Volksabstimmung: Bewohner der Falklandinseln wollen britisch bleiben
In einem Referendum haben die Bewohner der von Argentinien beanspruchten Inseln dafür gestimmt, auch künftig zu Großbritannien zu gehören. Es gab nur drei Nein-Stimmen.
© Enrique Marcarian/Reuters

Ein Mann hisst in Stanley, der Hauptstadt der Falklandinseln, eine Falklandflagge (Archiv)
Die Bewohner der Falklandinseln wollen weiterhin britisch bleiben. Dafür votierten 98,8 Prozent der Inselbewohner in einem Referendum, wie die Wahlkommission mitteilte. Es gab nur drei Nein-Stimmen. Von den 1.650 Wahlberechtigten nahmen 1.517, also etwa 92 Prozent, an der Volksbefragung teil.
Das von der lokalen Regierung ausgerufene Referendum hat keine bindende Wirkung für den Status der Inseln im Südatlantik, die auch von Argentinien beansprucht werden. Argentinien hatte bereits angekündigt, dass es das Ergebnis nicht akzeptieren werde.
Die Falklandinseln mit ihren 2.500 Bewohnern gehören geografisch zu Südamerika, sind aber ein britisches Überseegebiet mit innerer Autonomie. Seit 1833 erhebt Argentinien Anspruch auf die Inseln, Höhepunkt des Konflikts war der zehnwöchige Falklandkrieg im Jahr 1982. Damals hatte die argentinische Militärjunta die Inseln angegriffen. Der 74 Tage dauernde Krieg endete für Argentinien mit einer Niederlage.
Das Land hat den Streit mit Großbritannien um die Falklandinseln bereits vor die Vereinten Nationen gebracht.








...das Troll-Normalo Ratio ist also 3:2500 :-)
... auf Null Stimmen für Argentinien getippt.
... auf Null Stimmen für Argentinien getippt.
"In Argentina the result was dismissed with angry words by the government of President Cristina Fernández de Kirchner. "We must denounce this trickery that pretends to represent the popular participation of an implanted population," said Senator Daniel Filmus, a close collaborator of the president. "This publicity stunt has no validity for international law." (Quelle The Guardian)
Was natürlich zu erwarten war und von der Argentinischen Regierung schon vor dem Referendum angekündigt wurde. Aber wenn nicht sie Bewohner, wer sonst?
Das ist aber sehr dünnes Eis, auf dass sich die Dame da begibt. Die gesamte argentinische Bevölkerung ist implantiert (nachdem man den grössten Teil der früheren Bevölkerung ausgerottet oder vertrieben hat, wurde eine europäischstämmige Bevölkerung implantiert). Die Besiedelung Falklands wurde meines Wissens nicht von einem Genozid begleitet, weil die Inseln anscheinend unbesiedelt waren.
Dass es Argentinien nicht passt, dass die Inseln zum UK gehören, ist bis zu einem gewissen Mass verständlich. Es ändert aber nichts daran, dass zu gelten hat, was die Bevölkerung gesagt hat.
Damit ist für mich klar, dass die Falkland-Inseln nicht zu Argentinien gehören, und dass es völlig egal ist, welchen Namen die Argentinier dieser Inselgruppe gerne verleihen würden.
Das ist aber sehr dünnes Eis, auf dass sich die Dame da begibt. Die gesamte argentinische Bevölkerung ist implantiert (nachdem man den grössten Teil der früheren Bevölkerung ausgerottet oder vertrieben hat, wurde eine europäischstämmige Bevölkerung implantiert). Die Besiedelung Falklands wurde meines Wissens nicht von einem Genozid begleitet, weil die Inseln anscheinend unbesiedelt waren.
Dass es Argentinien nicht passt, dass die Inseln zum UK gehören, ist bis zu einem gewissen Mass verständlich. Es ändert aber nichts daran, dass zu gelten hat, was die Bevölkerung gesagt hat.
Damit ist für mich klar, dass die Falkland-Inseln nicht zu Argentinien gehören, und dass es völlig egal ist, welchen Namen die Argentinier dieser Inselgruppe gerne verleihen würden.
nutzloses Referendum, um deren Meinung geht es nur zum Teil,
klar wollen die beim reichen modernen Industriestaat bleiben,
die Einwohner von Hong Kong sicher ebenso, und das war viel kleiner mit viel mehr Einwohner, nur ein Handelsstützpunkt, eigene Gebäude
es kann nicht sein, dass eine Minderheit von etwa einer Bohrinsel die Hälfte des argentinischen Seegebiets, hunderte Millarden an Rohstoffe kontrolliert, nicht zuletzt auch eine Landmasse der Größe Schleswig Holsteins, und seien es nur Felsen,
ab wie vielen Menschen genau die Grenze erreicht ist, ist wie immer Grauzone,
jeder solcher internationale Fall wie auch Grönland oder die russische Enklave um Kaliningrad muss einzeln entschieden werden und bei Falkland ist der Fall sehr sehr klar
"und bei Falkland ist der Fall sehr sehr klar"
Korrekt. Sie gehören zu Großbrittannien.
"und bei Falkland ist der Fall sehr sehr klar"
Korrekt. Sie gehören zu Großbrittannien.
Die Bevölkerung der Falklands ist schließlich von britischen Imperialisten dort angesiedelt worden.
.... gehört Argentinien also Ihrer Logik nach zu Spanien?
Die Falklandinseln wurden ursprünglich von Frankreich besiedelt..
und die Bevölkerung Argentinien besteht aus lauter Ureinwohnern....
Jörn Tiedemann
.... gehört Argentinien also Ihrer Logik nach zu Spanien?
Die Falklandinseln wurden ursprünglich von Frankreich besiedelt..
und die Bevölkerung Argentinien besteht aus lauter Ureinwohnern....
Jörn Tiedemann
Das ist aber sehr dünnes Eis, auf dass sich die Dame da begibt. Die gesamte argentinische Bevölkerung ist implantiert (nachdem man den grössten Teil der früheren Bevölkerung ausgerottet oder vertrieben hat, wurde eine europäischstämmige Bevölkerung implantiert). Die Besiedelung Falklands wurde meines Wissens nicht von einem Genozid begleitet, weil die Inseln anscheinend unbesiedelt waren.
Dass es Argentinien nicht passt, dass die Inseln zum UK gehören, ist bis zu einem gewissen Mass verständlich. Es ändert aber nichts daran, dass zu gelten hat, was die Bevölkerung gesagt hat.
Damit ist für mich klar, dass die Falkland-Inseln nicht zu Argentinien gehören, und dass es völlig egal ist, welchen Namen die Argentinier dieser Inselgruppe gerne verleihen würden.
"Es ändert aber nichts daran, dass zu gelten hat, was die Bevölkerung gesagt hat."
In der Tat ist das Selbstbestimmungsrecht der Voelker, auf das Sie hier anspielen eines der Grundprinzipien des Voelkerrechts, aber eben nicht das einzige und kann durchaus im Konflikt mit anderen ebenso wichtigen Voelkerrechtsprinzipien stehen. Im vorliegenden Fall ist das so, und dieses Spannungsverhaeltnis ist wohl ohne internationale Vermittlung, etwa eine Entscheidung eines von beiden anerkannten Schiedsgerichtshofs, nicht aufzuloesen. Genau daran haben die Briten aber kein interesse.
Die Falkland-Inseln oder Malwinen wurden nach ihrer Entdeckung von Frankreich in Besitz genommen, deren Souveraenitaet spater an Spanien abgetreten wurde, an dessen Stelle nach der Unabhaengigkeit Argentinien trat. Die britischen Besitzansprueche beruhen auf einer (von den meisten Voelkerrechtlern so eingeschaetzten) illegalen Okkupation durch die Briten im 19. Jahrhundert.
Wenn man sich vorbehaltlos Ihrer Interpretation anschliessen wuerde, wuerde das bedeuten, dass ein zu einem Staat gehoerendes Territorium nur so lange unrechtmaessig besetzt werden muss, bis sich dort eine okkupationsfreundliche Beoelkerung etabliert hat und die man am besten aus dem eigenen Land mitbringt, um aus Unrecht Recht zu machen. Wie lange muss diese illegale Besatzung dauern? Ein Jahr? Fuenfzig Jahre? 200 Jahre?
Fazit: die voelkerrechtliche Position Grossbritanniens ist weitaus schwaecher als Sie annehmen..
...lassen wir Deutschen auf Mallorca auch mal ein Referendum abhalten :-)
"Es ändert aber nichts daran, dass zu gelten hat, was die Bevölkerung gesagt hat."
In der Tat ist das Selbstbestimmungsrecht der Voelker, auf das Sie hier anspielen eines der Grundprinzipien des Voelkerrechts, aber eben nicht das einzige und kann durchaus im Konflikt mit anderen ebenso wichtigen Voelkerrechtsprinzipien stehen. Im vorliegenden Fall ist das so, und dieses Spannungsverhaeltnis ist wohl ohne internationale Vermittlung, etwa eine Entscheidung eines von beiden anerkannten Schiedsgerichtshofs, nicht aufzuloesen. Genau daran haben die Briten aber kein interesse.
Die Falkland-Inseln oder Malwinen wurden nach ihrer Entdeckung von Frankreich in Besitz genommen, deren Souveraenitaet spater an Spanien abgetreten wurde, an dessen Stelle nach der Unabhaengigkeit Argentinien trat. Die britischen Besitzansprueche beruhen auf einer (von den meisten Voelkerrechtlern so eingeschaetzten) illegalen Okkupation durch die Briten im 19. Jahrhundert.
Wenn man sich vorbehaltlos Ihrer Interpretation anschliessen wuerde, wuerde das bedeuten, dass ein zu einem Staat gehoerendes Territorium nur so lange unrechtmaessig besetzt werden muss, bis sich dort eine okkupationsfreundliche Beoelkerung etabliert hat und die man am besten aus dem eigenen Land mitbringt, um aus Unrecht Recht zu machen. Wie lange muss diese illegale Besatzung dauern? Ein Jahr? Fuenfzig Jahre? 200 Jahre?
Fazit: die voelkerrechtliche Position Grossbritanniens ist weitaus schwaecher als Sie annehmen..
...lassen wir Deutschen auf Mallorca auch mal ein Referendum abhalten :-)
.... gehört Argentinien also Ihrer Logik nach zu Spanien?
Sehr viele Argentinier sind aus Spanien eingewandert und haben, teilweise über mehrere Generationen hinweg ihren spanischen Pass behalten. Zusätzlich zu dem argentinischen Pass. Damit sind dies alles "Spanier" und natürlich auch EU-Bürger mit allen Möglichkeiten der Zuwanderung. Als es Spanien noch besser ging haben eine ganze Reihe von arbeitslosen Argentiniern diese "Passlücke" genutzt und in Spanien gearbeitet.
Sehr viele Argentinier sind aus Spanien eingewandert und haben, teilweise über mehrere Generationen hinweg ihren spanischen Pass behalten. Zusätzlich zu dem argentinischen Pass. Damit sind dies alles "Spanier" und natürlich auch EU-Bürger mit allen Möglichkeiten der Zuwanderung. Als es Spanien noch besser ging haben eine ganze Reihe von arbeitslosen Argentiniern diese "Passlücke" genutzt und in Spanien gearbeitet.
Argentinien gehörte nach dieser Logik den südamerikanischen Ureinwohnern.
... an die Rohstoffe, so es denn welche dort gibt. Außerdem will Frau Kirchner Innenpolitik machen und von den Problemen, die sie immer noch mit der Staatspleite haben, ablenken.
Man stelle sich mal vor wir würden in Europa die Grenzziehungen bis Napoleon oder gar bis Columbus rückgängig machen wollen. Inklusive aller in dieser Zeit geführten kriegerischen Auseinandersetzungen.
Zumal Spanier/Argentinier nur mal kurz zwischenzeitlich dort waren.
Die Rohstoffe sind hier nicht der einzige Faktor. Richtig heikel ist die militärische Nutzung der Insel seitens GB. Möchten die Briten diesen Konflikt irgentwann mal lösen, wäre es ratsam die Royal Navy von dort abzuziehen.
Mit Sicherheit lässt sich eine Lösung finden, die die Meinung der Briten auf den Inseln respektiert und die Sicherheitsbedenken der Argentinier nicht beeinträchtigt. Es ist ja ok, wenn die Briten ein paar Soldaten in Mount Pleasant haben, aber Atom-Uboote vor der Küste Argentiniens herumschippern zu lassen, darf zu Recht als Provokation eingestuft werden.
Auf den Inseln selbst kann man allenfalls ein wenig Schafszucht betreiben.
Aber es geht um die dazugehörigen riesigen Seegebiete: Fischgründe, eventuell Erdöl/Erdgas, Manganknollen oder was sich sonst noch auf und unter dem Meeresboden an Bodenschätzen anfinden mag.
Die Rohstoffe sind hier nicht der einzige Faktor. Richtig heikel ist die militärische Nutzung der Insel seitens GB. Möchten die Briten diesen Konflikt irgentwann mal lösen, wäre es ratsam die Royal Navy von dort abzuziehen.
Mit Sicherheit lässt sich eine Lösung finden, die die Meinung der Briten auf den Inseln respektiert und die Sicherheitsbedenken der Argentinier nicht beeinträchtigt. Es ist ja ok, wenn die Briten ein paar Soldaten in Mount Pleasant haben, aber Atom-Uboote vor der Küste Argentiniens herumschippern zu lassen, darf zu Recht als Provokation eingestuft werden.
Auf den Inseln selbst kann man allenfalls ein wenig Schafszucht betreiben.
Aber es geht um die dazugehörigen riesigen Seegebiete: Fischgründe, eventuell Erdöl/Erdgas, Manganknollen oder was sich sonst noch auf und unter dem Meeresboden an Bodenschätzen anfinden mag.
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