Immer wieder tötet das US-Militär in Pakistan mit unbemannten Flugkörpern. Ziele sind Personen, die Geheimdienste und Militär als Terroristen identifiziert haben. Doch nicht immer treffen die Geschosse der ferngelenkten Drohnen die beabsichtigten Häuser oder Personen. Auch Zivilisten werden Opfer der Attacken, die die UN nun klar als völkerrechtswidrig einstufen.

Ein Team der Vereinten Nationen hat die Auswirkungen der unbemannten Angriffe untersucht. Die Mitglieder sprachen mit Vertretern der pakistanischen Führung. Sie hätten ihnen versichert, dass Pakistan die Angriffe durch US-Militär auf ihrem Gebiet nicht gutheiße. Für die UN-Fachleute ist daher klar: Die Angriffe sind völkerrechtswidrig.

Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Terrorabwehr, Ben Emmerson, sandte einen deutlichen Appell an die USA: "Es ist an der Zeit, dass die Sorgen der pakistanischen Regierung ernst genommen werden", sagte er. "Sie muss die Chance bekommen, ohne den Eingriff anderer Länder für Frieden auf ihrem Staatsgebiet zu sorgen."

Die USA hatten wiederholt behauptet, dass das Militär mit Billigung der Regierung in Islamabad handele.  Die Regierung in Washington hatte auch immer wieder gesagt, dass sich die Zahl der zivilen Opfer in Grenzen halte. Tote Unbeteiligte seien "äußerst seltene Ausnahmen". 

Die UN-Fachleute kommen zu einem anderen Ergebnis: Pakistan beklagt laut dem Bericht mehr als 400 durch Drohnen getötete Zivilisten.