Isaf-EinsatzBundeswehr räumt Stützpunkt in Afghanistan in Kürze

Die Soldaten der Bundeswehr beginnen mit dem Kofferpacken: Minister de Maizière kündigte an, der Stützpunkt OP North in Pul-i-Kumri werde "im Frühjahr aufgegeben".

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) auf seinem Flug nach Masar-i-Scharif in Afghanistan

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) auf seinem Flug nach Masar-i-Scharif in Afghanistan

Die Bundeswehr will ihren Außenposten in Pul-i-Kumri in den kommenden Wochen räumen. Die OP North genannte Basis "wird im Frühjahr aufgegeben", sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière nach seiner Ankunft in der Basis in Kundus. "Kurz nachdem wir weg sind, fangen die an zu packen", kündigte der Minister an. Es sei "der letzte Besuch des Verteidigungsministers dort".

De Maizière verwies auf die besondere Bedeutung des Stützpunktes mit derzeit noch rund 500 Bundeswehrsoldaten. "Er ist das Symbol dafür, dass die Bundeswehr gelernt hat zu kämpfen", sagte er. "Sie hat auch schwere Verluste dort erlitten." Die OP North stehe wie kein anderer Ort "für den Rollenwandel der Bundeswehr und auch des Afghanistan-Einsatzes insgesamt".

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Nach dem Abzug der Deutschen solle die Basis den afghanischen Streitkräften übergeben werden. "Das bedeutet nicht weniger Sicherheit, sondern eine andere Form der Sicherstellung", sagte der Minister.

De Maizière war am frühen Morgen zunächst in Masar-i-Scharif zu seinem zuvor nicht angekündigten Besuch gelandet. Dort sind die meisten der rund 4.350 derzeit in Afghanistan eingesetzten Bundeswehrsoldaten stationiert. In Masar-i-Scharif befindet sich auch der Sitz des Regionalkommandos Nord der internationalen Isaf-Truppe, das seit dem 21. Februar unter dem Befehl des deutschen Generalmajors Jörg Vollmer steht. Anschließend reiste der Minister weiter nach Kundus.

Vollständiger Abzug bis Ende 2014

Der Bundestag hatte das Mandat für den deutschen Einsatz in Afghanistan im Dezember erneut bis zum 28. Februar 2014 verlängert. Die Truppenstärke beträgt höchstens 4.400 Soldaten, soll aber bis zum Ende des Mandatszeitraums auf 3.300 Soldaten verringert werden.

Bis Ende 2014 ist ein vollständiger Abzug der internationalen Kampftruppen aus Afghanistan geplant. Bis dahin erfolgt eine schrittweise Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Streitkräfte und Behörden. Allerdings dürften auch danach noch deutsche und andere ausländische Soldaten als Berater und Ausbilder im Land bleiben.

 
Leser-Kommentare
  1. ... eine Statistik, aus der man sehen kann, wieviele Mädchenschulen und Brunnnen in der Zeit des Deutschen Einsatzes in Afghanistan gebaut wurden?

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    Ich finde die Aussage die sie indirekt damit treffen wollen unverschämt und respektlos gegenüber der Friedensmission im Rahmen der NATO.

    Das Friedensministerium unter Friedensminister De Maiziere (der mit dem lockern Grundgesetzumgang) stellt ihnen aber bestimmt gerne genauere Daten zur Verfügung. Ein großer Teil der Kosten wurde sicher durch Friedensbomben und Friedenspanzern sowie afghanischen Friedenhelfern verursacht um die sicher zahlosen neu gebauten Krankenhäuser, Straßen, Mädcheninternate und die Infrastruktur auf ostdeutsches Niveau zu hieven und vor den afghanischen Volk zu schützen.

    Ich finde die Aussage die sie indirekt damit treffen wollen unverschämt und respektlos gegenüber der Friedensmission im Rahmen der NATO.

    Das Friedensministerium unter Friedensminister De Maiziere (der mit dem lockern Grundgesetzumgang) stellt ihnen aber bestimmt gerne genauere Daten zur Verfügung. Ein großer Teil der Kosten wurde sicher durch Friedensbomben und Friedenspanzern sowie afghanischen Friedenhelfern verursacht um die sicher zahlosen neu gebauten Krankenhäuser, Straßen, Mädcheninternate und die Infrastruktur auf ostdeutsches Niveau zu hieven und vor den afghanischen Volk zu schützen.

  2. Ich finde die Aussage die sie indirekt damit treffen wollen unverschämt und respektlos gegenüber der Friedensmission im Rahmen der NATO.

    Das Friedensministerium unter Friedensminister De Maiziere (der mit dem lockern Grundgesetzumgang) stellt ihnen aber bestimmt gerne genauere Daten zur Verfügung. Ein großer Teil der Kosten wurde sicher durch Friedensbomben und Friedenspanzern sowie afghanischen Friedenhelfern verursacht um die sicher zahlosen neu gebauten Krankenhäuser, Straßen, Mädcheninternate und die Infrastruktur auf ostdeutsches Niveau zu hieven und vor den afghanischen Volk zu schützen.

    Antwort auf "Gibt es irgendwo ..."

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