RuandaKongolesischer Rebellenführer Ntaganda stellt sich

Der Gründer der kongolesischen Rebellenorganisation M23 ist in die US-Botschaft in Kigali geflüchtet. Er will sich dem Internationalen Strafgerichtshof stellen.

Der kongolesische Rebellenführer Bosco Ntaganda

Der kongolesische Rebellenführer Bosco Ntaganda  |  © Katrina Manson/Reuters

Der mutmaßliche Kriegsverbrecher und Rebellenführer Bosco Ntaganda aus dem Kongo hat in der US-Botschaft in Kigali in Ruanda Zuflucht gesucht. Das teilte die ruandische Außenministerin Louise Mushikiwabo mit.

Ntaganda, der sich selbst "Der Terminator" nennt, wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen zahlreicher Kriegsverbrechen gesucht. Ihm wird vorgeworfen, während des Bürgerkriegs im Kongo vor knapp zehn Jahren Massenvergewaltigungen angeordnet und Kindersoldaten eingesetzt zu haben.

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Das US-Außenministerium in Washington teilte mit, dass Ntaganda an den Internationalen Strafgerichtshof überstellt werden wolle. "Wir arbeiten derzeit mit einigen Regierungen, darunter der ruandischen Regierung, um seine Bitte zu ermöglichen", sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Die ruandische Regierung lehnt allerdings die Verantwortung für Ntaganda ab. "Ruanda hat nichts damit zu tun, ob Bosco Ntaganda an den IStGH überstellt wird oder nicht", sagte die ruandische Außenministerin Mushikiwabo. "Er befindet sich auf US-Territorium, und das ist jetzt eine Sache zwischen den USA, dem Kongo und dem Strafgerichtshof."

Erst vor Kurzem waren etwa 600 Mitglieder der von Ntaganda gegründeten Rebellenorganisation M23 angesichts interner Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo ins benachbarte Ruanda geflohen. Unter den geflohenen Rebellen befinde sich auch der kürzlich entmachtete M23-Präsident Jean-Marie Runiga, sagte die ruandische Außenministerin.  

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, fz
    • Schlagworte Außenminister | IStGH | Kongo | Kriegsverbrechen | Ruanda | US-Außenministerium
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