Italiens Krise: Napolitano beauftragt "Weise" mit der Suche nach einem Ausweg
Italiens Staatspräsident hat Rücktrittsberichte dementiert. In seinem Auftrag sollen zwei Kommissionen ab Dienstag Vorschläge zur Lösung der Krise vorlegen.
©Max Rossi/Reuters

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano
Italiens Präsident Giorgio Napolitano will nicht vorzeitig zurücktreten. Das 87-jährige Staatsoberhaupt sagte, er werde seine Verantwortung bis zum Ende seines Mandats am 15. Mai wahrnehmen. Napolitano wies damit Spekulationen in italienischen Medien zurück, er könnte jetzt abtreten, um rasche Neuwahlen zu ermöglichen. Er sei überzeugt, bis zum letzten Tag seiner Amtszeit zu einer Lösung beitragen zu können, sagte Napolitano der Tageszeitung La Repubblica.
Nach dem abermaligen Scheitern der Regierungsbildung in Italien sollen nun "zwei begrenzte Gruppen von Persönlichkeiten" Vorschläge für einen Ausweg aus der Staats- und Regierungskrise vorlegen, sagte Napolitano. Die beiden Gruppen, die in den italienischen Medien "Weise" genannt werden, sollen sich am Dienstag konstituieren.
Die Nachrichtenagentur Ansa meldete, die eine Gruppe sei "politisch-institutionell", die andere "wirtschaftlich-sozial" ausgerichtet. Ihren Bericht sollen sie entweder Napolitano oder seinem Nachfolger übergeben. Napolitano erwartet nach eigenen Angaben "präzise Programmvorschläge", für die es eine Mehrheit der politischen Kräfte geben solle.
Italien treibe weder auf den Abgrund zu, noch sei es führungslos, erklärte Napolitano zu entsprechenden Befürchtungen im Ausland. Der derzeitige Regierungschef und ehemalige EU-Kommissar Mario Monti bleibe im Amt. An der Spitze seiner Regierung von Experten werde er in Abstimmung mit der Europäischen Union und unter Beteiligung des neuen Parlaments Notfallmaßnahmen für die italienische Wirtschaft in die Wege leiten. Freilich ist Mario Montis Position als Regierungschef nach der Wahl sehr schwach.
Rücktritt für Neuwahlen?
Die Spekulationen über Napolitanos Rücktritt waren nach den gescheiterten Bemühungen, eine neue Regierung zu bilden, aufgekommen. Sie sei eine von vielen Möglichkeiten, die ausgelotet würden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Mit einem Rücktritt könnte Napolitano die Vorgabe der Verfassung umgehen, nach der ihm die Auflösung des Parlamentes in den letzten Monaten seiner Amtszeit untersagt ist; dies könnte aber sein Nachfolger tun. Napolitano ist noch sechs Wochen im Amt und darf das Ende Februar gewählte Zwei-Kammer-Parlament bereits jetzt nicht mehr auflösen. Träte er zurück, müsste sein Nachfolger in einer gemeinsamen Sitzung des Parlaments und der Vertreter der Regionen gewählt werden. Bei einer Auflösung des Parlaments durch ein neues Staatsoberhaupt würden Neuwahlen 45 bis 70 Tage später abgehalten.
Berlusconi führt in Umfrage
Umfragen zufolge könnte Berlusconis Bündnis bei einer Neuwahl als Sieger hervorgehen. Nach einer Erhebung des Institutes SWG käme seine Mitte-Rechts-Allianz zusammen mit der Lega Nord auf 32,5 Prozent, das Mitte-Links-Bündnis von Pier Luigi Bersani auf 29,6 Prozent und die Protestbewegung Fünf Sterne von Beppe Grillo auf 24,8 Prozent.
Napolitano könnte als letzten Ausweg eine sogenannte Regierung des Präsidenten vorschlagen und eine überparteiliche Persönlichkeit von anerkanntem Format beauftragen, sich dem Vertrauensvotum des Parlaments zu stellen. Doch die beiden großen Blöcke, Bersanis Demokratische Partei und Berlusconis Allianz, lehnen die Unterstützung einer Expertenregierung wie der scheidenden unter Mario Monti ab.








die italiener und ihre 'haßliebe' zu silvio.
sie werden also wieder wählen - die wievielte eigentlich?! - und am ende wird's silvio dann wohl doch wieder machen.
ich habe noch ein interview im radio vor tagen im ohr, da sagte eine ältere italienische dame hinsichtl. des alters von berlusconi:
wer noch bunga bunga machen kann, der kann uns auch regieren.
wenn Sie gar nichts über Giorgio Napolitano wissen?
Mich ärgert die Ignoranz !
Napolitano gilt als Grandseigneur der italienischen Politik, bescheiden und stets Gewissenhaft...ein grossartiger Mann.
http://www.quirinale.it/q...
ihr seid doch selber schuld. Ab Sommer reitet euch der Silvio eh noch weiter in den Dreck, aber auch das habt ihr dann so gewollt.
Der kleine Italiener - Italien vor einer Finanzkrise??
Das ist wohl das eigentliche Problem des Ganzen, jahrelanges Desaster ala Berlusconi und nun müht sich ein redlicher Napolitano um eindlich eine Regierung auf die Beine zustellen, die Italiens Probleme, die immer offensichtlicher werden, noch im Griff zu haben und sie nicht als Spagetti Ilalia euro werden zu lassen, um dann Mammia mia zu sagen und zu wehlklagen.
Was sagt die Bevölkerung zu dem Ganzen auch die vielen fleissigen die bei uns viele Geschäfte haben ?? Wie kann man ein zyperisches Italien verhindern??
Auch die Jugendarbeitslosigkeit in italien ist ein großes Problem und andere Schwierigkeiten mit dem Export - Fiat, Vespa und co ist nicht alles ..
Espresso, Cappucino, Pizza, Pasta und Tourismus können nichtdarüber hinwegtäuschen das Italien wackelt und wankt im Euroraum....
und hat aber vorher auf Ihre Pizza gespuckt...Anscheinend tun die Balotelli Tore noch weh...doch es kann nur das sein..
und hat aber vorher auf Ihre Pizza gespuckt...Anscheinend tun die Balotelli Tore noch weh...doch es kann nur das sein..
und hat aber vorher auf Ihre Pizza gespuckt...Anscheinend tun die Balotelli Tore noch weh...doch es kann nur das sein..
Ich stimme "vroomfondel" zu, dass es die ganz persönliche Leistung eines Mannes in diesem hohen Alter ist, nicht den Bettel hinzuschmeißen. Italien darf stolz sein auf seinen Präsidenten. Aber das bringt die Kuh nicht vom Eis. Wie lange noch können wir in Europa uns noch diese Clowns leisten, den vorbestraften Grillo, den mehrfach angeklagten BungaBunga Berlusconi (wo er Recht hat, hat er Recht, der Steinbrück). Und wie lange noch glauben die Italiener, dass sie solche Figuren wählen dürfen?
Die Weisen ---- welche sind das ? Es klingt verdammt nach Ausheblung der Demokratie. Früher Militär, heute "Weise". Sie werden wohl den Turbokapitalismus ankurbeln, weil das in heutigem Maßstäben als Status Quo gilt. Oder was? Es würde mich überraschen, wenn was Gutes bei raus käme
schlägt der ältere Herr ziemliche Kreise.
Warum man sich wohl über solches freuen soll?
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