Proteste gegen Todesurteil: Fast 60 Menschen sterben bei Unruhen in Bangladesch
Nach dem Todesurteil gegen den Chef einer islamistischen Partei eskalieren in Bangladesch die Proteste. Jetzt hat die Regierung die Streitkräfte mobilisiert.
© Stringer/AFP/Getty Images

In Dhaka zünden Demonstranten bei Protesten Autos an.
Am Donnerstag hatte ein Gericht in Bangladesch Delawar Hossain Sajedi, den Vizepräsidenten der größten islamistischen Partei Jamaat-i-Islami, wegen Kriegsverbrechen im Unabhängigkeitskrieg 1971 zum Tode verurteilt. Seitdem toben landesweit Proteste. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Sajedi auf der einen und Polizei und Armee auf der anderen Seite sind inzwischen 57 Menschen ums Leben gekommen. Allein an diesem Sonntag starben mindestens 14 Menschen – unter ihnen ein 13 Jahre alter Junge, so ein Polizeisprecher.
Das Gericht in Dhaka befand Sajedi für schuldig, während des neunmonatigen Krieges vor mehr als 40 Jahren an Morden, Plünderungen, Brandstiftungen, Vergewaltigungen und der Zwangskonvertierung zum Islam beteiligt gewesen zu sein.
Sajedis islamistische Partei Jamaat-i-Islami rief nach der Urteilsverkündung zu einem landesweiten Streik auf, um die Freilassung zu erreichen. Diesem Appell kamen aber nur wenige nach, denn ein Großteil der Bevölkerung befürwortet eine Verurteilung. Mehr als drei Wochen lang hatten Zehntausende vor der Urteilsverkündung friedlich in Dhaka und anderen Städten protestiert. Sie forderten für die Kriegsverbrecher die Todesstrafe und ein Verbot von Jamaat-i-Islami.
Demonstranten kritisieren Verfahren als Schauprozess
Ihnen stehen die islamistischen Demonstranten gegenüber. Sie kritisieren die Verfahren gegen 13 mutmaßliche Kriegsverbrecher als Schauprozesse. Direkt nach der Urteilsverkündung gegen Sajedi kamen bei Ausschreitungen mindestens sechs Menschen ums Leben. Außerdem gab es mehrere Verletzte, als Anhänger von Jamaat-i-Islami in mehreren Städten randalierten und mit der Polizei zusammenstießen.
Am Donnerstag töteten Demonstranten im Norden des Landes nach Polizeiangaben zwei Polizisten. Außerdem setzten sie eine Brücke zwischen Dhaka und der Hafenstadt Chittagong in Brand. Am Freitag gingen auf einem Markt im nördlichen Bezirk Gaibandha Hunderte Anhänger der Regierung und der oppositionellen Jamaat-i-Islami-Partei mit Stöcken aufeinander los. Dabei sei ein Rikschafahrer getötet worden, teilte die Polizei mit.
Angesichts der Unruhen mobilisierte die Regierung in Bangladesch jetzt die Streitkräfte. Die Soldaten postierten sich in der von der Gewalt besonders betroffenen Stadt Shahjahanpur, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatten dort rund 5.000 Demonstranten zwei Polizeiwachen angegriffen.
Das Urteil gegen Sajedi ist nur eines in einer ganzen Serie von Prozessen gegen führende Vertreter der Islamisten. Bereits im Januar gab es Gewaltausbrüche bei ähnlichen Urteilssprüchen. Es sind noch acht Prozesse gegen Jamaat-Politiker offen.






Als Mensch, der oft in Bangladesh war, und gute Kontakte dort hat, erstaunt mich die Berichterstattung der "Zeit" und anderer Zeitungen: Das Gericht hat auf lebenslänglich entschieden und nicht die Todesstrafe ausgesprochen. Die Demonstranten finden aber lebenslänglich zu milde, und fordern die Todesstrafe. Jeder, der meine Feststellung, basierend auf Berichten von Menschen in Bangladesh, in Frage stellt, google etwas oder lese in englischsprachigen Bangladesh-Zeitungen nach, was tatsächlich vom Gericht entschieden wurde: www.thedailystar.net, z.B.
Bitte richtig lesen und zitieren!
Eine friedliche Protest-Bewegung wird von Islamisten mit Mord und Totschlag bekämpft! - Islamisten kennen keine Redefreiheit und Demokratie ... haben Sie das noch immer nicht verstanden, werter Forist?!!
Hier ein Auszug aus http://www.nzz.ch/aktuell...
Eskalation der Gewalt
... So wurde der Blogger Yasins vor dessen Hauseingang erstochen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Für Zehntausende auf der Shahbagh-Kreuzung steht jedoch fest, dass dahinter Aktivisten der Jamaat-e Islami stecken. Denn die Partei reagiert mit Terror und zunehmender Gewalt auf die Proteste und das Kriegsverbrechertribunal.
Seit dem 5. Februar wurden bei Bombenexplosionen und Ausschreitungen im ganzen Land über fünfzehn Personen getötet. Als Aktivisten der Jamaat am vergangenen Freitag nach dem Gebet das Protestlager stürmen wollten, eskalierte die Situation. Die Ausschreitungen dehnten sich innert kurzer Zeit auf das ganze Land aus, vier Personen starben und weit über tausend weitere wurden verletzt.
Der heftige Gewaltausbruch hat der betont friedlichen Shahbagh-Bewegung neuen Schub verliehen. Zur Beerdigungszeremonie des Bloggers kamen erneut mehrere hunderttausend Menschen auf die Kreuzung. Die Rufe nach einem Verbot der gesamten Jamaat-e Islami werden immer lauter und beginnen, die Forderungen nach der Todesstrafe zu übertönen.
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Eine friedliche Protest-Bewegung wird von Islamisten mit Mord und Totschlag bekämpft! - Islamisten kennen keine Redefreiheit und Demokratie ... haben Sie das noch immer nicht verstanden, werter Forist?!!
Hier ein Auszug aus http://www.nzz.ch/aktuell...
Eskalation der Gewalt
... So wurde der Blogger Yasins vor dessen Hauseingang erstochen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Für Zehntausende auf der Shahbagh-Kreuzung steht jedoch fest, dass dahinter Aktivisten der Jamaat-e Islami stecken. Denn die Partei reagiert mit Terror und zunehmender Gewalt auf die Proteste und das Kriegsverbrechertribunal.
Seit dem 5. Februar wurden bei Bombenexplosionen und Ausschreitungen im ganzen Land über fünfzehn Personen getötet. Als Aktivisten der Jamaat am vergangenen Freitag nach dem Gebet das Protestlager stürmen wollten, eskalierte die Situation. Die Ausschreitungen dehnten sich innert kurzer Zeit auf das ganze Land aus, vier Personen starben und weit über tausend weitere wurden verletzt.
Der heftige Gewaltausbruch hat der betont friedlichen Shahbagh-Bewegung neuen Schub verliehen. Zur Beerdigungszeremonie des Bloggers kamen erneut mehrere hunderttausend Menschen auf die Kreuzung. Die Rufe nach einem Verbot der gesamten Jamaat-e Islami werden immer lauter und beginnen, die Forderungen nach der Todesstrafe zu übertönen.
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Eine friedliche Protest-Bewegung wird von Islamisten mit Mord und Totschlag bekämpft! - Islamisten kennen keine Redefreiheit und Demokratie ... haben Sie das noch immer nicht verstanden, werter Forist?!!
Hier ein Auszug aus http://www.nzz.ch/aktuell...
Eskalation der Gewalt
... So wurde der Blogger Yasins vor dessen Hauseingang erstochen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Für Zehntausende auf der Shahbagh-Kreuzung steht jedoch fest, dass dahinter Aktivisten der Jamaat-e Islami stecken. Denn die Partei reagiert mit Terror und zunehmender Gewalt auf die Proteste und das Kriegsverbrechertribunal.
Seit dem 5. Februar wurden bei Bombenexplosionen und Ausschreitungen im ganzen Land über fünfzehn Personen getötet. Als Aktivisten der Jamaat am vergangenen Freitag nach dem Gebet das Protestlager stürmen wollten, eskalierte die Situation. Die Ausschreitungen dehnten sich innert kurzer Zeit auf das ganze Land aus, vier Personen starben und weit über tausend weitere wurden verletzt.
Der heftige Gewaltausbruch hat der betont friedlichen Shahbagh-Bewegung neuen Schub verliehen. Zur Beerdigungszeremonie des Bloggers kamen erneut mehrere hunderttausend Menschen auf die Kreuzung. Die Rufe nach einem Verbot der gesamten Jamaat-e Islami werden immer lauter und beginnen, die Forderungen nach der Todesstrafe zu übertönen.
Ich verfolge die Lage in Bangladesh seit Monaten durch Berichte aus dem Fernsehen aus Bangladesh. Es sind mittlerweile weit über 240 Menschen ums Leben gekommen. Und ich muss zustimmen, dass die Regierung viel zu sanft hier dargestellt wird. Die Regierung hat unzählige Mitglieder der Oppositionspartei mittlerweile willkürlich umgebracht. Es war die Polizei - die das Kommando der Regierung erhält - die auf die Betenden nach dem Freitagsgebet geschossen hat. Außerdem sitzen eine Anzahl von Kriegsverbrechern selbst in der Regierung und in der Justiz, die nun das Urteil über diese anderen Kriegsverbrecher aussprechen.
In diesem Fall sind es nicht die Islamisten die den größten Terror verursachen und Gewalt ohne Grenzen ausüben, sondern die Regierung.
Wie viele Menschen müssen eigentlich ums Leben gebracht werden, damit auch die ZEIT mit ihrer Berichterstattung beginnt? War es das Thema nicht bereits vor Wochen schon wert eingehender betrachtet zu werden, wie es die taz etwa getan hat? Dann wäre man auch in der Lage gewesen, einen differenzierten und gut recherchierten Artikel hierzu zu verfassen. Kein Wort zu Shahbag, kein Wort zum eigentlich Hintergrund der Auseinandersetzungen, kein Wort zur Rolle der Regierung....wozu überhaupt der Artikel? Ist solch ein Artikel für die ZEIT einfach lästige Notwendigkeit geworden? Wer hat das eigentlich geschrieben?
Stimme zu! Späte und ungenaue Berichterstattung
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