Isaf-Einsatz: Bundeswehr kehrt in afghanische Krisenregion zurück
Eigentlich hatten sich die Deutschen aus Badachstan in Afghanistan verabschiedet. Wegen der ernsten Sicherheitslage wird die Bundeswehr in die Grenzregion zurückbeordert.
©Marcel Mettelsiefen/dpa

Bundeswehrsoldaten fahren Patrouille in der Provinz Badachschan im Nordosten Afghanistans (Archivbild von 2010).
Die Bundeswehr schickt ein halbes Jahr nach der Schließung ihres Feldlagers Faisabad wieder Soldaten in die nordafghanische Provinz Badachschan. Seit einigen Tagen seien dort Bundeswehr-Angehörige im Einsatz, berichtet die Welt am Sonntag. Die Verbindungsoffiziere seien zur Unterstützung der afghanischen Streitkräfte entsendet worden.
Der Kommandeur des Isaf-Regionalkommandos Nord, Generalmajor Jörg Vollmer, bezeichnete die Situation in Badachschan gegenüber der Zeitung als "sehr ernst". Die Sicherheitslage sei für die afghanischen Sicherheitskräfte eine Herausforderung: Es gebe Gefechte mit verschiedenen Gruppen. Grund dafür seien vermutlich die vielen Schmuggelrouten, die im Grenzgebiet zu Tadschikistan, China und Pakistan lägen.
"Immer dann, wenn die afghanische Polizei beginnt, Recht und Ordnung erfolgreich durchzusetzen, gehen diejenigen, die sich in ihren illegalen Geschäften gestört fühlen, gegen die einheimischen Sicherheitskräfte vor", sagte Vollmer. Solche Konflikte könnten die Afghanen zwar grundsätzlich allein lösen, "diesmal haben sie aber um Unterstützung gebeten". Die örtlichen Sicherheitskräfte bräuchten Drohnen und Hubschrauber zum Transport von Verwundeten. Die Bundeswehr-Offiziere vor Ort sollten nun die Unterstützung durch die ISAF-Truppen koordinieren.
Feldlager seit Oktober geräumt
Anfang März hatten Aufständische in der Region eine Einheit afghanischer Soldaten in einen Hinterhalt gelockt und 17 von ihnen getötet. Vor einer Woche wurde dort ein deutscher Entwicklungshelfer entführt, der aber von afghanischen Polizisten unversehrt befreit werden konnte. Seit Wochen kämpfen afghanische Sicherheitskräfte gegen kriminelle Gruppen in dem Distrikt Warduj, einer Gebirgsregion am östlichsten Zipfel Afghanistans.
Die Provinz Badachschan galt lange als eine der ruhigsten in Afghanistan. In der Hauptstadt Faisabad, rund 40 Kilometer von Warduj entfernt, hatte die Bundeswehr im Oktober 2012 ihr Feldlager verlassen und der afghanischen Polizei übergeben.








wurde als Ziel schon lange aufgegeben.
Vor vielen Jahren wurde auch schon aufgegeben bzw. nie ernstlich in Angriff genommen, die Drogenproduktion zu stoppen.
Was die Bundeswehr bzw. die NATO derzeit im Wesentlichen noch schützt ist das Agieren des korrupten Karsai-Clans.
Für dessen Unterstützung sind sowohl unsere Steuergelder als auch das Leben unserer Soldaten zu schade.
Ich denke, dass nach Beginn der Operation Enduring Freedom sehr schnell erkannt wurde, dass man in einem kriegs- und bürgerkriegsgeschundenen Land nicht per Handschnippen demokratische Strukturen schaffen kann. Vieles, was wir als Demokratie verstehen, geht der eigentlichen Clan- und Stammeskultur der afghanischen Bevölkerung zuwider. Grundsätzlich kann es auch nicht die Aufgabe einer Unterstützungstruppe - ISAF=International Security Assistance Force - sein, das Demokratieverständnis in der Bevölkerung zu wecken.
Das nun wieder deutsche Kräfte nach Badakhshan zurückkehren müssen, findet seinen Ursprung in der Tatsache, dass die afghanischen Sicherheitskräfte in Distrikte vordrängen, in denen deutsche Kräfte (bewusst?) nicht tätig waren.
Ich denke, dass nach Beginn der Operation Enduring Freedom sehr schnell erkannt wurde, dass man in einem kriegs- und bürgerkriegsgeschundenen Land nicht per Handschnippen demokratische Strukturen schaffen kann. Vieles, was wir als Demokratie verstehen, geht der eigentlichen Clan- und Stammeskultur der afghanischen Bevölkerung zuwider. Grundsätzlich kann es auch nicht die Aufgabe einer Unterstützungstruppe - ISAF=International Security Assistance Force - sein, das Demokratieverständnis in der Bevölkerung zu wecken.
Das nun wieder deutsche Kräfte nach Badakhshan zurückkehren müssen, findet seinen Ursprung in der Tatsache, dass die afghanischen Sicherheitskräfte in Distrikte vordrängen, in denen deutsche Kräfte (bewusst?) nicht tätig waren.
Ich denke, dass nach Beginn der Operation Enduring Freedom sehr schnell erkannt wurde, dass man in einem kriegs- und bürgerkriegsgeschundenen Land nicht per Handschnippen demokratische Strukturen schaffen kann. Vieles, was wir als Demokratie verstehen, geht der eigentlichen Clan- und Stammeskultur der afghanischen Bevölkerung zuwider. Grundsätzlich kann es auch nicht die Aufgabe einer Unterstützungstruppe - ISAF=International Security Assistance Force - sein, das Demokratieverständnis in der Bevölkerung zu wecken.
Das nun wieder deutsche Kräfte nach Badakhshan zurückkehren müssen, findet seinen Ursprung in der Tatsache, dass die afghanischen Sicherheitskräfte in Distrikte vordrängen, in denen deutsche Kräfte (bewusst?) nicht tätig waren.
nichts verloren, da ist mir die afghanische Geschichte recht egal lieber Forist oder sollen wir jetzt auch noch die Fehler der anderen ausbügeln ????
Es reicht die eigenen zu bearbeiten, danke.
ist so was von abgehoben. Afghanistan wird nie ein demokratischer Staat und die westliche Unkultur sollte mal langsam begreifen, dass nicht die ganze Welt so leben wird bzw. will wie wir.
es nie geschafft, diese Provinz zu erobern, da sie dort wohl keinen Rückhalt in der Bevölkerung hat. Wieso ist die Situation da jetzt problematisch?
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