Kenias Wähler beweisen Geduld und Mut

Wähler in Kenias Hauptstadt Nairobi warten darauf, ihre Stimme abzugeben. | © Georgia Goodwin/AFP/Getty Images
Dieses Mal sollte alles anders werden: Nachdem es bei den Wahlen vor fünf Jahren zu Zusammenstößen mit mehr als 1.000 Toten gekommen war, sollten ein großes Aufgebot an Sicherheitskräften und eine neue Verfassung eine weitgehend friedliche Parlaments- und Präsidentenwahl in Kenia garantieren. Der Andrang vor den Wahllkokalen war enorm, es bildeten sich teils kilometerlange Schlangen, die Wahlbeteiligung lag bei rund 70 Prozent. Trotz der vielen Sicherheitskräfte gab es aber Anschläge, mehrere Menschen starben.
- Datum 05.03.2013 - 12:39 Uhr
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Sie wählten Uhuru Kenyatta und William Ruto, die unter Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit stehen. Die über 1000 Ermordeten, Verbrannten, Erschossenen, Zerhackten werden sich im Grabe umdrehen.
Ebenso ist der Ausgang dieser Wahl eine Beleidigung derer die Verstümmelungen und Vergewaltigungen überlebt haben.
Die beiden Volksgruppen Kikuyu und Kalenjin die 2008 aufeinander losgingen, bilden jetzt eine große Koalition des Tribalismus und der Gewissenlosgkeit, möglicherweise auch Dummheit.
Ein großer Teil der Kenyaner hat keinen Grund mehr sich über ihre Situation zu beschweren, sie ist selbst gewählt. Mitleid kann man sich sparen.
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