MilitärmanöverNordkorea droht mit atomarem Erstschlag

Das Regime in Pjöngjang reagiert auf angekündigte UN-Sanktionen: Nordkorea will sein "Recht auf einen Präventivschlag" nutzen und startet ein Militärmanöver.

Kurz vor der Entscheidung über neue UN-Sanktionen droht Nordkorea mit einem atomaren Erstschlag. "Da die USA im Begriff stehen, einen Atomkrieg anzufangen, werden wir das uns zustehende Recht eines Präventivschlags gegen die Kommandozentralen der Aggressoren üben, um unsere höchsten Interessen zu schützen", teilte das Außenministerium in Pjöngjang mit. Ein konkretes Ziel nannte es nicht.

Nordkorea wirft den USA und Südkorea vor, gemeinsame Manöver zu nutzen, um einen Angriff auf den kommunistischen Staat vorzubereiten. Nordkorea hat seinerseits ebenfalls Manöver in einem ungewöhnlich großem Umfang gestartet.

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Südkorea setzte seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft. Das Militär sei vollständig auf mögliche Provokationen vorbereitet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Nordkorea hatte am Dienstag bereits mit der Beendigung des seit 60 Jahren bestehenden Waffenstillstands auf der geteilten Halbinsel gedroht.

 Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen steht die Abstimmung über weitere Sanktionen gegen Nordkorea an. Die Staatengemeinschaft will damit auf den Test einer Langstreckenrakete Nordkoreas im Dezember und den unterirdischen Atombombentest im Februar reagieren.

Die USA hatten sich mit China – einem der letzten Verbündeten des isolierten Landes – auf den Resolutionsentwurf geeinigt. Im Fokus stehen dabei Beschränkungen von Finanztransaktionen.

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Leserkommentare
  1. Atomarer Erstschlag. . .es ist bedenklich , das die Politik zwischen den USA und anderen und Nordkorea wohl so harsch und unnachgiebig ist, das solche Propaganda notwendig ist.

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    Nordkorea erzählt jede Woche was und widerspricht sich da auch gern selbst.
    Da sich jetzt China und die USA einig sind, dass es dieser menschenverachtende Diktator zu bunt treibt ist er vermutlich ein Diktator auf Abruf. Vermutlich müssen sich China und die USA nur darauf verständigen, wie der "Puffer" zwischen China und Südkorea aufrecht erhalten werden kann.

    • deDude
    • 07. März 2013 11:50 Uhr

    ... müssten die Herren in Pjöngjang wohl eher Angst davor haben das ihnen ihre eigene Bombe um die Ohren fliegt.

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  2. Ein kleiner Diktatorsohn, der Mickey-Mäuse tanzen lässt, sich wie ein 5-Jähriger an Karussels in Freizeitparks erfreut und den USA mit Atomschlägen droht. Was für ein Wirrkopf, der Herr Führer.

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  3. 4. [...]

    Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihren Ton. Danke, die Redaktion/sam

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  4. Ja, klar. Nordkorea greift die USA und Südkorea an. Etwa mit diesen Raketen hier? http://www.youtube.com/wa...

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    • 可为
    • 07. März 2013 12:36 Uhr

    dass NK ein Technologieabkommen diesbezüglich mit dem Iran hat?

    Bezüglich der Bewertung kann ich #6 nur beipflichten, wir machen uns nur dann Sorgen um die Welt, wenn die Bedrohung nicht von uns ausgeht - und der kleine Un versucht eben deutlich zu machen, dass er sich jetzt auch als einer der grossen sieht...

  5. Frankreich, das Atombomben auf "Schurkenstaaten" werfen wollte, um die strategische Versorgung des Westens zu erhalten.
    Oder von Israel, welches Atomraketen in den Iran schicken wollte.

    Insofern befindet sich Kim Jong Un in guter Gesellschaft. [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/sam

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    Israel droht Iran mit Atomschlägen?? Bitte wo haben sie das denn her? Aus Ihrer rechtsextremen Stammtischrunde, oder wie? Wenn überhaupt, dann war immer nur die Rede von einem konventionellen Angriff zur Ausschaltung der Atomanlagen der Iraner.

    • cm30
    • 07. März 2013 16:05 Uhr

    Offene Drohungen sind besser als Geheimoperationen zu Hiroshima und Nagasaki. Wir sollten ungesühnte Kriegsverbrechen aus vergangenen Tagen nicht vergessen.

  6. Ich dachte fast, wir hätten diesen Teil der "Diplomatie" längst hinter uns gelassen. Natürlich ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit nur Säbelrasseln, denn wie heißt es so schön: Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter. Das es aber dennoch vorkommt ... nervt!

    Eine Leserempfehlung
    • 可为
    • 07. März 2013 12:36 Uhr

    dass NK ein Technologieabkommen diesbezüglich mit dem Iran hat?

    Bezüglich der Bewertung kann ich #6 nur beipflichten, wir machen uns nur dann Sorgen um die Welt, wenn die Bedrohung nicht von uns ausgeht - und der kleine Un versucht eben deutlich zu machen, dass er sich jetzt auch als einer der grossen sieht...

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    Antwort auf "Mit welchen Raketen?"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, AFP, zz
  • Schlagworte Militär | Nordkorea | Recht | Atomkrieg | Sanktion | Streitkräfte
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