Das Schiff "Mavi Marmara", auf dem die neun türkischen Aktivisten gestorben sind © Emrah Dalkaya/Reuters

Israel hat die Türkei um Verzeihung für den Tod von neun türkischen Staatsbürgern gebeten. Diese waren 2010 bei einer Hilfsaktion für Palästinenser erschossen worden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein türkischer Kollege Tayyip Erdoğan hätten in einem Telefongespräch die Normalisierung der Beziehungen beschlossen, teilte die israelische Regierung mit. Erdoğan habe die Entschuldigung akzeptiert.

Die getöteten Aktivisten hatten an einer Hilfsaktion teilgenommen, bei der mehrere Schiffe versucht hatten, Hilfsgüter nach Gaza zu bringen. Israelische Spezialkräfte brachten die Schiffe auf. Bei dem Einsatz auf dem Kreuzfahrtschiff Mavi Marmara waren die Türken erschossen worden. Netanjahu sagte nun den Angehörigen der Opfer eine Entschädigung zu.

Der Vorfall hatte die – zuvor traditionell guten – Beziehungen zwischen der Türkei und Israel erheblich belastet. Die Regierung Erdoğan stellte sich seitdem im Nahost-Konflikt auf die Seite der Palästinenser.