Drei Wochen nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas haben die Vereinten Nationen scharfe Sanktionen gegen das kommunistische Regime verhängt. Der Sicherheitsrat beschloss, die bisherigen Strafmaßnahmen durch Reiseverbote und Kontensperrungen zu verstärken. Die Verabschiedung erging einstimmig, weil selbst China als Nordkoreas engster Verbündeter etwas von seinem Partner abrückte und sich nicht enthielt, wie in früheren Abstimmungen.

Der Rat nannte zudem Güter, deren Einfuhr nun verboten ist, unter anderem Jachten, Rennwagen, Luxusautos und bestimmte Edelsteine.

Zudem richtet sich die Resolution gezielt gegen Diplomaten des Regimes. Außerdem werden mutmaßliche Waffenhändler Nordkoreas  auf eine Schwarze Liste gesetzt.

Das Gremium ließ sich bei seinem Beschluss nicht davon beeindrucken, dass Nordkorea mit einem Atomschlag gedroht hatte. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Sanktionen seien eine klare Botschaft der Staatengemeinschaft, das Streben Nordkoreas nach Atomwaffen nicht hinzunehmen.

An dem Papier haben vor allem die Vertreter der USA, aber auch Chinas mitgeschrieben. Die Regierung in Peking gilt als engster Verbündeter Pjöngjangs, war aber nach dem Atomtest vom 12. Februar etwas von seinem Partner abgerückt. Nordkorea hatte den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht.