Bürgerkrieg : Syrische Luftwaffe beschießt Grenze zum Libanon

Erstmals seit Ausbruch des Bürgerkriegs hat es Luftangriffe an der Grenze zum Libanon gegeben. Syrien wirft dem Nachbarn vor, Rebellen Zuflucht zu gewähren.

Syrische Kampfflugzeuge haben erstmals das Grenzgebiet zum Libanon beschossen. Flugzeuge der syrischen Armee hätten ein nicht bewohntes Gebiet an der Grenze zum Libanon angegriffen, hieß es aus der libanesischen Armee. Hinweise auf Opfer gibt es bislang nicht.

Die Flugzeuge sollen in der Nähe der Stadt Arsal im Bekaa-Tal vier Raketen abgefeuert haben. Die Bewohner der Stadt unterstützen in ihrer Mehrheit die seit zwei Jahren gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpfenden Rebellen.

Der seit zwei Jahren währende Bürgerkrieg in Syrien war zuletzt immer wieder über die Grenzen des Landes getragen worden. So wurden in den vergangenen Monaten mehrfach die von Israel besetzten Golanhöhen beschossen, auch im Grenzgebiet zum Irak und zur Türkei gab es Zwischenfälle. Syrien hatte vor vier Tagen zudem mit Angriffen auf Rebellen gedroht, die im Libanon Zuflucht suchen.

Verlagsangebot

Die Macht der Vorurteile

Vorurteile prägen unseren Alltag. Woher sie kommen. Wem sie nützen. Und warum man sie so schwer loswird. Jetzt in der neuen ZEIT.

Hier lesen

Kommentare

67 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

"Die Christen sollen nach Beirut, und die Alawiten ins Grab"

Also dass es sich bei den Rebellen nicht nur um blosse "Freiheitskämpfer" und um "ganz normale Bürger und auch Studenten" handelt, weiss man durch Augenzeugen-Berichte, hier ist eines davon, erschienen in der kanadischen Globe and Mail:

http://www.theglobeandmai...

Ist natuerlich auch falsch zu behaupten, dass es sich nur um Salafisten handelt, sind auch ganz gewoehnliche Diebe mit dabei, vor allem jedoch um rekurtierte Jugenliche aus den laendlichen Regionen, welche oft weder schreiben noch lesen koennen, und dort in den Vorstaedten kaempfen und von den Stadtmenschen nicht viel halten (beruht wohl auf Gegenseitigkeit).

Der in dem Artikel interwievte Aktivist hatte erst am 12. Maerz diesen Jahres getwittert, dass ein Rebel gesagt haben soll, dass sie die "Aleppoiener noch dazu bringen werden, ihre eigene Pisse zu trinken und ihre eigene Scheisse zu fressen."

Da klaffen nicht nur sektiererische Abgruende, sondern auch zwischen Stadt und Land.