Afghanistan: Taliban greifen im ruhigen Badachschan an
Bei einem Überfall in der afghanischen Provinz Badachschan sind mindestens 16 afghanische Soldaten getötet worden. Vor fünf Monaten zogen die deutschen Truppen dort ab.
© Roberto Schmidt/AFP/Getty Images

Schäfer in der Provinz Badachschan
In der nordostafghanischen Provinz Badachschan haben Taliban-Kämpfer mindestens 17 afghanische Soldaten getötet. Dies teilte der Sprecher der Provinzregierung, Abdul Maroof Rasekh, mit.
Bereits am Montagabend sei ein aus der Provinzhauptstadt Feisabad kommender Logistik-Konvoi der Armee im Distrikt Wardudsch in einen Hinterhalt geraten. Die Taliban bestätigten den Angriff. Der Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sprach allerdings von 16 Toten. 15 Soldaten seien direkt bei dem Überfall getötet worden. Ein weiterer sei in der Gewalt der Aufständischen an seinen Verletzungen gestorben. Elf Soldaten seien im Austausch gegen gefangene Taliban-Kämpfer freigelassen worden.
Taliban gewinnen an Einfluss
Es handelte sich um einen der mörderischsten Angriffe auf örtliche Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren. Die bergige Provinz Badachschan liegt im Nordosten des Landes an der Grenze zu Tadschikistan, China und Pakistan und gilt eigentlich als relativ ruhig.
Als einzige afghanische Provinz wurde Badachschan nie von den Taliban erobert. Im Distrikt Wardudsch operieren allerdings schon seit Längerem Aufständische. Die Bundeswehr hatte ihr Feldlager in Faisabad im Oktober den Afghanen übergeben. Seit dem Abzug der deutschen Soldaten gewinnen die Taliban in der Provinz angeblich wieder an Einfluss.
Die Taliban bekämpfen seit Jahren die Regierung in Kabul sowie die internationalen Truppen im Land. Ende 2014 sollen die ausländischen Truppen das Land verlassen. Angriffe der Taliban auf einheimische Kräfte nahmen zuletzt zu.








Schon seltsam, erst vor paar tagen hat die Welt propagiert die Taliban legen die Waffen nieder.
Unions-Fraktionsvize Schockenhoff erklärte die Notwendigkeit, den Afghanistan-Einsatz zu verlängern, 2010 mit den folgenden Worten:
"Wenn Afghanistan fällt, dann fällt Pakistan, dann haben wir Terroristen mit einer Atombombe über einer deutschen Großstadt."
http://www.spiegel.de/pol...
Auf Abgeordnetenwatch zitierte ein Bürger folgende Wikileaks-Veröffentlichung:
"Botschaften, die die Konsequenzen einer NATO-NIederlage für spezifische deutsche Interessen dramatisieren, könnten der weitläufigen Wahrnehmung entgegen steuern, dass Afghanistan nicht Deutschlands Problem ist. Zum Beispiel könnten Nachrichten, die zeigen, wie eine Niederlage in Afghanistan zur Verletzlichkeit Deutschlands für Terrorismus, Opium und Flüchtlinge beiträgt, dabei helfen, Skeptikern den Krieg schmackhafter zu machen."
Schockenhoff antwortete:
"nachweislich haben radikal-islamistische terroristische Vereinigungen (wie die Sauerland Gruppe) Anschläge in Deutschland geplant, die im letzten Augenblick verhindert werden konnten. Der Verfassungsschutz beobachtet verstärkt Reisebewegungen von Mitgliedern islamistischer Gruppen zwischen Deutschland, Afghanistan und Pakistan."
http://www.abgeordnetenwa...
Wenn man einen Krieg führt sollte man den Feind, seine Ziele und die eigenen Motive klar definieren, wann passiert das endlich?
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