HilfsgelderUSA geben 500 Millionen Dollar für Palästinenser frei

Der US-Kongress hebt seine Blockade für Hilfsgelder für die Palästinensische Autonomiebehörde auf. Ein großer Teil ist für humanitäre Hilfen und Entwicklung vorgesehen.

Die USA haben Hilfen in Höhe von knapp 500 Millionen Dollar (385 Millionen Euro) für die Palästinensische Autonomiebehörde freigegeben. Insgesamt 295,7 Millionen Dollar stammten aus dem Budget für 2012, und 200 Millionen Dollar seien im Budget für das laufende Haushaltsjahr eingeplant, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland.

Knapp 195,7 Millionen Dollar seien für Wirtschaftshilfe sowie humanitäre Hilfe und Entwicklung vorgesehen, 100 Millionen Dollar sollten im Kampf gegen Drogen eingesetzt werden, führte Nuland aus. Die restlichen 200 Dollar, die im Haushaltsjahr 2013 eingeplant sind, sollen der Autonomiebehörde als Direkthilfe zur Verfügung gestellt werden.

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Das Geld war monatelang vom US-Kongress blockiert worden. Es wurde freigegeben, als sich US-Präsident Barack Obama im Rahmen seiner Nahostreise im Westjordanland aufhielt. Er war in Ramallah und Bethlehem von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas empfangen worden.

Hilfe für Jordanien

Auch der jordanischen Regierung sagte Obama bei einem Besuch in Amman zusätzliche Unterstützung für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge zu. Er werde den US-Kongress bitten, 200 Millionen Dollar (154 Millionen Euro) zur Verfügung zu stellen, sagte er. Damit solle humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge organisiert werden.

Der jordanische König Abdullah II. sagte, sein Land habe bereits 460.000 Syrer aufgenommen. Allein im Lager Saatari in der Nähe der Grenze der beiden Staaten leben mindestens 120.000 Syrer. Jordanien habe mehrfach erklärt, dass die große Zahl der Flüchtlinge die ohnehin begrenzten Mittel des Landes aufzehre. Es wird erwartet, dass die Zahl der nach Jordanien geflüchteten Syrer innerhalb dieses Jahres 700.000 erreicht.

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Leserkommentare
  1. allerdings wage ich leicht zu bezweifeln, dass das Geld in voller Höhe da ankommt, wo es am dringendsten benötigt wird (wié immer).

    Eine frevelhafte Frage: Die benötigen 100 Mio. für den Kampf gegen Drogen ???

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    Mir auch äußerst fragwürdig mal eben 100 Mio. in einer antidrogen Kampagne zu stecken.
    Ratsamer wär wohl den Ursprung der Drogen die in Afghanistan angebaut werden zu ersticken. Aber wie ist das wir haben Osama also packen wir unsere sieben sachen und schleunigst weg.
    Zum Thema sei gesagt wieso wird da keine Blauhelm Mission gestartet.

    wenn Abbas die jungs am steine schmeißen hindern soll, dann wird er schon ein bißchen geld für die polizei in die hand nehmen müssen.

    und anti-drogen? also, ich möchte nicht wissen, wieviel von dem zeugs von Israel aus eingeschleppt wird.

  2. Mir auch äußerst fragwürdig mal eben 100 Mio. in einer antidrogen Kampagne zu stecken.
    Ratsamer wär wohl den Ursprung der Drogen die in Afghanistan angebaut werden zu ersticken. Aber wie ist das wir haben Osama also packen wir unsere sieben sachen und schleunigst weg.
    Zum Thema sei gesagt wieso wird da keine Blauhelm Mission gestartet.

    Antwort auf "Im Prinzip o.k., "
  3. ...,dass die konflikte im amerikanischen kongress die notwendige handlungsfähigkeit in der amerikanischen aussenpolitik noch nicht völlig blockiert haben.ein starkes signal für die fast schon totgesagte zweistaaten lösung.

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  4. Schon Arafat war der grösste Drogen und Waffenhändler im Nahen Osten.
    Die CIA ist der zuverlässigste Drogen Paketdienst aus Afghanistan in alle Welt.
    Das belegen abgestürzte CIA Maschinen, die bis oben hin voll mit Drogen bepackt waren.

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    bzw.auch nur schon im Westen ,die Aktivitäten der CIA stark einschränken wegen versiegener Geldflüsse? Eine intressante These ,warum hören wir eigentlich so wenig darüber ,ich meine ,daß ein Geheimdienst der übrigens auch schon während des Vietnamkriegs mit Drogen Geschäfte machte, während dieses im -Mutterland der Demokratie- offiziell bekämpft und hart bestraft wird ?

  5. wenn Abbas die jungs am steine schmeißen hindern soll, dann wird er schon ein bißchen geld für die polizei in die hand nehmen müssen.

    und anti-drogen? also, ich möchte nicht wissen, wieviel von dem zeugs von Israel aus eingeschleppt wird.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Im Prinzip o.k., "
    • Ulf67
    • 23. März 2013 12:07 Uhr

    "Die restlichen 200 Dollar, die im Haushaltsjahr 2013 eingeplant sind, sollen der Autonomiebehörde als Direkthilfe zur Verfügung gestellt werden."

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    200 Dollar für ein ganzes Haushaltsjahr :-) Nun ja.
    Meine Meinung zu der Entscheidung des US-Kongress: besser 500 Mio. Dollar für humanitäre Hilfe, als für militärische Zwecke locker zu machen.

  6. 2 Anmerkungen:

    1. Wo nimmt die bankrotte USA das Geld dafür eigentlich her? Achja, von den amerikanischen Steuerzahlern.. Diese zahlen für die absurden Machtspiele der Regierung..

    2. Statt insgesamt 3,5 Milliarden auszugeben, würde es genügen, Gelder an Israel an bestimmte Vorgaben zu knüpfen, wie eine Verbesserung der Lage des Westjordanlandes. Das wäre die beste Wirtschaftshilfe für die Palästinenser und die USA hätten sogar noch Geld gespart. Win-Win ? Scheinbar nicht.. Lieber den Konflikt schön am Kochen halten..

    3 Leserempfehlungen
  7. 200 Dollar für ein ganzes Haushaltsjahr :-) Nun ja.
    Meine Meinung zu der Entscheidung des US-Kongress: besser 500 Mio. Dollar für humanitäre Hilfe, als für militärische Zwecke locker zu machen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, nf
  • Schlagworte Barack Obama | Mahmud Abbas | Dollar | Droge | Euro | Flüchtling
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