Iran-KonfliktUS-Marine plant Manöver im Nahen Osten

Der Iran droht, den Seeverkehr in Nahost zu stören. Darauf reagieren die USA mit einem Militärmanöver: Ihre Marine soll im Persischen Golf das Entfernen von Minen üben.

Ein Manöver der US-Marine (Archivbild)

Ein Manöver der US-Marine (Archivbild)   |  © Stephen W. Rowe/U.S. Navy/Getty Images

Im Atomstreit mit dem Iran haben die USA ein Marinemanöver in den "internationalen Schifffahrtsstraßen im Nahen Osten" angekündigt. Das Manöver soll im Mai stattfinden und gemeinsam mit zwanzig Staaten durchgeführt werden. Ziel der Aktion sei es, die Beseitigung von Seeminen zu üben, die der Iran oder Untergrundgruppen gelegt haben könnten, um den Tankerverkehr zu behindern. Auf diese Weise solle der freie Öltransport durch den Persischen Golf gesichert werden.

Der Iran hatte damit gedroht, den Schiffsverkehr durch den Golf zu stören, falls die USA oder Israel seine Atomanlagen angreifen sollten. Das angekündigte Manöver wird als Zeichen dafür gewertet, dass die USA und ihre Verbündeten derartige Versuche des Irans unterbinden wollen. Es handelt sich um die Fortsetzung einer ähnlichen Übung vom September.

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Der Iran steht im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran  bestreitet das und behauptet, ihr Atomprogramm diene friedlichen Zwecken. Die Islamische Republik und die USA hatten am Wochenende ihre Bereitschaft zu bilateralen Gesprächen angedeutet und damit Bewegung in die festgefahrenen Atomgespräche gebracht.

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Leserkommentare
    • FLH80
    • 05. Februar 2013 21:14 Uhr

    Zeit des Rohrstocks ist zum Glück vorbei.

    • FLH80
    • 05. Februar 2013 21:19 Uhr

    auch nur Ewig-Gestrige, die gerade dabei sind, ihre Untergangsgefechte zu fechten. Denn das Zeitalter, in dem die USA am Golf die Alleinherrschaft hatten, scheint sich glücklicherweise dem Ende zuzuneigen.
    Ob allerdings die Übernahme der Macht durch China, die bereits in ungebremstem Gange ist - der Iran steht für China ziemlich weit oben auf der Prioritätenliste -, für die Region günstig ist, bleibt offen.
    Die politischen Dummheiten, die die USA und ihre Freunde in der Region und insbes. gegenüber dem Iran täglich begehen, weil sie wie Sie Rohrstock- und Auf-die-Finger-Politik für zielführend und nachhaltig ansehen, ist schlicht unfassbar.

    Antwort auf "Lieber Mitforist...."
    • zeitl1
    • 06. Februar 2013 13:12 Uhr

    Der qualifizierte Kommentar des Mitforisten bringt es auf den Punkt. Selbstverständlich muss man dem Iran klar machen, dass er sich aus der Straße von Hormus zurückziehen muss. Die Okkupation der Inseln in der Streaße von Hormus, auch wenn sie historisch und geographisch näher an Persien als an den GCC Staaten liegen, muss schon aus strategischen Gründen - notfalls gewaltsam - beendet werden.
    Wie der Mitforist richtigerweise unterschwellig mitteilt geht es nicht um Recht oder Unrecht sondern alleine um die Wichtigkeit der Route. Letztlich haben die USA jedes Recht hier notfalls mit einem Vernichtungseinsatz gegen das iranische Regime vorzugehen. Man hat dem iranischen Volk genug ANreize verschafft, sich des störrischen Regimes zu entledigen. Weitere Sanktionsmöglichkeiten bestehen nicht mehr. Das Volk ist bereits durch die umfassenden Sanktionen ausgehungert, braucht Medikamente, etc. Dennoch ist man nicht einsichtig um das Regime zu stürzen. Mithin bleibt also nur noch die befreiende Gewalt. Sofern trotz surgical strikes Zivilisten umkommen sollten, so haben sie es sich selbst zuzuschreiben. Die USA setzen städnig das Leben ihrer Bürger für unsere Freiheit und unseren Wohlstand aufs Spiel. Die SIcherung der Ressourcen ist erforderlich. Dafür müssen wir den USA danken und sollen endlich aufhören jeden Schritt zu durchleuchten und zu kritisieren. Wir sollten auch unsere SOldaten an vorderster Front in den EInsatz bringen, um unsere Anerkennung und unseren Dank auszudrücken!

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, nf
  • Schlagworte Iran | Atomprogramm | Atomwaffe | Gespräch | Golf | Regierung
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