MilitärmissionUN schicken Blauhelme in Offensiv-Kampf gegen Kongos Rebellen

Die UN erlauben ihrer Einsatztruppe, aktiv gegen die Rebellen im Kongo vorzugehen. Außerdem stellte der Sicherheitsrat ein Ultimatum.

Der UN-Sicherheitsrat hat die Mission im Kongo mit einem bislang beispiellosen Mandat ausgeweitet. Eine in New York einstimmig verabschiedete Resolution erlaubt es einer neuen Einsatztruppe, offensiv gegen die M23-Rebellen im Osten des zentralafrikanischen Landes vorzugehen.

Zugleich drohen die Vereinten Nationen dem Kongo mit einem Stopp aller Unterstützung, wenn das Land nicht binnen vier Tagen eine Untersuchung von mehr als 100 mutmaßlichen Vergewaltigungen von Zivilisten durch die kongolesische Armee beginnt. Das Ultimatum läuft seit Anfang der Woche.

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Das Mandat der neuartigen Einsatztruppe gilt laut Resolutionstext vorerst für ein Jahr. Es soll keinen Präzedenzfall für andere Konflikte schaffen. Die Einsatztruppe könne allein oder gemeinsam mit der kongolesischen Armee gegen Rebellen vorgehen, heißt es in dem Papier. Das Militärpersonal soll die bisherige Grenze von 19.815 Mann nicht überschreiten.

Die Monusco genannte Mission im Kongo ist mit insgesamt mehr als 22.000 bewilligten militärischen und zivilen Mitarbeitern schon heute die mit Abstand größte und teuerste Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen.

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Leserkommentare
  1. Wo der Willle ist, ist auch ein Weg.

    Warum schafft es die UN nicht auch für Syrien?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, cw
  • Schlagworte UN-Sicherheitsrat | Vereinte Nationen | Konflikt | Kongo | Vergewaltigung | Blauhelm
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