KriegswarnungenNordkorea erhöht Schlagzahl der Drohungen

Das Regime in Pjöngjang unterstellt dem Süden und den USA fast täglich, Kriegshetze zu betreiben und droht aggressiv. Die Regierung in Washington reagiert entspannt.

Nordkorea hat bekräftigt, sich nicht mehr an den 60 Jahre alten Waffenstillstandsvertrag für die koreanische Halbinsel halten zu wollen. Den USA und Südkorea unterstellte das Ministerium für Streitkräfte in Pjöngjang erneut, einen Krieg anzetteln zu wollen. Die "Kriegshetzer" sollten sich daran erinnern, dass das Waffenstillstandsabkommen nicht mehr gültig sei, zitierten Staatsmedien das Ministerium. Auch fühle sich Nordkorea nicht mehr an den Nichtangriffspakt mit Südkorea gebunden.

Die US-Geheimdienste schätzen die Gefahr aus Nordkorea als gering ein. Das nordkoreanische Atomwaffenarsenal diene "der Abschreckung, dem internationalen Prestige und als diplomatisches Druckmittel", sagte der Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, in einem Bericht an den Kongress.

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Die nordkoreanische Führung würde die Atomwaffen nur dann gegen US-Truppen und Verbündete einsetzen, wenn sie sich in ihrem Überleben bedroht sähe, sagte er. Es gibt jedoch eine Unsicherheit: Die nordkoreanischen Machthaber seien nur schwer einzuschätzen. "Wir wissen nicht, wann aus Sicht des Nordens diese Schwelle überschritten sein würde", hieß es in dem Bericht.

Nordkorea droht seit Tagen mit Krieg und einem atomaren Erstschlag. Am Dienstag hatten Staatsmedien Machthaber Kim Jong Un mit den Worten zitiert, dass die nordkoreanische Armee eine südkoreanische Insel nahe der Seegrenze beider Staaten in ein "Meer von Flammen" verwandeln werde. Zuletzt warnte das Ministerium, das Militär und die Bevölkerung der Volksrepublik warteten nur noch darauf, eine "Aktion der Gerechtigkeit und erbarmungslosen Vergeltung" zu starten.

Zudem hatte Nordkorea angekündigt, sein Atomwaffenprogramm ausbauen zu wollen, den Waffenstillstand von 1953 und sämtliche Entspannungsabkommen mit Südkorea nicht mehr anzuerkennen. Nordkorea reagierte damit auf die Ausweitung von UN-Sanktionen und auf die jährlichen südkoreanisch-amerikanischen Militärübungen. Die UN hatten die Sanktionen wegen des nordkoreanischen Atomtests vom 12. Februar verhängt.

 
Leser-Kommentare
  1. ... das Regime zu stützen. Wenn Klein-Kim nicht vom Westen ernstgenommen und als Vorzeigediktaktor gehandhabt wird, würde die innenpolitische Unterstützung am Bröckeln sein. Das Regime in Nordkorea kann sich nicht durch Wirtschaft und nicht durch das soziale Wesen halten, sondern durch Anti-westliche Propaganda im Land selbst, welches Gefahrenszenarion den Bewohnern aufzeigt und die harte Hand des Regimes dadurch legitimiert - schließlich ist man in schwierigen Zeiten. Dabei muss das Amt für Propagada gar nicht einmal so viel machen: das westliche Selbstverständnis erlaubt schließlich die Androhung von militärischen Manövern unter der Begründung internationaler, ungerecht verteilter Verträge -- beispielsweise dem internationalen Atomwaffensperrvertrag (den übrigens viele Staaten ganz selbstverständlich verweigert haben - bspw. die USA).

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    Die Siegermächte haben den Sperrvertrag initiiert und 'beugen' sich ihm daher. Da sie ohnehin ausgesorgt haben. Bitte meine letzten Satz daher ignorieren; ich habe schlichtweg etwas verwechselt.

    Die Siegermächte haben den Sperrvertrag initiiert und 'beugen' sich ihm daher. Da sie ohnehin ausgesorgt haben. Bitte meine letzten Satz daher ignorieren; ich habe schlichtweg etwas verwechselt.

  2. Da können die USA können Nordorea-Invasionen simulieren wie sie wollen, Gift und Galle spucken. Selbst ein unterentwickeltes Atomprogramm scheint tatsächlich die beste Landesverteidigung gegen den US-Imperialismus zu sein.
    Die USA sollten die Drohungen lassen und die Sanktionen lockern, damit die Menschen dort etwas ruhiger leben können. Die menschenverachtende Sanktionspolitik der USA ist unerträglich geworden. Auch China spricht sich dagegen aus, was ich für eine wesentlich gemäßigtere Politik halte. Deutschland sollte sich langsam von den USA distanzieren und sich an der chinesichen Politik orientieren. Den Anspruch auf ein rationale unabhängige Außenpolitik Deutschland, stelle ich ja schon gar nicht mehr. Dann aber bitte den richtigen hinterherlaufen und nicht in die US-Sackgasse.

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    Klar man sollte sich aussenpolitisch an der Politik Chinas orientieren, auch mal einfach Anspruch auf die gesamte Ostsee anmelden, denn China macht das ja mit dem suedchinesischem Meer. Die Polen, Russen usw. werden sich freuen. Aber bzgl, des Koreakonflikts sind Sie leider nicht auf der Hoehe, China hat den Sanktionen gegen NK im UN Sicherheitsrat zugestimmt. Und das Menschen in NK verhungern muessen haben nicht die USA veranlasst sondern die grosse Kaspertruppe Namens Kim, denn in den letzten Jahren haetten die Kims durchaus Lebensmittel in China erwerben koennen, aber es ging nicht, da man aufgrund der voellig verbloedeten Juche Ideologie die Wirtschaft vollstaendig ruiniert hat. Die benutzen tatsaechlich noch Dampflokomotiven von 1910 und betreiben die mit Altreifen. Von den ganzen Konzentrationslagern, in denen nett die Sippenhaft betrieben wird, will ich gar nicht sprechen.
    Kein normaler Mensch in Suedkorea hat Interesse an einem Krieg und die Mehrheit der unter 40jaehrigen will auch keine Wiedervereinigung, denn wer will schon 22 Millionen Hungerleider durchfuettern. Ich bin wahrlich kein USA Fan, aber nicht jeder der gegen die USA ist, ist deshalb gut. Das ist mir zu duemmlich.

    aber wer will echte Chinalöhne ? Die Chinesen Europas zu sein reicht doch wohl !

    Die USA gibt sich entspannt und ist letztenendes nur präsent, falls dem Kim die Sicherung durchbrennt, was aber selbst die USA eher nicht sieht.
    Auch hat die USA keine Interessen in Nordkorea, genauso wenig wie Südkorea keine Interessen an Nordkorea zeigt - beide Staaten werden sich das Geld sparen wollen. Ein Krieg gegen Nordkorea ist ein Phyrussieg, eine Vereinigung beider koreanischen Staaten würde Südkorea finanziell aufrauchen.

    Die Sanktionen die zuletzt ausgerufen wurden treffen tatsächlich nur die militärische Elite, den dem Durchschnittsbürger in Korea ist es so ziemlich egal, dass sein Konto eingefroren ist (weil er keins hat), noch ob er ausreisen darf (darf er ohnehin nicht), oder sich keine Jachten kaufen kann (weil er nicht mal essen hat).

    Klar man sollte sich aussenpolitisch an der Politik Chinas orientieren, auch mal einfach Anspruch auf die gesamte Ostsee anmelden, denn China macht das ja mit dem suedchinesischem Meer. Die Polen, Russen usw. werden sich freuen. Aber bzgl, des Koreakonflikts sind Sie leider nicht auf der Hoehe, China hat den Sanktionen gegen NK im UN Sicherheitsrat zugestimmt. Und das Menschen in NK verhungern muessen haben nicht die USA veranlasst sondern die grosse Kaspertruppe Namens Kim, denn in den letzten Jahren haetten die Kims durchaus Lebensmittel in China erwerben koennen, aber es ging nicht, da man aufgrund der voellig verbloedeten Juche Ideologie die Wirtschaft vollstaendig ruiniert hat. Die benutzen tatsaechlich noch Dampflokomotiven von 1910 und betreiben die mit Altreifen. Von den ganzen Konzentrationslagern, in denen nett die Sippenhaft betrieben wird, will ich gar nicht sprechen.
    Kein normaler Mensch in Suedkorea hat Interesse an einem Krieg und die Mehrheit der unter 40jaehrigen will auch keine Wiedervereinigung, denn wer will schon 22 Millionen Hungerleider durchfuettern. Ich bin wahrlich kein USA Fan, aber nicht jeder der gegen die USA ist, ist deshalb gut. Das ist mir zu duemmlich.

    aber wer will echte Chinalöhne ? Die Chinesen Europas zu sein reicht doch wohl !

    Die USA gibt sich entspannt und ist letztenendes nur präsent, falls dem Kim die Sicherung durchbrennt, was aber selbst die USA eher nicht sieht.
    Auch hat die USA keine Interessen in Nordkorea, genauso wenig wie Südkorea keine Interessen an Nordkorea zeigt - beide Staaten werden sich das Geld sparen wollen. Ein Krieg gegen Nordkorea ist ein Phyrussieg, eine Vereinigung beider koreanischen Staaten würde Südkorea finanziell aufrauchen.

    Die Sanktionen die zuletzt ausgerufen wurden treffen tatsächlich nur die militärische Elite, den dem Durchschnittsbürger in Korea ist es so ziemlich egal, dass sein Konto eingefroren ist (weil er keins hat), noch ob er ausreisen darf (darf er ohnehin nicht), oder sich keine Jachten kaufen kann (weil er nicht mal essen hat).

  3. Die Siegermächte haben den Sperrvertrag initiiert und 'beugen' sich ihm daher. Da sie ohnehin ausgesorgt haben. Bitte meine letzten Satz daher ignorieren; ich habe schlichtweg etwas verwechselt.

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    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/ls

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  4. ... verhält sich immer mehr wie ein kleines Kind. Und so sollte man es auch behandeln.

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    wobei dort hingegen wirtschaftliche und geostrategische Interessen liegen.

    Glauben Sie im ernst, dass eine rel. feindliche Nation Truppenübungen (Schiffsmaneuver, etc.) an der eigenen Grenze (und auch mal drüber) so einfach, ohne jegliche Reaktion, hinnehmen würde?

    Natürlich wird da mit dem Sebel gerasselt. Und natürlich weiß man die Folgen solcher Übungen nahe der Grenze. Eigentlich sollte solch ein Verhalten keinen überraschen.

    wobei dort hingegen wirtschaftliche und geostrategische Interessen liegen.

    Glauben Sie im ernst, dass eine rel. feindliche Nation Truppenübungen (Schiffsmaneuver, etc.) an der eigenen Grenze (und auch mal drüber) so einfach, ohne jegliche Reaktion, hinnehmen würde?

    Natürlich wird da mit dem Sebel gerasselt. Und natürlich weiß man die Folgen solcher Übungen nahe der Grenze. Eigentlich sollte solch ein Verhalten keinen überraschen.

  5. 5. [...]

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke, die Redaktion/se

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    Entfernt. Kritik an der Moderation richten Sie bitte an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/sam

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  6. Das Urteil der Experten, es läge keine Erhöhung des Gefahrenpotentials vor, ist im Grunde so nicht prüfbar. Nordkoreas Drohungen sind schwer zu bewerten, wenn man nicht abschätzen kann, was sie innenpolitisch bedeuten. Die Führung scheint das eigene Volk auf eine kriegerische Auseinandersetzung einzuschwören; aus unserer Sicht wäre es mehr als schwer, davon ohne Gesichts- und Autoritätsverlust vor der eigenen Bevölkerung wieder abzurücken. Aber gelten unsere Maßstäbe dort auch? Ist es der eigenen Bevölkerung egal, was die Führung sagt, oder ist sie es gar gewohnt, dass solche oder ähnliche Verbalattacken immer folgenlos bleiben und regelmäßig nichts bedeuten? Nur wenn man das bestätigen kann, wäre der Schluss, dass nur leere Drohungen vorliegen, gerechtfertigt. Andernfalls müsste man damit rechnen, dass die nordkoreanische Führung wirklich eine militärische Aktion plant.

  7. ein weitergehendes Säbelgerassel Kim Jong Uns wird durch ein Machtwort Chinas beendet.

    Atomwaffen kommen keine zum Einsatz.

    Das weltweite Spiel mit der "Angst" ist seit dem Erwachen unseres höheren Bewusstseins vollkommen OUT. Hat man das in Nordkorea noch nicht vernommen?

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    "seit dem Erwachen unseres höheren Bewusstseins "
    hätten Sie da bitte mal eine nachvollziehbare Quelle??

    Der Konfliktkomplex in und mit NK zeugt wohl eher vom Gegenteil.

    Mit dem 'höheren Bewusstsein' meinen Sie wohl sowas wie Fernwahrnehmung. Kann mir vorstellen dass die Nordkoreaner relativ viele Leute mit solchen Fähigkeiten haben, mangels Negativselektion:
    "Only cultures which have not persecuted paranormal ability would have kept a high level of Psi genes. The North American Indians venerated paranormal abilities, so they would have been a repository of these genes, had not Europeans slaughtered them. The former Soviet Union has been researching Psi genes for decades. KGB operatives were told to pick up people displaying paranormal abilities for use in their vast parapsychological research projects"
    http://www.bibliotecapley...
    Wahrscheinlich ist das nordkoreanische Mobilfunknetz sogar psy-freundlich.

    "seit dem Erwachen unseres höheren Bewusstseins "
    hätten Sie da bitte mal eine nachvollziehbare Quelle??

    Der Konfliktkomplex in und mit NK zeugt wohl eher vom Gegenteil.

    Mit dem 'höheren Bewusstsein' meinen Sie wohl sowas wie Fernwahrnehmung. Kann mir vorstellen dass die Nordkoreaner relativ viele Leute mit solchen Fähigkeiten haben, mangels Negativselektion:
    "Only cultures which have not persecuted paranormal ability would have kept a high level of Psi genes. The North American Indians venerated paranormal abilities, so they would have been a repository of these genes, had not Europeans slaughtered them. The former Soviet Union has been researching Psi genes for decades. KGB operatives were told to pick up people displaying paranormal abilities for use in their vast parapsychological research projects"
    http://www.bibliotecapley...
    Wahrscheinlich ist das nordkoreanische Mobilfunknetz sogar psy-freundlich.

  8. Klar man sollte sich aussenpolitisch an der Politik Chinas orientieren, auch mal einfach Anspruch auf die gesamte Ostsee anmelden, denn China macht das ja mit dem suedchinesischem Meer. Die Polen, Russen usw. werden sich freuen. Aber bzgl, des Koreakonflikts sind Sie leider nicht auf der Hoehe, China hat den Sanktionen gegen NK im UN Sicherheitsrat zugestimmt. Und das Menschen in NK verhungern muessen haben nicht die USA veranlasst sondern die grosse Kaspertruppe Namens Kim, denn in den letzten Jahren haetten die Kims durchaus Lebensmittel in China erwerben koennen, aber es ging nicht, da man aufgrund der voellig verbloedeten Juche Ideologie die Wirtschaft vollstaendig ruiniert hat. Die benutzen tatsaechlich noch Dampflokomotiven von 1910 und betreiben die mit Altreifen. Von den ganzen Konzentrationslagern, in denen nett die Sippenhaft betrieben wird, will ich gar nicht sprechen.
    Kein normaler Mensch in Suedkorea hat Interesse an einem Krieg und die Mehrheit der unter 40jaehrigen will auch keine Wiedervereinigung, denn wer will schon 22 Millionen Hungerleider durchfuettern. Ich bin wahrlich kein USA Fan, aber nicht jeder der gegen die USA ist, ist deshalb gut. Das ist mir zu duemmlich.

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