt, eingeschlagen und hätten mehrere Wohnhäuser zerstört, berichtete der Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Bislang seien zwölf Leichen und mehr als 50 Verletzte geborgen worden.

Die Aufständischen kämpfen seit März 2011 gegen Präsident Baschar al-Assad. Nach UN-Schätzungen wurden bislang mehr als 70.000 Menschen in dem Bürgerkrieg getötet.

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Leserkommentare
  1. ..dass der Westen jetzt nicht endlich klar Schiff macht, er hat doch gute Spezialtruppen, und jeder Tag, an dem Assad früher aus dem Amt kommt, ist sicher ein Tag, an dem jeweils hunderte Syrier nicht zu Tode kommen.

    Eine Leserempfehlung
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    Entfernt. Die Redaktion/kvk.

  2. wer denkt der Krieg wäre mit einem Sturz Assads vorbei ist wirklich naiv. In diesem Falle würde das große morden erst richtig losgehen. Die Minderheiten und die unterlegene Seite würde brutal niedergemacht wie nach dem Abzug der Truppen Frankreichs in Algerien. Und dann wären da noch die verschiedenen Rebellengruppen die unterschiedlich ausgerichtet sind, das wäre dann der nächste Krieg.

    17 Leserempfehlungen
    • gooder
    • 22. Februar 2013 20:24 Uhr

    Mit ihrem Vetorecht haben die USA verhindert, dass der UN-Sicherheitsrat den schweren Anschlag vom Donnerstag verurteilt.Bei der Explosion eines mit vermutlich einer Tonne Srengstoff gefüllten Fahrzeugs an einem stark befahrenen Verkehrsknotenpunkt in der syrischen Hauptstadt waren gestern mimdestens 53 Menschen getötet und mehr als 200 Personen schwer verletzt worden. Dass für den Anschlag bewaffnete terroristische Gruppierungen der sogenannten Opposition verantwortlich sind, dürfte somit bewiesen sein.

    19 Leserempfehlungen
  3. Land und sein Volk auf Jahre ins Unglück stürzen.....Siehe Irak, Lybien, Afghanistan, Sudan, Jemen......

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  4. ....eingreifen, Die UN-Menschenrechtskommissarin zweifelt nach eigenen Worten nicht daran, dass der syrische Staatschef Baschar al-Assad vor ein internationales Gericht gestellt werden muss. Assads Sicherheitskräfte sowie andere mit ihm verbündete Gruppen hätten Kriegsverbrechen begangen, sagte Pillay. "Er ist verantwortlich, und der Sicherheitsrat sollte ihn an den Internationalen Strafgerichtshof überstellen." Assad habe seine Pflicht verletzt, als Staatschef für das Wohlergehen seiner Bürger zu sorgen. Dies rechtfertigt laut Pillay ein internationales Eingreifen – "welcher Art auch immer"."

    schreibt zeit online wörtlich unter Berufung auf Frau Navi Pillay, vgl.

    http://www.zeit.de/politi...

    Wenn Frau Pillay sagt, dass man zugunsten der Menschen eingreifen muss, dann ist das glaubwürdig, denn sie ist UN-Menschrechteskommissarin, und wenn sie sagt, Assad muss nach Den Haag, dann ist das ebenfalls glaubwürdig, denn sie kennt sich mit den Prämissen aus, war schließlich jahrelang selbst Richterin in Den Haag.

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    Die Empfehlungen der Untersuchungskomission des UN-Menschenrechtsrats besagen etwas anderes. In einem Bericht von 131 Seiten wird mit drei Worten auf die Möglichkeit, der UN-Sicherheitsrat möge den ICC anrufen, hingewiesen.

    Die Kernempfehlung ist ein Dialog auf der Grundlage der Genfer Beschlüsse.

    Man sollte schon unterscheidenzwischen dem, was der Menschenrechtsrat empfiehlt, was Frau Pillay selektiv darstellt und was die Medien daraus machen.

    Der von Ihnen zitierte Artikel ist, höflich formuliert, keine journalistische Glanzleistung, insbesondere weil er sich auf einen Bericht bezieht, den der Verfasser zu dem Zeitpunkt nicht lesen konnte.

    Den internationale Gerichtshof hat keinerlei Legitimation. Selbst die USA erkennen ihn nicht an und würden jeden US Amerikaner mit Waffengewalt von dort befreien.

    Erklären Sie bitte, weshalb der Gerichtshof nunmehr den jungen Gadaffi in Lybien im Stich gelassen hat? Könnte das was mit der Freilassung der widerrechtlich festgehaltenen Verteidigerin Gadaffis zutun haben? Der Gerichtshof ist eine Farce, ein Paptiger zur politischen Demonstration, dass man Politiker aus Ländern der Dritten Welt einsperrt wenn es einem gefällt.

    Die Bekleidung von Ämtern und Titeln ist lediglich ein Indiz für eine Qualifikation, kein Beweis. Frau Pillay irrte des Öfteren soweit es um neutrale Beobachtungen ging. Hat die Frau Pillay etwa bisher die Zitierung des damaligern US Präsidenten vor den Gerichtshof verlangt, nachdem so viele Menschen und Kinder im Irak durch Uran Munition und Streubomben verkrüppelt und getötet wurden? Wie schaut es im Afhganistan Krieg aus? Hat die Frau Pillay eventuell eine Fehlsichtigkeit?

  5. Schon mal interessant das in Anführungsstrichen zu lesen. "Erneut Gefechte in Aleppo" ? Diese Stadt ist praktisch geteilt (dort knallt es täglich! Patt-Situation!). Anbei sei nochmal anzumerken,daß es ein Großteil der Bevölkerung (ja,man kann noch telephonieren)es vorzieht,sich in die von der syrischen Armee kontrollierte Gebiete zu flüchten,sobald "Aufständische" im Anmarsch sind (die Gründe dafür wird wohl kein dt."Blatt" hinterfragen). Und bevor wieder "spekuliert" wird, falls es mal wieder auf der Ostseite des Golans "scheppern" sollte, dann gab es für die "Rebellen" von den Golanis "auf die Finger" und kein syr. Heer. Denn ZAHAL & syr. Armee haben weniger Probleme (Belege? Tja, Kontakte sind halt nicht übel.)

    7 Leserempfehlungen
  6. 7. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/kvk

    • SonDing
    • 22. Februar 2013 22:42 Uhr

    Würden die Redakteure doch bitte die Freundlichkeit haben, hier nicht ständig von " der syrischen Opposition" zu schreiben, wenn nur Teile d.h. die die künstlich und mit viel Geld und trallala, notdürftig geflickt und zusammengehalten werden?

    Das ominöse "Oppositionsbündnis" ist eine von den westlichen Staaten und den Golfmonarchien protegierte Ansammlung von Muslimbrüdern, Intellektuellen, langjährigen Exilern und sonstigen meist nicht in Syrien Ansässigen.

    Wenn wir dann nach Syrien schauen: Wie kann eine Bande von Halsabschneidern überhaupt von befreiten Zonen reden? Bevor hier der Begriff "Freiheit" weiter pervertiert wird, schlage ich vor, dass man sich mal die Meldungen der letzten Tage näher zu Gemüte führt, auswertet und einen entsprechend gut recherchierten Artikel über die "Befreiungsaktionen" dieser Verbrecher präsentiert:

    Free Army terrorists slaughter the heads of two civilians in Deir Ezzor
    http://breakingnews.sy/en...
    http://sy-rv.com/

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nf
  • Schlagworte Bürgerkrieg | Opposition | Regierung | Präsident | Rakete | Stadt
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