Bürgerkrieg CIA unterstützt offenbar Waffenlieferungen an syrische Rebellen

Die USA sind laut US-Medien stärker als bekannt in den syrischen Bürgerkrieg involviert. Mithilfe der CIA seien die Waffenlieferungen an die Rebellen deutlich gestiegen.

Kämpfer der Freien Syrischen Armee sitzen mit ihren Waffen in der Provinz Idlib in Syrien.

Kämpfer der Freien Syrischen Armee sitzen mit ihren Waffen in der Provinz Idlib in Syrien.

Der US-Geheimdienst CIA unterstützt nach Recherchen der New York Times die Waffenlieferungen für die syrischen Rebellen. Dem Bericht zufolge ist in den vergangenen Monaten die Zahl der geheimen Lufttransporte mit Ausrüstung und Waffen von arabischen Staaten und der Türkei für die Aufständischen deutlich angestiegen – unter tatkräftiger Hilfe der CIA.

Die Zeitung stützt ihre Informationen auf Luftverkehrsdaten, Gespräche mit Regierungsvertretern der betroffenen Länder sowie Konten von Rebellenführern. Demnach soll die Zahl der Waffenlieferungen seit Herbst vergangenen Jahres rapide angestiegen sein. Mehr als 160 Frachtflüge mit militärischen Gütern aus Jordanien, Saudi-Arabien und Katar zum türkischen Flughafen Esenboga habe es gegeben, die in einer Grafik der Zeitung illustriert sind. Von dort würden die Lieferungen über den Landweg nach Syrien gebracht.

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Die CIA gebe vor allem beratende Unterstützung, heißt es in dem Bericht. Der US-Geheimdienst helfe bei der Beschaffung der Waffen und gebe Ratschläge, an welche Rebellengruppen sie geliefert werden könnten. Der New York Times zufolge stammt ein großer Teil der Waffen aus dem ehemaligen Jugoslawien und werde über Kroatien nach Jordanien und dann in die Türkei transportiert.

Waffenhilfe umstritten

Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen sind umstritten, weil die Aufrüstung der Aufständischen den Bürgerkrieg weiter anheizen würde. Zudem gibt es die Befürchtung, radikal-islamistische Gruppen innerhalb der Aufständischen aufzurüsten. Europäische Länder wie Frankreich und Großbritannien plädieren für Waffenlieferungen, die Bundesregierung ist deutlich skeptischer. Offiziell gilt noch ein Waffenembargo gegen Syrien.

Die US-Regierung hatte den Rebellen bislang ausdrücklich nur nicht-tödliche Hilfe in Aussicht gestellt. Von daher würde eine indirekte Beteiligung der CIA an Waffenlieferungen eine politische Kursänderung belegen. Dem Bericht nach könnte die Unterstützung des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad durch Russland und den Iran ein Grund für diese Änderung sein.

Assad-Regime wird auch aufgerüstet

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri schätzt den Umfang der gelieferten Militärgüter durch die Lufttransporte auf mindestens 3.500 Tonnen. Die Frequenz und Abwicklung der Flüge in die Türkei sprechen den Experten zufolge für eine durchdachte militärische Operation der geheimen Lieferungen.

Doch nicht nur die Rebellen in Syrien erhalten militärische Unterstützung, auch das Assad-Regime wird weiter aufgerüstet. So kündigte die Regierung in Damaskus den Kauf von zehn Flugzeugen aus der Ukraine im Wert von 370 Millionen US-Dollar an. Als wichtigste Waffenlieferanten Syriens gelten die Assad-Verbündeten Russland und Iran.
 

 
Leser-Kommentare
  1. sie schreiben nur noch von Krieg u.s.w. !

    schreiben sie auch mal über frieden !
    ansonsten lassen sie es ...

    14 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Lieber Mitforist..."
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    Ihren Nickname an und den des Foristen, mit dem Sie schreiben.
    Ihrer verweist auf die Friedliche Revolution und einen Weg, wie man mit friedlichen Mitteln ein Regime stürzen kann. Er dagegen benennt sich nach dem makedonischen Feldherren und das wirklich witzige ist, dass er mit diesem Nickname vom "Gewaltherrscher Assad" schreibt, sich scheinbar nicht bewußt, dass Demetrios der Inbegriff genau dessen war.

    Ihren Nickname an und den des Foristen, mit dem Sie schreiben.
    Ihrer verweist auf die Friedliche Revolution und einen Weg, wie man mit friedlichen Mitteln ein Regime stürzen kann. Er dagegen benennt sich nach dem makedonischen Feldherren und das wirklich witzige ist, dass er mit diesem Nickname vom "Gewaltherrscher Assad" schreibt, sich scheinbar nicht bewußt, dass Demetrios der Inbegriff genau dessen war.

  2. ...da sind Sie aber reichlich naiv, wenn ich das mit Verlaub sagen darf.

    Wenn die Ukraine nicht liefert, liefert doch Russland, wenn Russland nicht liefert, liefert der Iran, Flugzeuge, oder Flugzeuge voller Waffen, nahzu jeden Tag, den der Herr werdern lässt, es klingt drastisch, war aber gestern hier nachzulesen:

    http://www.zeit.de/politi...

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    Die USA, die jetzt nachweislich Waffnlieferungen im großen Stil unterstützen, werfen dem Iran das also vor. Gibt es dazu irgentwelche greifbaren Beweise? Wie kommen Sie auf "Flugzeuge voller Waffen, nahzu jeden Tag"?

    Die USA, die jetzt nachweislich Waffnlieferungen im großen Stil unterstützen, werfen dem Iran das also vor. Gibt es dazu irgentwelche greifbaren Beweise? Wie kommen Sie auf "Flugzeuge voller Waffen, nahzu jeden Tag"?

  3. ....tintenklecksenden Säkulum.

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  4. ...trau schau wem, und Waffenlieferungen als Möglichkeit ultima ratio, sind übrigens offizielle Ansicht unserer Regierung, und für mutige Worte gebührt ihr Zustimmung, und für mutige Taten, wenn notwendig, auch Unterstützung:

    "Zu der von Frankreich und Großbritannien aufgeworfenen Frage, ob das Waffenembargo für die syrische Opposition aufgehoben werden solle, erklärte Westerwelle am 14. März:
    Wir haben vor zwei Wochen die europäischen Sanktionen gegenüber Syrien verändert und der Lage angepasst. Wenn wichtige Partner in der Europäischen Union jetzt eine andere Lage sehen, die aus ihrer Sicht abermals eine Veränderung der Sanktionsbeschlüsse nötig macht, sind wir selbstverständlich bereit, darüber umgehend in der EU zu diskutieren.
    In Dublin sagte Westerwelle am 22. März, Deutschland sei nach wie vor zurückhaltend in der Frage. "Wir müssen verhindern, dass aggressive Waffen in die falschen Hände geraten."

    http://www.auswaertiges-a...

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  5. 13. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

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    Antwort auf "Lieber Mitforist..."
  6. zieht das Problem so sehr ins Lächerliche, aber es ist ein tolles Revolutionsmotto: "Raketen für den Kampf um Würde".
    Die Würde wurde dem Konflikt genommen, als die Rebellion ins gewalttätige abdriftete und "Ihre" Rebellen begonnen haben schwere Kriegsverbrechen zu begehen. Mit "Würde" hat das nichts zu tun.
    Und was die Raketen betrifft. Schauen Sie auf das Bild. Eigentlich in den meisten Bildern sind Panzerfäuste enthalten, was Ihre Argumentation ad adsurdum führt, denn die Rebellen haben schwere Waffen, oder was glauben Sie passiert, wenn eine Panzerfaust in einem Gebäude einschlägt? Gleiches gilt für Granaten etc.
    Sie haben mir im Übrigen sehr viele Fragen nicht beantwortet lieber Mitforist. Was erwarten Sie, was am Ende in Syrien passieren wird? Glauben Sie, dass ein Bürgerkrieg für einen Nationenbildungsprozess hilfreich ist?
    Ich gebe Ihnen meinen Ausblick. Syrien ist für die nächsten Dekaden versaut. Das eigentliche Ringen um Macht wird erst noch einsetzen.

    Egal was geschieht. Syrien hat seinen Unabhängigkeitsstatus als Nation verloren und das führt auch die Argumentation der "Freiheit" in eine falsche Richtung. Was nützt Freiheit, wenn man sich auf Jahrzehnte finanziell bindet? Demokratie ist wertlos, wenn politische Entscheidungen von außen beinflußt werden können und die Folgen davon kann man im Irak, Afg, Libyen und anderen Bürgerkriegsstaaten "bewundern".
    Demokratie kann nur im Dialog entstehen, oder nach einer nationalen Katastrophe.

    10 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Lieber Mitforist..."
  7. Die USA, die jetzt nachweislich Waffnlieferungen im großen Stil unterstützen, werfen dem Iran das also vor. Gibt es dazu irgentwelche greifbaren Beweise? Wie kommen Sie auf "Flugzeuge voller Waffen, nahzu jeden Tag"?

    15 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Lieber Mitforist..."
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    die der Iran den unter dem Terror der USA und der Türkei ausgesetzten Zivilbevölkerung zukommen lässt? Das ist nur menschlich, findet unser Mitforist sicher auch.

    die der Iran den unter dem Terror der USA und der Türkei ausgesetzten Zivilbevölkerung zukommen lässt? Das ist nur menschlich, findet unser Mitforist sicher auch.

  8. Das allgemeine Gutmenschentum verhindert leider, dass derartige extrem nützliche und begrüssenswerte Aktionen auch öffentlich diskutiert und durchgeführt werden. Das ist das eigentliche Problem. Am schnellsten und schmerzlosesten würde es nämlich gehen, wenn der Westen eine Atombombe auf ein abgelegenes Militärcamp in der Wüste werfen würde. Dann bekäme Assad das Nervenflattern und die syrische Demokratie wäre bei geringstem Schaden Realität.
    Und natürlich muss der Westen dort eingreifen. Das sind nämlich lange geplante Aktionen, die Verhandlungen wurden vor Jahren geführt. Die Flüge müssen also erfolgen, denn sollte man das Material irgendwo verrotten lassen? Nicht auszudenken, wie gefährlich das wäre.
    Strategische Ziele müssen erreicht werden, ansonsten kommen Konzepte durcheinander, die feinstens aufeinander abgestimmt wurden. Das würde die allseitige Unsicherheit nur erhöhen, Machtvakuums erzeugen, Handlungsoptionen in der Zukunft würden verunmöglicht.
    Wie gesagt, wir sollten uns jetzt schnell für Waffen entscheiden, denn es gibt in Syrien eh kein zurück mehr, nur militärische Überlegenheit kann die Entscheidung zeitnah herbei führen. Die Demokratie hat mit den Präsidentschaftswahlen der Opposition ausserdem Fahrt aufgenommen. Noch einmal kneifen überleben wir ausserdem politisch gar nicht, das hat der Guido glücklicherweise mitlerweile verinnerlicht.

    2 Leser-Empfehlungen
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    Das allgemeine Gutmenschentum verhindert leider

    Danke, dass Sie den Text schon so beginnen. Da kann man dann sehr bequem einordnen, ob ein Weiterlesen lohnt.

    Ich habe leider den Fehler begangen und doch noch ein bisschen weitergelesen. Erschreckend ist, dass die Aufforderungen eine Atombombe auf ein land zu werfen hier so lange stehen bleibt. Auch wenn die völlig irrsinnige Annahme getätigt wird, dass man ja so eine Bombe abseits in die Wüste schmeissen könnte um ein bisschen Angst zu machen.

    [...] Warum glauben Sie eigentlich ,daß wir bzw. der kriegstreibende Westen in Syrien Herrgott spielen müssen ? Durchschauen Sie nicht die wahren Hintergründe und glauben Sie wirklich wenn Assad mit unserer Hilfe schnell vom Thron gestossen wird kehre Demokratie und der grosse Frieden ein? Schauen Sie in den IRAK, wo 10 Jahre nach der Befreiung durch die USA+UK überwiegen immer noch Chaos und verderben herrscht,wollen Sie mit Ihren Forderungen ähnliches für Syrien in Aussicht stellen ? Was kommt für Sie nach Syrien,fordern Sie dann auch so vehement die Befreiung der iranischen Bevölkerung ?

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Das allgemeine Gutmenschentum verhindert leider

    Danke, dass Sie den Text schon so beginnen. Da kann man dann sehr bequem einordnen, ob ein Weiterlesen lohnt.

    Ich habe leider den Fehler begangen und doch noch ein bisschen weitergelesen. Erschreckend ist, dass die Aufforderungen eine Atombombe auf ein land zu werfen hier so lange stehen bleibt. Auch wenn die völlig irrsinnige Annahme getätigt wird, dass man ja so eine Bombe abseits in die Wüste schmeissen könnte um ein bisschen Angst zu machen.

    [...] Warum glauben Sie eigentlich ,daß wir bzw. der kriegstreibende Westen in Syrien Herrgott spielen müssen ? Durchschauen Sie nicht die wahren Hintergründe und glauben Sie wirklich wenn Assad mit unserer Hilfe schnell vom Thron gestossen wird kehre Demokratie und der grosse Frieden ein? Schauen Sie in den IRAK, wo 10 Jahre nach der Befreiung durch die USA+UK überwiegen immer noch Chaos und verderben herrscht,wollen Sie mit Ihren Forderungen ähnliches für Syrien in Aussicht stellen ? Was kommt für Sie nach Syrien,fordern Sie dann auch so vehement die Befreiung der iranischen Bevölkerung ?

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

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