Der tschadische Präsident Idriss Déby Itno hat den Tod eines der wichtigsten Anführer der Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) bestätigt. Abdelhamid Abou Zeid sei am 22. Februar im Ifoghas-Gebirge im Nordosten Malis von tschadischen Soldaten getötet worden, sagte Déby bei einer Zeremonie zum Gedenken an in Mali getötete Soldaten. Die Soldaten hätten bei Kämpfen im Ifoghas-Gebirge einen Stützpunkt der Islamisten zerstört und zwei ihrer Anführer getötet, unter ihnen Abou Zeid.

Über den Tod des algerischen Extremisten hatte es bereits am Donnerstag Spekulationen gegeben; der algerische Privatsender Ennahar TV hatte berichtet, Abou Zeid sei bei einem französischen Luftangriff auf einen Fahrzeugkonvoi im Nordosten Malis getötet worden. Mit ihm sollen mehr als 40 weitere Kämpfer von Aqmi und der Islamistengruppe Ansar Dine gestorben sein.

Die französische Regierung mahnte, mit den vorliegenden Informationen vorsichtig umzugehen. Eine Sprecherin in Paris sagte, der Tod des Extremisten sei noch nicht bestätigt.

Weitere Luftangriffe und Bodeneinsätze in Mali

In seinem jüngsten Lagebericht zum Einsatz gegen die Aufständischen im Norden Malis berichte das französische Verteidigungsministerium zwar ebenfalls von mehr als 40 getöteten Terroristen, jedoch ohne genauere Angaben zu machen. In den vergangenen Tagen seien erneut Dutzende Luftangriffe und Unterstützungseinsätze für die Bodentruppen geflogen worden, hieß es.

Die französischen Truppen führen seit Mitte Januar einen Militäreinsatz gegen Islamisten in Mali. Unterstützt werden sie bei ihrem Einsatz unter anderem von etwa 2.000 Soldaten aus dem Tschad. Die Kämpfe konzentrieren sich derzeit auf das Ifoghas-Gebirge, wohin sich islamistische Gruppen zurückgezogen haben.