BürgerkriegIn Syriens Kurdengebieten herrscht ein brüchiger Friede

Im syrischen Ras al-Ayn haben islamistische Milizen und Kurden nach heftigen Kämpfen einen Waffenstillstand geschlossen. Doch das Misstrauen bleibt groß. von Nils Metzger

Leere Konservendosen und säckeweise verschimmeltes Brot kehren die Heimgekommenen aus ihren zerschossenen Häusern. Aufgebracht zeigen die Männer auf durchsiebte Metalltüren und verwüstete Inneneinrichtungen, beklagen Zerstörung und Plünderung. Inmitten all der Wut steht Zakharias und kratzt sich verloren am Bart. Der junge Englischlehrer aus einer wohlhabenden Unternehmerfamilie hat sich der Freien Syrischen Armee (FSA) angeschlossen. Nicht als Kämpfer: Mal dolmetscht er für ausländische Journalisten, mal schmuggelt er Satellitentelefone aus der Türkei zu den syrischen Rebellen.

Heute begutachtet er die Schäden in der nordsyrischen Grenzstadt Ras al-Ayn, oder Serê Kaniyê, wie die Kurden sie nennen. Sie stellen die Mehrheit hier und waren in großer Zahl in die Türkei oder in andere kurdische Städte Syriens geflohen. Nach monatelangen Kämpfen zwischen der FSA und kurdischen Milizen stehen sie vor den Trümmern ihrer Existenz.

Anzeige

Die vom syrischen Diktator Baschar al-Assad jahrzehntelang unterdrückten kurdischen Parteien hatten sich im aktuellen Konflikt gegen eine militärische Lösung ausgesprochen. Sie vertrieben die syrische Armee größtenteils friedlich aus ihren Städten. Die sogenannten Volksverteidigungseinheiten (YPG), die inzwischen für Sicherheit sorgen und die Polizeiarbeit übernehmen, haben ihre historischen Wurzeln in der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD). Sie unterstehen jedoch dem Hohen Kurdischen Komitee, das die Kräfte des Kurdischen Nationalrats mit der PYD zusammenbringt.

In den Augen vieler FSA-Angehöriger sind die YPG-Milizen jedoch nicht mehr als der syrische Arm der türkisch-kurdischen Guerilla PKK. Deren in der Türkei inhaftierte Chef Abdullah Öcalan sehen viele PYD-Anhänger in der Tat als einen ihrer ideologischen Führer.

Als selbst erklärte Schutzmacht der in Ras al-Ayn lebenden Araber marschierten im Herbst 2012 mehrere Hundert islamistische FSA-Kämpfer nach Ras al-Ayn und belagerten die Stadt drei Monate lang vergeblich. Die in den kurdisch geprägten Provinzen al-Hasaka und ar-Raqah liegenden Ölquellen spielten sicher ebenfalls eine Rolle. Nach Angaben von Ayhan Terfan, dem Leiter des Krankenhauses in der türkischen Schwesterstadt Ceylanpınar, behandelten seine Kollegen in den vergangenen drei Monaten rund 800 Kämpfer und Zivilisten aus Ras al-Ayn, die sich über die Grenze retten konnten.

Die Wunden sind noch frisch

Das militärische Patt und die Einmischung populärer Oppositionspolitiker wie des Christen Michel Kilo hatten die Lage in den vergangenen Wochen etwas beruhigt. Am 17. Februar schließlich unterzeichneten die beiden Fraktionen einen Waffenstillstand. Das Dokument sieht vor, dass alle ausländischen Dschihadisten die Stadt verlassen und Checkpoints eingerichtet werden, die von gemäßigten FSA-Kräften und Kurden gemeinsam bewacht werden.

Die Einhaltung der Vereinbarungen soll ein neu gegründeter Stadtrat mit Vertretern beider Seiten überwachen. Doch das Misstrauen ist groß. "Wie können wir ihnen so schnell nach Ende der Kämpfe vertrauen?", fragt FSA-Mann Zakharias. Und Abdul Wahab Kassem, Leiter des Parteibüros der kurdisch-sozialistischen PDPKS, sagt: "Die Freie Syrische Armee ist nicht wirklich frei. Sie gehorcht lediglich der türkischen Politik, die eine kurdische Selbstorganisation auch in Syrien verhindern möchte." Die PDPKS ist die älteste kurdische Partei und in Ras al-Ayn ebenso vertreten wie die PYD.

Kassem gegenüber hängt das Porträt seines Bruders Alaa, der Anfang Februar an den Folgen einer Schussverletzung durch Einheiten der Freien Syrischen Armee starb. Auch die seelischen Wunden in Ras al-Ayn sind noch frisch.

Leserkommentare
  1. Wäre ich syrischer Zivilist, wären mir eine von der PKK kontrollierte Stadt auf jeden Fall hundertmal lieber, als eine von Islamisten eingenommene Stadt.

    Die PKK oder ihre Schwesterorganisationen mögen autoritäre Strukturen aufweisen, aber sie sind lasizistisch sozialistisch geprägt, was den meisten Syrern ein bekanntes System sein sollte. Dort gibt es keine Vertreibungen von Minderheiten wie Christen. Dort gibt es keine Plünderungen und Einführung von Scharia und Co.

    Und nicht nur viele Kurden sehen die Milizen als Besatzer. Sehr viele Syrer allgemein sehen die Vollbart-Milizen als Gefahr an und aus von diesen eingenommen Gebieten fliehen die meisten Menschen.

    Dieses ganze Märchen der heroischen Revolution ist sowas von falsch und wahrheitsverzerrend. Es ist genau wie in Libyen: Die meisten Menschen wollen Reformen, aber die wenigsten wollen einen Bürgerkrieg. Eine Minderheit setzt sich über eine diplomatische Lösung hinweg und führt vom Ausland gestützt einen militärischen Regime Change durch.

    15 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "aber sie sind lasizistisch sozialistisch geprägt, was den meisten Syrern ein bekanntes System sein sollte. Dort gibt es keine Vertreibungen von Minderheiten wie Christen." Na, Sie haben aber ein extrem geschöntes Sozialismus-Bild. In materialistisch-sozialistischen Regimen haben Christen für gewöhnlich keine guten Karten, werden wirtschaftlich ruiniert oder gar zur Aufgabe des Glaubens gezwungen. "Geht nicht - Opium fürs Volk."

    ist immer wieder die Anführung des Laizismus. Die arabischen Länder sind zu über 90% islamisch und das aus Überzeugung, nur eben mit unterschiedlichen Strömungen, die sich gegenüberstehen und deren Vertreter sich bekämpfen.
    Die Scharia ist quasi in jedem arabischen Land Grundlage der Gesetzgebung, also ist es völlig irreführend, dass dies permanent als Argument gegen die Aufständigen angeführt wird, wo es vor allem so unzählige andere Argumente gibt.
    Es wäre notwendig und dringend erforderlich, dass sich Medien mit einer differenzierten Betrachtung des Islam und vor allem der religiösen Realitäten in den Staaten auseinandersetzen. Allein schon der Begriff: Islamist. Heute könnte ich nicht im Ansatz unterscheiden, was damit gemeint ist, denn es wird gern synonym für muslimischen Terroristen verwendet.
    Die Differenzierung jeder Betrachtung beginnt bei einer klaren Definition von Begriffen.

  2. Diese islamistischen Gruppen sind extrem gefährlich. Wenn sie jetzt sogar über Netzwerke in den finanzstarken Golfstaaten verfügen, bedeutet dies nichts Gutes. Diese Gruppen können nicht mehr kontrolliert werden, klinken sich aus der organisierten demokratischen Opposition aus, besorgen sich anderweitig Waffen.
    Hier muss unbedingt gegen gesteuert werden und dies kann nur durch westliche Waffenlieferungen an westlich orientierte Gruppen passieren, die den Al-Nusra-Brigaden Paroli bieten können. Kerry und auch viele unserer Politiker haben jüngst diese Wahrheit erkannt. Nur beliebt dem deutschen Michel mal wieder der Blockade-Pazifismus. Ich denke, wir müssen jetzt einfach mal spuren, und das tun, was Kerry unser Regierung in die Notizblöcke geschrieben hat: Nämlich im Volk eine politische Basis für Waffenlieferungen herzustellen. Andererseits könnte eine ernstzunehmende Gefahr für Israel aus diesem Konflikt erwachsen, wenn sich gleich nebenan Al-Kaida breit macht. Für Europa wäre dies ebenfalls nicht ungefährlich. Unsere Interessen sind also tangiert, wir müssen handeln.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nur beliebt dem deutschen Michel mal wieder der Blockade-Pazifismus. Ich denke, wir müssen jetzt einfach mal spuren, und das tun, was Kerry unser Regierung in die Notizblöcke geschrieben hat: Nämlich im Volk eine politische Basis für Waffenlieferungen herzustellen.

    Die Gefahr ist einfach riesengroß, dass genau diese Gruppen aber profitieren bei einem militärischen Eingreifen oder Lieferung von Waffen. Diese ganze Diskussion ist doch reinste Heuchelei, da die Saudis schon seit einer Ewigkeit die Islamisten in Syrien hochrüsten. Der Westen mit den Türken diese ausbildet und bewaffnet.

    Würde das den Amis nicht sehr gut in den Kram passen (da die kampferprobten Vollbart-Milizen das iranfreundliche Assad-Regime beseitigen), würden die mal ein ernstes Wörtchen reden mit ihren Proxies am Golf.

    Was jetzt gerade passiert ist die Einsicht, dass man die Kontrolle verloren hat und die Islamisten sich durchsetzen werden. Genau wie in Libyen werden diese Gruppen sich dann im zweiten Schritt gegen den Westen und vorallem Israel wenden.

    Das ist die Quittung für hirnlose Unterstützung von Verbrechern und Islamisten. Genau wie in Libyen, Afghanisten, Kosovo, Tschechenien...

    Ihr Beitrag 3 ist übrigens Nonsens. Die Christen leben seit jahrzehnten in Syrien in frieden.

    Hier mal eine gute Übersicht der aktuellen Entwicklung udn die Zwickmühle in der sich die NATO Länder jetzt befinden:

    http://www.german-foreign...

    • Skjelm
    • 04. März 2013 17:49 Uhr

    ..''an westlich orientierte Gruppen'' halte ich nicht als die fördernde Lösung. Ja man möchte fast meinen das sie eigentlich diese im Laufe des ganzen Krieges doch bekamen.

    So wie sich das im Moment liest, scheint es als wäre die Dominanz die Islamistischen Gruppen auch stärker als wie die der FSA. Abzeichnen könnte sich das evtl. so das es nach der Beseitigung des Assad Regime zwischen FSA, den islamistischen Gruppierungen und den Kurden z.B.. zu einen sich weiter ausdehnenden Konflikt kommt.

    Oder. wenn es um ein Wirken gegen die Kurden geht,das FSA und andere islamistische Gruppen noch zusammen arbeiten werden.
    Inwiefern sich dann für die dort lebenden Kurden eingesetzt wird auch wieder eine Frage ist aber vermuten könnte man wohl,...gar nicht.

    Wer weiss schon genau wie westlich orientiert diese Gruppe ist die Waffenlieferungen bekommen soll? Inwiefern nutzen Waffenlieferungen, Männer an Waffen, wenn sie von der Anzahl der Bewaffneten und der finanzielen Grundlage evtl.untelegen sind?

    Vielleicht kommt es zu einen Uebergangsrat und gar zu einer Wahl, wäre ja dann demokratisch ae wieviele von den Flüchtlingen und Vertriebenen haen dann auch die Möglichkeit dazu? Was in Lybien geschah wissen wir, was nach den Aufstand und der Wahl in Aegypten geschah auch, der Druck wird zu gross sein und der Einfluss anderer Guppierungen ebenso gross und erst recht nach dem alles nun futsch ist in Syrien.

    doch kann man denn nicht erst von der Opposition verlangen Verhandlungen einzugehen und dann Waffen Liefern? Nach meinem Erkenntnis verschlechterten Waffenlieferungen die Situation und ließen die Islamisten erst so stark werden. Jetzt also noch mehr Waffen und dann kommen die Luftabwehrgeschütze die dann sicher keine Islamisten bekommen?
    Wenn der Einfluss der Islamisten in der Opposition zu groß ist, dann sollten wir diese fallen lassen und Assad sich durchsetzen lassen, vielleicht klappt es dann auch mit Verhandlungen. Seine Quittung bekommt er wahrscheinlich nach den Wahlen serviert.
    Warum muss der Konflikt millitärisch entschieden werden und nicht per Wahlen?
    Ich bin auch nicht überzeugt davon das Assad wieder antritt, doch was bringt diese Halteun, es ist immer noch klar eine Alternative zum Krieg. Am politischen Verhalten des Irans und Russlands kann nuneinmal man schlecht etwas ändern und muss das respektieren. Zudem ist die Opposition für die Gewalt ähnlich wie Assad verantwortlich und hat wohl entgegen der Westmedien angefangen zu den Waffen zu greifen.

  3. 3. Opium

    "aber sie sind lasizistisch sozialistisch geprägt, was den meisten Syrern ein bekanntes System sein sollte. Dort gibt es keine Vertreibungen von Minderheiten wie Christen." Na, Sie haben aber ein extrem geschöntes Sozialismus-Bild. In materialistisch-sozialistischen Regimen haben Christen für gewöhnlich keine guten Karten, werden wirtschaftlich ruiniert oder gar zur Aufgabe des Glaubens gezwungen. "Geht nicht - Opium fürs Volk."

  4. Nur beliebt dem deutschen Michel mal wieder der Blockade-Pazifismus. Ich denke, wir müssen jetzt einfach mal spuren, und das tun, was Kerry unser Regierung in die Notizblöcke geschrieben hat: Nämlich im Volk eine politische Basis für Waffenlieferungen herzustellen.

    Die Gefahr ist einfach riesengroß, dass genau diese Gruppen aber profitieren bei einem militärischen Eingreifen oder Lieferung von Waffen. Diese ganze Diskussion ist doch reinste Heuchelei, da die Saudis schon seit einer Ewigkeit die Islamisten in Syrien hochrüsten. Der Westen mit den Türken diese ausbildet und bewaffnet.

    Würde das den Amis nicht sehr gut in den Kram passen (da die kampferprobten Vollbart-Milizen das iranfreundliche Assad-Regime beseitigen), würden die mal ein ernstes Wörtchen reden mit ihren Proxies am Golf.

    Was jetzt gerade passiert ist die Einsicht, dass man die Kontrolle verloren hat und die Islamisten sich durchsetzen werden. Genau wie in Libyen werden diese Gruppen sich dann im zweiten Schritt gegen den Westen und vorallem Israel wenden.

    Das ist die Quittung für hirnlose Unterstützung von Verbrechern und Islamisten. Genau wie in Libyen, Afghanisten, Kosovo, Tschechenien...

    Ihr Beitrag 3 ist übrigens Nonsens. Die Christen leben seit jahrzehnten in Syrien in frieden.

    Hier mal eine gute Übersicht der aktuellen Entwicklung udn die Zwickmühle in der sich die NATO Länder jetzt befinden:

    http://www.german-foreign...

    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ernstzunehmende Gefahr"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Würde das den Amis nicht sehr gut in den Kram passen"
    "Was jetzt gerade passiert ist die Einsicht, dass man die Kontrolle verloren hat"

    Sie merken wahrscheinlich selbst, dass Sie sich widersprechen. Weshalb sollte es den Amis in den Kram passen, die Kontrolle zu verlieren? Es passt ihnen nicht in den Kram, auch Kerry sieht es ebenso wie Sie, nämlich "dass die Gefahr einfach riesengroß" ist. Genau deshalb ist entschlossenes Handeln gefragt, die Zwickmühle, in der sich vor allem die syrische Zivilbevölkerung befindet, muss aufgebrochen werden. Russische Blockade darf nicht dazu führen, "dass diese Gruppen sich dann im zweiten Schritt gegen den Westen und vorallem Israel wenden."

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    Bevor man sich einmischt, sollte man erst einmal klären, worum es überhaupt geht, aber das ist ja schon lange aus der Mode.

    Wie funktioniert die Beziehung zwischen den USA und ihren vollbärtigen Freunden im einzelnen? Wie sehen die Strukturen im Hintergrund aus?

    In Libyen und Syrien zeigen sich die jahrzehntealten seltsamen Allianzen der Weltpolitik ganz unverhohlen (USA, Türkei, Israel, Saudi-Arabien, Katar): Despoten vom Golf, die den islamistischen Terrorismus fördern, Neokonservative, eng verbunden mit den handfesten ökonomischen Interessen der Rüstungsindustrie, ehrgeizige Generäle und Geheimdienstler, religiöse Fundamentalisten aus allen 3 Weltreligionen, akademische Stubengelehrte, die von einem amerikanischen Imperium träumen...

    Um diese Beziehungen zu ergründen sollte man Klischees und leere Schlagworte wie "Islamismus", "der Westen" oder "der internationale Terrorismus" vermeiden. Statt dessen müssen wir die konkreten Akteure beobachten: die Think tanks , die im Auftrag der großen Stiftungen (Rockefeller-, Ford, Carnegie-foundation) und von Lobbyorganisationen wie AIPAC arbeiten, die politische Agenda der Finanzindustrie (Rating-Agenturen, Goldman Sachs, Boston Consulting Group usw.) und den Lobbyismus der Erdölindustrie.

  5. "Würde das den Amis nicht sehr gut in den Kram passen"
    "Was jetzt gerade passiert ist die Einsicht, dass man die Kontrolle verloren hat"

    Sie merken wahrscheinlich selbst, dass Sie sich widersprechen. Weshalb sollte es den Amis in den Kram passen, die Kontrolle zu verlieren? Es passt ihnen nicht in den Kram, auch Kerry sieht es ebenso wie Sie, nämlich "dass die Gefahr einfach riesengroß" ist. Genau deshalb ist entschlossenes Handeln gefragt, die Zwickmühle, in der sich vor allem die syrische Zivilbevölkerung befindet, muss aufgebrochen werden. Russische Blockade darf nicht dazu führen, "dass diese Gruppen sich dann im zweiten Schritt gegen den Westen und vorallem Israel wenden."

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    Eine Leserempfehlung
  6. Danke für diesen Artikel, welcher eine der seltenen Ausnahmen von der üblichen schwarz-weiß Malerei darstellt. Genau auf diese Weise wollen die meisten ihrer Leser informiert werden. Sie zeigen uns in objektiver Weise die Fakten auf und überlassen die Berwertung dieser den Lesern. Gerne mehr davon!

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie haben recht, dieser Artikel stellt erstmalig dar, wie gefährlich die islamistischen Milizen für die bedrohte kurdische Minderheit werden könnten. Der Friede ist offensichtlich nur scheinbar vorhanden. Bei mir entsteht der Eindruck, dass Al-Nusra nur darauf wartet, in den autonomen Kurdengebieten die Macht zu übernehmen.
    Ich denke diese neue Sichtweise hat viel mit dem Besuch von Aussenminister Kerry zu tun. Dieser hat sofort einen neuen Blick auf den Konflikt eröffnet, in dem viel mehr der Protagonismus des Westens im Vordergrund steht. Wir können uns einfach nicht mehr neutral verhalten, angesichts von 70.000 Toten und keinem Plan, wie dieses Morden aufhören soll. Waffenlieferungen an die demokratische Opposition scheinen mir da noch die passabelste Alternative zu sein.

    • Skjelm
    • 04. März 2013 17:49 Uhr

    ..''an westlich orientierte Gruppen'' halte ich nicht als die fördernde Lösung. Ja man möchte fast meinen das sie eigentlich diese im Laufe des ganzen Krieges doch bekamen.

    So wie sich das im Moment liest, scheint es als wäre die Dominanz die Islamistischen Gruppen auch stärker als wie die der FSA. Abzeichnen könnte sich das evtl. so das es nach der Beseitigung des Assad Regime zwischen FSA, den islamistischen Gruppierungen und den Kurden z.B.. zu einen sich weiter ausdehnenden Konflikt kommt.

    Oder. wenn es um ein Wirken gegen die Kurden geht,das FSA und andere islamistische Gruppen noch zusammen arbeiten werden.
    Inwiefern sich dann für die dort lebenden Kurden eingesetzt wird auch wieder eine Frage ist aber vermuten könnte man wohl,...gar nicht.

    Wer weiss schon genau wie westlich orientiert diese Gruppe ist die Waffenlieferungen bekommen soll? Inwiefern nutzen Waffenlieferungen, Männer an Waffen, wenn sie von der Anzahl der Bewaffneten und der finanzielen Grundlage evtl.untelegen sind?

    Vielleicht kommt es zu einen Uebergangsrat und gar zu einer Wahl, wäre ja dann demokratisch ae wieviele von den Flüchtlingen und Vertriebenen haen dann auch die Möglichkeit dazu? Was in Lybien geschah wissen wir, was nach den Aufstand und der Wahl in Aegypten geschah auch, der Druck wird zu gross sein und der Einfluss anderer Guppierungen ebenso gross und erst recht nach dem alles nun futsch ist in Syrien.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ernstzunehmende Gefahr"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Skjelm
    • 04. März 2013 18:00 Uhr

    ...Aber dennoch, die Regierung in Israel wird sicherlich auch sine Gedanken haben und persönlich kann ich mir nicht vorstellen das sie eine verstärkte islamistische Front im Norden für akzebtabel heissen. Ganz gleich ob nun Iran´s Freund 'Assad weg ist.

    Waffenlieferugen können immer in die falschen Hände gelangen. Eine UN Schutztruppe? Vielleicht, dann aber eher geführt durch UN Mitgliedern aus Islam geprägten Ländern. Aber die Erfolge von den Blauhelmen ist nicht unbedingt positiv. Vielleicht eine Schutztruppe der arabischen Liga? Nun, die meisten dort kämpfenden islamistischen Gruppen werden doch eh von denen unterstützt?

    • Skjelm
    • 04. März 2013 18:00 Uhr

    ...Aber dennoch, die Regierung in Israel wird sicherlich auch sine Gedanken haben und persönlich kann ich mir nicht vorstellen das sie eine verstärkte islamistische Front im Norden für akzebtabel heissen. Ganz gleich ob nun Iran´s Freund 'Assad weg ist.

    Waffenlieferugen können immer in die falschen Hände gelangen. Eine UN Schutztruppe? Vielleicht, dann aber eher geführt durch UN Mitgliedern aus Islam geprägten Ländern. Aber die Erfolge von den Blauhelmen ist nicht unbedingt positiv. Vielleicht eine Schutztruppe der arabischen Liga? Nun, die meisten dort kämpfenden islamistischen Gruppen werden doch eh von denen unterstützt?

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Waffenlieferungen..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Vielleicht eine Schutztruppe der arabischen Liga? Nun, die meisten dort kämpfenden islamistischen Gruppen werden doch eh von denen unterstützt?"
    Die Beobachtermission zeigte unter deren Federführung schon Erfolge, wieso nicht Schutztruppen. Die würden wohl noch am meisten aus der Region ernst genommen.
    Waffenlieferungen dagegen bringen mehr Risiko und verlängern nur den Krieg finde ich.
    Man muss doch Assad von der UN mit der Stimme Russlands dazu zwingen können Schutztruppen anzunehmen und Wahlen unter UN oder Arabische Liga aufsicht anzunehmen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Bürgerkrieg | Abdullah Öcalan | Syrien | Türkei | Irak | Aleppo
Service