Der umstrittene Vize-Premierminister Kenias, Uhuru Kenyatta, wird neuer Präsident des Landes. Der Oberste Gerichtshof hat am Samstag das Ergebnis der Präsidentenwahl und damit Kenyattas Wahlsieg bestätigt.

Das Gericht verwarf einen Einspruch des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Raila Odinga, der Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung beklagt und Neuwahlen gefordert hatte. Kenyatta soll nun am 9. April als neuer Staatschef vereidigt werden.

Die Wahl sei "frei, fair, transparent und glaubwürdig" gewesen, sagte der oberste Richter Willy Mutunga. Der Beschluss des Gerichts sei einstimmig erfolgt.

Kenyatta, der als reichster Mann Kenias gilt, hatte den veröffentlichten Ergebnissen zufolge am 4. März gleich im ersten Durchgang etwas mehr als die für eine absolute Mehrheit erforderlichen 50 Prozent der Stimmen erhalten. Deswegen hatte es keine Stichwahl gegeben.

Sowohl ihm als auch seinem designierten Vizepräsidenten William Ruto werden vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Sie sollen mitverantworlich für die Unruhen nach der Präsidentenwahl im Jahr 2007 gewesen sein, bei denen mehr als 1.000 Menschen getötet wurden.