Der US-Bundesstaat North Dakota hat das strengste Abtreibungsrecht des Landes erlassen. Gouverneur Jack Dalrymple unterschrieb ein Gesetz, das Frauen einen Schwangerschaftsabbruch verbietet, sobald der fetale Herzschlag gehört werden kann, berichtete die USA Today

Der Herzschlag beim Fötus kann knapp sechs Wochen nach der Empfängnis vernommen werden. Auch Abtreibungen mit der Begründung eines genetischen Defektes beim Baby sind künftig nicht mehr erlaubt.

Juristen rechnen damit, dass das Gesetz aus North Dakota verfassungswidrig ist. Der Oberste Gerichtshof in den USA hatte 1973 beschlossen, dass eine Abtreibung möglich ist, bis der Fötus außerhalb des Mutterleibs lebensfähig ist. Das ist in der Regel nach der 24. Schwangerschaftswoche der Fall.

Frauenrechtlerinnen kritisieren das Gesetz, weil es die Gesundheit von Frauen gefährde. Viele würden zu illegalen, geheimen Abtreibungen gezwungen und könnten damit ihr Leben riskieren. Die Gruppe Naral Pro-Choice America kritisierte, dass die neue Vorschrift keine Ausnahmen für Vergewaltigungsopfer und bei Inzestfällen mache.